Produktbild: Die echtere Wirklichkeit

Die echtere Wirklichkeit Roman | »Raphaela Edelbauer hat einen absurd-witzigen Roman geschrieben.« ttt, ARD

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

24709

Erscheinungsdatum

16.08.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

3754 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608124767

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Verkaufsrang

24709

Erscheinungsdatum

16.08.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

3754 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608124767

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  • Bewertung

    aus Bremen

    5/5

    14.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Es macht sehr nachdenklich - realitätsnah

    Rezension zu " Die echtere Wirklichkeit" von Edelbauer Raphaela Es macht sehr nachdenklich - realitätsnah ❤️❤️❤️❤️❤️ Byproxy wird nur mit wenig Gepäck, einem Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen entlassen. Da sie nun ihren Individuellen Weg gehen soll, der sie weiterbringen soll. Sie ist sehr gespannt darauf. Zunächst hat sie keine feste Bleibe, übernachtet zuerst auf etwas unsicheren Marktplätzen. Die Gruppe Aletic spricht sie auf dem Marktplatz an. Und Byproxy wird von ihnen im gemeinsamen Haus erstmal aufgenommen. Sie hilft dort mit. Nach einiger Zeit zweifelt sie an dieser Gruppe. Wird sie dort bleiben? Wie wird ihre Zukunft dort sein? Auf mich wirkt der Roman wirklich sehr nachdenklich. Und dabei spielt er auch gleichzeitig die Realität im Leben wieder. Das merkt man hierbei auch sehr deutlich zwischen den Zeilen. Am AlltagsLeben darin. Ein Marktplatz ist ja manchmal wirklich unsicher, da können durchaus mal Vorkommnisse im Alltag lauern , die nicht unbedingt schön und gut sind. Die Gruppe Aletic fand ich schon interessant, was sie machen. Vor allen Dingen ihr Haus mit den vielen Büchern. Die habe ich alle einmal virtuell umarmt und geküsst. Da ich Bücher ja über alles liebe und Mag .❤️❤️❤️❤️❤️ Das braucht ein Buch ja auch mal schliesslich zwischendurch. Ist ganz wichtig in der Richtung, finde ich. Auch ist es ein besonderer Roman, der ewig im Gedächtnis bleibt. Auch ist ein Roman, der einen dabei wirklich auch zum Nachsinnen bringt im Leben. Und ich freue mich wirklich sehr, wenn ihr Euch individuell die Zeit dafür nimmt, ihn zu lesen. Sie wartet schon tiefstsehnsüchtig auf euch.

  • Bewertung

    aus Heek

    4/5

    21.08.2025

    eBook (ePUB 3)

    Die echtere Wirklichkeit

    Die echte Wirklichkeit Dieser philosophische Roman ist sehr anspruchsvoll und regt den Leser zum Nachdenken an. Das Thema ist hochaktuell, aber das Buch ist nicht einfach zu lesen. Dies ist eher ein Buch für Leser, die sich mit der Literatur tiefer auseinandersetzen wollen. Der Titel des Buches passt daher sehr gut zum Inhalt.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    23.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Namen der Wahrheit

    Raphaela Edelbauers „Die echte Wirklichkeit“ ist ein Roman, der sich weniger für klassische Dramaturgie interessiert als für das, was unter der Oberfläche der Erzählung arbeitet: Wahrheit, Erkenntnis, Erinnerung und die Frage, ob das, was wir Wirklichkeit nennen, etwas Festes ist – oder etwas, das wir ständig neu herstellen. Im Zentrum steht Byproxy, die Ich-Erzählerin, die mit Rollstuhl, Laptop und zwei Koffern durch Wien treibt und schließlich bei der philosophischen Aktivist*innengruppe Aletheia landet. Diese kämpft gegen Fake News und „alternative Fakten“ und versteht Wahrheit als etwas Absolutes, das man notfalls auch performativ, künstlerisch und radikal verteidigen muss. Parallel dazu entfaltet sich eine zweite Zeitebene: die Geschichte vor dem Autounfall, die Beziehung zu Petra – oder Dorothee – und jene schleichende Verschiebung, bei der nicht mehr klar ist, wer hier eigentlich wessen Rolle übernommen hat und wessen Geschichte weiterlebt. Formal ist das klug gebaut: Gegenwart und Vergangenheit greifen ineinander, ohne sich sauber trennen zu lassen. Genau darin liegt eine der großen Stärken des Romans, denn auch Wahrheit und Erinnerung erscheinen hier nicht als feste Größen, sondern als etwas, das erzählt, verformt und immer wieder neu gerahmt wird. Die eigentliche Handlung – das Leben in der Kommune, die Dynamik der Gruppe, die Vorbereitung der „großen Aktion“ – blieb für mich eher im Hintergrund. Die Figuren sind skurril, manchmal bewusst unsympathisch, besonders Byproxy selbst, die ständig beobachtet, kalkuliert und ihre Wirkung auf andere mitdenkt. Man folgt ihr weniger aus Nähe als aus einer Art fasziniertem Unbehagen. Der Plot trägt, aber er ist nicht das, was dieses Buch für mich stark macht. Besonders eindrücklich fand ich, wie Edelbauer Wahrheit nicht nur als philosophisches Konzept, sondern als etwas Gewordenes denkt. Die Passagen zur Evolutionsbiologie haben mich unerwartet tief ins Nachdenken gezogen: die Vorstellung, dass unser Denken, Wahrnehmen und Urteilen selbst Produkte einer langen biologischen Geschichte sind, dass in unseren Körpern und Sinnen eine Vergangenheit weiterarbeitet, die weit vor uns begonnen hat. Gleichzeitig stellt der Roman die Frage, ob wir Wirklichkeit einfach erleben – oder ob wir sie ständig „spielen“. Dass Byproxy als Spieleentwicklerin in Logiken von Simulation, Strategie und Rückwärtsbewegung denkt, verleiht dieser Frage eine zusätzliche Ebene: Die Welt erscheint hier nicht nur als etwas, das ist, sondern auch als etwas, das entworfen, ausprobiert und immer wieder neu zusammengesetzt wird. Erstaunlich ist dabei, wie wenig überladen das wirkt. Trotz der Fülle an Themen bleibt der Text beweglich. Die Sprache ist literarisch, präzise und stellenweise anspruchsvoll, aber nie selbstverliebt. Ein gewisses Interesse an Philosophie hilft, ist aber keine Voraussetzung – wichtiger ist die Bereitschaft, sich auf ein Buch einzulassen, das nicht nur erzählen, sondern Denken in Gang setzen will. Im Vergleich zu „Das flüssige Land“, das mich inhaltlich weniger erreicht hat, ist „Die echte Wirklichkeit„ für mich ein klares Highlight. Nicht, weil die Geschichte spektakulärer wäre, sondern weil die gedankliche und sprachliche Dichte eine andere ist. Dieses Buch bleibt nicht an der Oberfläche. Es arbeitet nach, lange nachdem man es zugeklappt hat.n Man kann Sachbücher über Wahrheit, Erkenntnis oder Evolutionsbiologie lesen – und das ist gut und wichtig. Aber was Edelbauer hier gelingt, ist etwas anderes: Sie macht aus diesen Fragen Literatur. Und genau das hat mich fasziniert. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Gesellschaftliche Betrachterin

    aus Großraum Halle (Saale)

    5/5

    23.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Will man Aufmerksamkeit oder Disruption?“

    Wahrheit ist nachprüfbar, und hängt somit nicht von individuellen Erfahrungen und dem persönlichen Standpunkt ab. So sieht es auch ein inhomogenes Grüppchen Intellektueller, die sich in der aktuellen, postfaktisch wahrgenommenen Gesellschaft quasi als philosophische Altakademiker wiederfinden. Bernward, Paul, Brigitte und Bettina (die Sprengstoffexpertin) haben sich bisher in reichlicher Lektüre philosophischer Schriften und anschließenden gruppeninternen Diskussionen befleißigt, die u.a. durch Jacques Derrida in die philosophische Lehre eingeführte Position, dass Wahrheit eine konstruierte und dekonstruierbare Sache sei, zu widerlegen. Doch wie die entglittene Gesellschaft von der Ausschließlichkeit von Wahrheit überzeugen? Die Gruppe bewegt sich fortan im Untergrund, um einen gesellschaftlich unüberhörbaren Knalleffekt mitten in Wien vorzubereiten, bei dem niemand zu Schaden kommen soll. In dieser Lage drängt sich, um der Obdachlosigkeit zu entgehen, die Ich-Erzählerin Byproxy in die Gruppe. Zuerst nur gelitten, wird Byproxy zur heimlichen Ideengeberin. Doch gerade in Bezug auf Byproxy lässt die Autorin Raphaela Edelbauer die Wahrheit schwimmen. Handelt es sich bei Byproxy namentlich um Petra, oder handelt es sich tatsächlich um ihre bis zu einem Schicksalsschlag unzertrennliche Freundin Dorothee, wie die Autorin die Leserin zwischendurch auch mal Glauben macht? Byproxy neigt dazu, das Geschehende spielerisch rückwärts zu entwickeln. Aber ist es das Ende, bei dem sie beginnt und erreicht sie wirklich den Anfang? Bei allen Wirrungen bezieht Raphaela Edelbauer mit dem Roman insgesamt eine klare Position gegen Postfaktisches und spart aus belegbaren Quellen nicht mit Kritik am Gehabe neorechter Zeitgenossen. Als einfache Leitlinie darf zudem eine sich durch das Buch ziehende Kette von 71 Thesen dienen. Beispielhaft sei hier die Nummer 31 zitiert: „Zudem behaupten wir nicht, dass jede Beeinflussung mit der Verdrehung des Wahrheitsbegriffs zu tun hat. Propaganda hüllt sich in tausend Masken und wir sprechen nur von einem ihrer Antlitze. Jedoch sind wir überzeugt, dass dies das weitreichendste und unsichtbarste ist – denn dass es eine Wahrheit gibt, der man sich nähern kann, und dass etwas entweder so ist oder nicht so ist, ist das Fundament, ohne das man all die anderen Arten von Propaganda gar nicht erst entkräften kann.“ Meine Empfehlung: Lesen – am besten vor dem nächsten Urnengang.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    09.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie viele Wahrheiten gibt es?

    Die österreichische Autorin Raphaela Edelbauer ist mit ihrem Roman "Das flüssige Land" auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises gelandet und hat für "DAVE" den Österreichischen Buchpreis gewonnen. Das lässt auf eine Autorin schließen, die anspruchsvolle Literatur verfasst. Doch wie sieht es mit Unterhaltungsfaktor, Spannung und Lesbarkeit aus? Tatsächlich beginnt das neueste Werk der Autorin, "Die echtere Wirklichkeit" sehr anspruchsvoll, denn wir haben es mit einer philosophischen Terrorgruppe zu tun, die erst einmal Jahre lang gemeinsam philosophische Werke liest und diskutiert, bevor es daran gehen könnte, mit konkreten Aktionen zur Tat zu schreiten. So finden wir gleich am Anfang der Lektüre ein Manifest der Gruppe, das folgendermaßen beginnt: "Es gibt nur eine Wahrheit und sie ist absolut. Diese Wahrheit ist weder eine soziale Konstruktion noch subjektiv oder bloß eine unter vielen Perspektiven auf die Dinge. Mögen sich im Laufe der Zeiten auch die Sicht auf die Wahrheit oder die Methoden, zu jener zu gelangen, geändert haben, und mag in vielen Fällen die Sinnesbeschränkung der Lebewesen nicht hinreichen, zu ihr zu gelangen, so ist doch hinter den Phänomenen die absolute Wahrheit jenseits allen Meinens vorhanden." Eine gewisse Affinität zur Philosophie ist dem Lesegenuss bei diesem Buch also durchaus zuträglich. Aber, keine Sorge, so kompliziert, wie oben zitiert, formuliert zwar die philosophische Terrorgruppe, doch nicht die Autorin selbst im Hauptteil des Buches. Die philosophischen Ergüsse der Gruppe werden nur gelegentlich zitiert, ansonsten ist es ein gut lesbares und humorvoll geschriebenes Buch. Die Charaktere sind sehr schräge Gestalten, die sonst an ihren Ansprüchen ans Leben gescheitert sind. Da gibt es Byproxy, eigentlich Petra, die junge, nach einem Unfall im Rollstuhl sitzende Ich-Erzählerin, die aus ihrer Wohngruppe geschmissen wurde und auf der Suche nach einem Obdach zufällig auf die Gruppe stößt. Diese bestand zuvor aus vier Personen: ein promovierter Philosoph, dem die Festanstellung verwehrt wurde, eine reiche Erbin, die sich von ihrer Familie distanziert hat, ein Vorbestrafter und eine weitere Person. Gemeinsam haben sie eine Wohnung in einem Wiener Abbruchhaus besetzt, lesen und diskutieren philosophische Werke und unterwerfen sich selbst einem strikten Regelwerk, so darf etwa jedes Mitglied der Gruppe nur einmal in der Woche die Wohnung verlassen. Byproxy muss sich die Aufnahme in die Gruppe und deren Vertrauen erst erarbeiten, doch mit Intelligenz, Charme und Gerissenheit schafft sie das, wird eine treibende Kraft der Geschehnisse und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, in die Lektüre hineinzukommen, doch war der Einstieg einmal geschafft und hatte ich mich mit dem philosophischen Rahmen und den schrägen Figuren vertraut gemacht, war es eine höchst vergnügliche und spannende, ungewöhnliche Lektüre. Sowohl das Thema als auch die Art, wie es behandelt wird, sind sehr innovativ - so etwas auf diese Art habe ich noch nicht gelesen. Wie nebenbei regt es außerdem zum Nachdenken über Wirklichkeit, Konstruktivismus, Fake-News, die Verantwortung von Universitäten und Medien und viele weitere Themen an. Man merkt, dass die Autorin sich tiefgehend damit beschäftigt hat. Örtlich ist die Geschichte in Wien und Umgebung angesiedelt, was man am Vokabular und an vielen Ortsbezügen deutlich merkt. Insgesamt ist es ein Buch, das ich jenen, die sich für anspruchsvolle Lektüre, unkonventionelle Konzepte und schräge Charaktere interessieren, sehr empfehlen kann. Philosophisch vorgebildete oder interessierte Menschen können von diesem Buch ganz besonders profitieren, bei allen anderen kann es Interesse an diesem Thema wecken, oder man liest über die stark philosophisch geprägten Passagen einfach hinweg, auch dann ist es noch eine unterhaltsame und kohärente Erzählung. Ich jedenfalls freue mich darauf, weitere Bücher dieser talentierten und vielseitigen Autorin zu lesen.

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