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Hier draußen Roman | »Ein tolles und kluges Debüt.« Angela Wittmann, Brigitte

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

19.1/11.4/3.8 cm

Gewicht

383 g

Farbe

Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14960-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

19.1/11.4/3.8 cm

Gewicht

383 g

Farbe

Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14960-0

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • Esther

    5/5

    04.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnert an Juli Zeh Romane

    …ich habe den Roman ziemlich spontan gekauft, ohne die Bewertungen zuvor gelesen zu haben. Mich hat die Geschichte voll eingenommen und ich habe mich in dem Dorf sehr wohl gefühlt. Es erinnerte mich win wenig am Juli Zeh Geschichten. Auf jeden Fall ein großartiges Debut!!

  • Eva

    5/5

    24.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Satire auf das Landleben

    Der Traum vom Leben auf dem Land. Kein Lärm, die Kinder können sich frei bewegen, Bio-Lebensmittel und viel Zeit für die Familie. Zurück zur Natur. Die Ablenkungen bleiben in Hamburg. Das Grundstück liegt nicht weit vom See entfernt, es ist so schön in Schleswig-Holstein, im Land zwischen den Meeren. Der Blick geht weit und die Luft ist klar. Martina Behm schafft in Hier draußen eine wunderbare Persiflage auf das Ideal vom Resthof und dem Glück auf dem Dorf. Sie bevölkert Fehrdorf mit eigenwilligen, liebenswerten, engstirnigen hoffnungsvollen, warmherzigen und kantigen Charakteren. Sie alle haben ihre Sorgen, ihre Träume, ihre Resignation, ihre sehr eigenen Lebens- und zarten Liebesgeschichten. In diese Dorfgemeinschaft hinein geraten Lara und Ingo, die mit ihrer festgefahrenen Ehe, zwei Kindern und einem Knall in ihrer Mitte landen. Der Roman beginnt mit einem Autounfall. Ingo ist auf dem Heimweg aus Hamburg und überfährt eine weiße Hirschkuh. Ingo ruft den Jäger Uwe aus dem Dorf, doch der ist abergläubisch und weigert sich, die HIrschkuh alleine zu erschießen. Denn wer einen weißen Hirsch tötet, der wird selbst innerhalb des kommenden Jahres tot sein. Ist das wahr? Beide schliddern in das neue Leben, das sie sich so ganz anders vorgestellt haben. Warmherzig, ironisch und voller Liebe zum Detail entspinnt Martina Behm eine Dorfgemeinschaft voller Individuen. Lara und Ingo finden und bringen Veränderung, so wie jedes Gefüge sich verschiebt, wenn etwas in Bewegung gerät. Die eingefahrenen Rollen und die alten Traditionen werden dann doch noch ganz leise hinterfragt, und wer weiß, was sich alles entwickelt, wenn sich mit dem Wohnort auch die Haltung ändert. Alles ist möglich. Die Stimmen der Zugereisten wechseln mit den alteingesessenen Dorfbewohner*innen, den Landwirten, den Viehzüchtern. Grandios trifft Martina Behm den norddeutschen Ton. Ich war sofort zu Hause in Fehrdorf. Vermutlich ist es nur ein Dorf weiter. Die verschiedenen Perspektiven machen diesen Roman so lesenswert. Ich bin so tief eingetaucht ins Dorfleben, dass es mir, als ich wieder auftauchte, seltsam vorkam, dass Fehrdorf fiktiv sein soll. Ich ziehe meinen Hut! Eine absolute Leseempfehlung für alle, die Lust auf Geschichten, Humor und lebendige Charaktere haben, die schnell ans Herz wachsen.

  • Sabrina Tschorn - Aus Liebe zum Lesen Literaturblog

    5/5

    14.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Authentischer Wohlfühlroman, der hinter die Landidylle blickt

    Martina Behm nimmt uns in ihrem Roman „Hier draußen“ zusammen mit Ingo und Lara mit aufs Dorf. Beide haben sich zusammen mit ihren Kindern den Traum vom Leben auf dem Land in einem renovierten Dreiseithof verwirklicht. Doch leider klopft die Realität recht schnell an ihre Tür. Bei der nervigen Pendelei von Hamburg nach Hause fährt Ingo eine weiße Hirschkuh an. Ein Aberglaube besagt, dass er nun innerhalb eines Jahres selbst sterben müsse. Die Autorin schafft es meisterhaft, unzählige Charaktere ihres fiktiven Dörfchens in aller Authentizität darzustellen. Es gibt den typischen Junggesellen, moderne und traditionelle Bauern, Trunkenbolde und brave Hausfrauen, eine schief angesehene Hippie-Kommune und natürlich treffen all diese Menschen auf Dorffesten und im Alltag immer wieder aufeinander. Ich selbst komme vom Land und konnte mir zu jeder Figur ein Gesicht aus dem realen Leben vorstellen. Ganz besonders gefällt mir, dass Martina Behm auch die Schattenseiten des Lebens beleuchtet, das, was hinter der Fassade vom idyllischen Landleben wirklich stattfindet: die Probleme in der Landwirtschaft, kaputte Ehen, Burnout, Klatsch und Tratsch, Feindschaften usw. Dabei oder gerade deswegen bleibt die Geschichte bis zum Schluss interessant und durch die Erzählweise aus den Blickwinkeln verschiedenster Charaktere bekommt auch tiefe Einblicke in deren Seelenleben. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört und möchte auch die wunderbare Art der Sprecherin, Julia Nachtmann, nicht unerwähnt lassen. Ich bin ein bisschen traurig, dass es schon zu Ende ist und kann euch Buch und Hörbuch wärmstens ans Herz legen. Trotz der auch schwierigen Themen bleibt es für mich ein Wohlfühlbuch mit viel Authentizität.

  • Bewertung

    5/5

    30.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Landleben gleich besseres Leben?

    In Fehrdorf ist die Welt noch in Ordnung. Idyllisches Landleben. Ingo und Lara, ehemalige Großstädter wollen das auch und ziehen mit ihren Kindern in das holsteinische Dorf. Doch das ländliche Paradies hat seine Tücken. Bis nach Hamburg in die Hafencity ist es dann doch ganz schön weit und Ingo glänzt immer mehr durch Abwesenheit, während Lara gefühlt alles alleine wuppen muss. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, kippt endgültig etwas. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Reiner Aberglaube oder steckt doch mehr dahinter? Ich hatte ja ein wenig die Befürchtung, dass das Buch sehr in die Eso-Schiene abrutschen könnte. Dem war nicht so - sehr gut! Mich hat das Buch, seine Handlung und vor allem die fein gezeichneten vielschichtigen Charaktere gefesselt und fasziniert. Mehrere Männer des Dorfes haben mich so auf die Palme gebracht, das war alles so real geschildert, dass ich mich nur echauffieren konnte. Ja, Ingo gehört auch dazu, es gab aber noch eine Steigerung. Ich habe die Hörbuch-Variante genossen und die Sprecherin war die perfekte Besetzung. So hoch im Norden Deutschlands war die Sprache auch anders als bei mir im Süden und das hat die Sprecherin super gemacht. Richtig schön rund - ich habe Jede Minute genossen.

  • Bewertung

    5/5

    28.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben auf dem Dorf

    Nach der Lesung von Martina Behm, habe ich mich direkt auf die Suche nach einem Hörbuch des Buches gemacht. Insgeheim hatte ich gehofft, die Autorin hat es selbst eingelesen, Spoiler: hat sie nicht, aber die Sprecherin hat es sehr gut gelesen. Der Hauptspielplatz des Buches ist Fehrdorf, ein kleines Dörfchen im wunderschönen Norden. Im Dorf leben die verschiedensten Menschen, frei nach dem Motto, "hinter jeder Tür ein Ach". Haupterzählstrang; die Marotten und Erzählungen eines Dorfes: wenn du eine weiße Hirschkuh anfährst, darf sie nicht erschossen werden. Wenn du es doch tust, wirst das Unglück über dich hineinfallen. Ich bin der Meinung, dass man dieses Buch besonders fühlen kann, wenn man selbst das Dorfleben kennt - und insbesondere das nordische Dorfleben. Denn ja - hier sind die Menschen anders, liebevoll - aber kühl, kurz und knapp. Ich mochte das Buch sehr, obwohl mir fast zu viele Menschen eine Rolle spielten, und ich viele Menschen in Büchern schwierig finde. Bei diesem war es okay, da ich es gehört habe - musste ich mich eh immer wieder neu reinhören. Ein ganz sanfter, und doch tiefgründiger Roman - mit vielen Wahrheiten und Schmunzlern. Große Empfehlung!

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Bewertungen (174)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Maik Eckenstein-Nassian

    Maik Eckenstein-Nassian

    Orell Füssli Basel

    Buchhändler*in

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    4/5

    30.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfach nur wunderschön!

    Wir begegen in diesem Buch mehreren Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft verdienen. Die “alteingessenen” Dörfler sind alle um die 60 Jahre alt und entsprechend eingefahren, haben Gesundheits-, Finanz- und/oder Eheprobleme und viel zu viel Arbeit, denn die Kinder übernehmen in der Regel nicht mehr einfach so den Hof der Eltern, sondern ziehen in die Stadt oder in andere Bundesländer, studieren, leben ihr eigenes Leben. Ein umgekehrtes Phänomen ist der Zuzug gut situierter und gut ausgebildeter jüngerer Leute um die 30/40, die “hinaus aufs Land” wollen. So wie Lara und Ingo, zusammen mit ihren schulpflichtigen Kindern Erin und Erik. Sie haben sich einen “Resthof” gekauft - aber werden sie, die Städter aus Hamburg - er Manager bei einem Start-Up-Unternehmen, sie freiberufliche Grafikerin - wirklich den Rest ihres Lebens in diesem Kaff Fehrdorf verbringen? Dann gibt es noch Jutta und Armin, die “Öko-Hippies”, die vor 30 Jahren aus der Stadt ins Dorf gezogen sind, um eine WG zu gründen. Sie sind übriggeblieben, nicht wirklich zusammen, aber gelegentlich doch. Auch sie werden im Laufe der Handlung eine wichtige Rolle spielen. Aber die Handlung, was ist das hier überhaupt? Das ist ein wenig das Problem des Romans. Der rote Faden, um den sich die Erzählung lose windet, ist eigentlich, dass Ingo eines Abends, als er von Hamburg, wo er nach wie vor arbeitet, nach Hause pendelt, eine weiße Hirschkuh überfährt. Der ortsansässige Jäger und Schweinebauer Uwe, ein ewiger Junggeselle, erschießt mit Ingo zusammen das leidende Tier. Dumm nur, dass eine Prophezeiung sagt, wer eine weiße Hirschkuh tötet, wird innerhalb eines Jahres sterben. Das ist an sich schon sehr spannend, wird aber im Laufe des Plots oft aus den Augen verloren. Es geht vielmehr darum, die Dörfler und ihre Probleme detailliert zu beschreiben. Und das ist tatsächlich die Stärke des Romans. Besonders die Situation der ländlich lebenden Frauen hat Martina Behm hervorragend eingefangen. Anhand der jüngeren Städterin Lara beschreibt sie auf realistische Weise die Struggles einer arbeitenden Mutter, die sich für die Kinder, ihren Mann, das Haus, den Hund und und und den Allerwertesten aufreißt. Die als Selbständige weiterkommen möchte und der nur Steine in den Weg gelegt werden. Das Mental Load, oh dieses verdammte Mental Load. Die unsichtbaren Tasks, die Mütter immer und ständig auf dem Schirm haben müssen und die kein anderer sieht oder macht. Auch Tove Wirtz, die um die 60 ist, hat ihr Leben für andere gelebt: den undankbaren, cholerischen Mann, die beiden Söhne, die jetzt längst woanders wohnen, die Dorfgemeinschaft, den Hof. Wird auch sie nochmal ihr Glück finden? Uwe ist der unerwartete Sympathieträger des Romans. Seine Geschichte ist besonders herzzerreißend. Für meinen Geschmack wurde die Handlung etwas zu sehr in die Länge gezogen. Man hätte hier sehr gut kürzen können, vor allem was die detaillierten Beschreibungen des Zubereitens von Nahrung, etc., angeht. Manches hätte ich genauer wissen wollen, anderes war mir hingegen zu ausführlich ausgearbeitet.

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