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Die Bovadium Fragmente

3

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Herausgeber

Christopher Tolkien

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

12257 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608125979

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Herausgeber

Christopher Tolkien

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

12257 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608125979

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  • Bewertung

    aus Ahrensburg

    5/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender Einblick in Tolkiens Leben

    J.R.R. Tolkien ist dank dem Hobbit und der Herr der Ringe unvergessen und unsterblich geworden. Die fantastische Geschichte aus Tolkiens Feder verzaubert auch Jahrzehnte seit Erscheinen noch unzählige Leser. Aus Tolkiens Welt sticht das Auenland mit seiner gemütlichen Naturverbundenheit besonders hervor. Kein Wunder, denn Tolkien selbst hätte sich dort richtig wohl gefühlt. Als der junge Tolkien für sein Studium nach Oxford kam, befand er sich in einer kleinen überschaubaren Stadt, die von unberührter Natur umgeben war. Doch das sollte sich in den 50er und 60er Jahren, u.a. dank der nahegelegenen Morris-Werke, schnell ändern. Der zunehmende Verkehr sorgte für ein Eingreifen der Politik. Es mussten Entscheidungen zur Städteplanung getroffen werden. Und diese waren so folgenschwer das sie das Stadtbild von Oxford für immer verändert haben. Mit den Bovadium-Fragmenten hat Tolkien die Geschehnisse in Oxford aufgearbeitet. Und auch wenn sich die Texte noch so fantastisch lesen lassen, die Verbindungen zu Politik und Wirtschaft lassen sich nicht von der Hand weisen. Erschienen sind die Fragmente damals zwar nicht, doch ihre Aktualität, ihre zeitlose Botschaft, sind immer noch Bestandteile vieler Diskussionen. Ich habe beim Lesen viele anregende und inspirierende Punkte gefunden, die mir auch "Den Herr der Ringe" und besonders das Auenland noch mal aus einem anderen Blickwinkel präsentiert haben. Tolkiens Naturverbundenheit, seine Werte und Interessen kommen in diesem Buch besonders gut zur Geltung und spiegeln auch Tolkiens Charakter sehr gut wider. Für mich war dieses Buch ein großer Genuss und ein einmalige Highlight. Selten hält man ein Buch in Händen das so gelungen damalige Probleme in eine ganz zeitlose Art und Weise porträtiert. Hinzu kommen noch Tolkiens persönliche Sorgen und Widerstand. Das macht die "Bovadium Fragmente" zu einer ganz außergewöhnlichen Lektüre, die man jedem weiterempfehlen kann.

  • Dani12143

    aus Oldenburg

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Bovadium Fragmente vermitteln eine überraschende Perspektive auf Tolkien

    Die Bovadium Fragmente stellen ein besonderes Werk J. R. R. Tolkiens dar, das eine eher unbekannte, aber äußerst spannende Seite des berühmten Autors zeigt. Während Tolkien vor allem für seine großen Fantasyepen wie Der Herr der Ringe und Der Hobbit bekannt ist, beweist dieses Buch, dass er sich auch kritisch und satirisch mit Problemen seiner eigenen Zeit auseinandersetzte. Die Geschichte entstand Anfang der 1950er Jahre und greift ein gesellschaftlich höchst aktuelles Thema auf: die Zerstörung der Umwelt und die zunehmende Dominanz des Automobils. Die Handlung spielt in der Nähe der alten Stadt Bovadium, wo ein Daemon die sogenannten Motores erfindet. Anfangs sind die Menschen fasziniert von den Maschinen und ihrer Kraft. Doch schon bald werden sie selbst zu deren Gefangenen. Die Motores erobern die Straßen, verursachen Lärm und Gestank und bringen das Leben in der Stadt zum Erliegen. Tolkien zeichnet damit ein eindringliches Bild von der Schattenseite des technischen Fortschritts. Er kritisiert, wie der Wunsch nach Modernisierung Städte und Natur bedrohen und das alltägliche Leben belasten kann. Besonders bemerkenswert ist der historische Hintergrund des Werkes. Tolkien verfasste die satirische Geschichte als Reaktion auf die Debatten in Oxford über steigenden Verkehr und geplante Straßenneubauten, die das Stadtbild zu zerstören drohten. Der Autor stellte sich offen gegen diese Entwicklung und brachte seine Bedenken auf literarischem Wege zum Ausdruck. Die Bovadium Fragmente zeigen ihn daher als engagierten Denker, der sich nicht nur mit fantastischen Welten beschäftigte, sondern auch mit den Herausforderungen seiner eigenen Wirklichkeit. Christopher Tolkien hat das Werk aus dem Nachlass seines Vaters sorgfältig ediert und zusammen mit Richard Ovenden herausgegeben. Die Ausgabe enthält Originalzeichnungen Tolkiens, historische Fotos und Pläne, die den Bezug zur damaligen Situation verdeutlichen. Zudem ergänzt ein exklusiver Essay über die Geschichte Oxfords in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Kontext und macht das Buch zu einer wertvollen Dokumentation literarischer Zeitkritik. Die Bovadium Fragmente vermitteln eine überraschende Perspektive auf Tolkien. Das Werk ist ironisch, gelehrt und zugleich von einer gewissen Tragik geprägt. Es zeigt, dass seine Vorstellungskraft nicht nur in magischen Welten wirkte, sondern auch die realen Gefahren einer unreflektierten Modernisierung erkannte. Damit ist dieses Buch ein bedeutender Beitrag zur literarischen Auseinandersetzung mit Umwelt- und Stadtentwicklungsthemen. Rezension von: Die Magie der Bücher

  • Lukas Ritzel

    Book Circle Community

    5/5

    07.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Bovadium Fragmente – Tolkien, ganz ohne Mittelerde

    Ein spätes, erstmals veröffentlichtes satirisches Kleinod über Technik-Hybris, Stadtzerstörung und die Anbetung des Automobils – literarisch verspielt, gedanklich scharf, vollkommen losgelöst von Mittelerde. Worum es geht (ohne zu spoilern): Die Bovadium Fragmente sind eine kurze, satirische Fantasy-Erzählung, die Tolkien zwischen späten 1950ern und frühen 1960ern entwarf. Ausgangspunkt ist eine (lateinisch maskierte) Version von Oxford, deren Seele durch „motores“ bedroht wird – Maschinen, die Verkehr, Lärm und Smog bringen und eine Zivilisation in die Irre führen. Statt Abenteuerfantasy erzählt Tolkien eine gelehrte Parabel über Fortschrittsglauben, Bequemlichkeit und die Zerbrechlichkeit von Kultur und Natur. Zentral ist die Frage, wie Städte und Menschen sich verändern, wenn die Maschine zum Götzen wird; Antworten gibt Tolkien nicht in Thesen, sondern in Bildern, Ironie und klassischer Anspielung. Kontext & Entstehung: Der Text entstand vor dem Hintergrund realer Verkehrs- und Baupläne in Oxford (Stichwort: Morris Motors in Cowley; Debatten um Strassenführungen quer durch die Stadt). Tolkien reagiert darauf mit Satire statt Pamphlet: Er verlegt das Problem in eine mythisch-gelehrte Vergangenheit/Zukunft, spielt mit Latein und baut eine Miniatur, die zugleich Zeitdiagnose ist. John Garth und andere weisen die Schrift als bewusste Auseinandersetzung mit „Modernekult“ aus; in ihrer Zuspitzung erinnert sie eher an Mr Bliss’ Autowelt als an irgendeinen Teil des Legendariums. Wichtig: Die Bovadium Fragmente haben keinen Bezug zu Mittelerde. Die Welt-Erstveröffentlichung erfolgte am 9. Oktober 2025 (UK; HarperCollins), die US-Ausgabe am 18. November 2025; auf Deutsch erscheint das Buch bei Klett-Cotta. Enthalten sind Tolkiens eigene Illustrationen sowie ein kontextualisierender Essay (The Origin of Bovadium) von Richard Ovenden. Die Ausgabe geht auf die editorische Arbeit Christopher Tolkiens zurück und wurde nach dessen Tod aus seinem Nachlassmaterial und Notizen fertiggestellt – also eine posthume Veröffentlichung sowohl des Autors als auch seines langjährigen Herausgebers. Warum lesen? Weil Tolkien hier eine andere Seite zeigt: kein Epos, sondern eine gelehrte, pointierte Satire – spielerisch, aber mit Biss. Die Miniatur ist überraschend aktuell (Stadtplanung, Umwelt, Automobilität), formal zugleich klassizistisch und experimentell. Wer nur Mittelerde erwartet, wird irritiert sein; wer Tolkien als Schriftsteller jenseits von Elben und Ringen entdecken will, findet hier ein präzises, hellsichtiges Stück Prosa – ein kleines Buch mit grosser Nachwirkung. Wichtig zu wissen: Eigenständige Kurzgeschichte, ohne Mittelerde-Bezug. Zu Lebzeiten weder von J.R.R. Tolkien noch von Christopher Tolkien publiziert; Erstveröffentlichung 2025. FunFact: Tolkien selbst hatte auch mal ein Auto und setzte es bald in eine Mauer, seitdem wollte er es möglichst vermeiden in einem Auto zu fahren. Ein schmales, aber funkelndes Spätwerk – editorisch vorbildlich erschlossen, schön illustriert, gedanklich erstaunlich zeitnah. Für Komplettisten Pflicht, für Neugierige eine ideale Tür zu „Tolkien jenseits von Mittelerde“.

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