Produktbild: Madame Lazare

Madame Lazare Roman; aus dem Irischen übersetzt, irischer Bestseller, preisgekrönt

Aus der Reihe Literatur von Welt
12

Fr. 18.00

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Ja

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

23.03.2026

Verlag

Alfred Kröner Verlag

Seitenzahl

227 (Printausgabe)

Dateigröße

568 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Elvira Veselinovic

Sprache

Deutsch

EAN

9783520630957

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Ja

Zum Lesen dieses eBooks auf Geräten der tolino Familie sowie auf sonstigen eReadern und am PC benötigen Sie eine Adobe ID. Weitere Hinweise zum Lesen von kopiergeschützten eBooks finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Nein

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

23.03.2026

Verlag

Alfred Kröner Verlag

Seitenzahl

227 (Printausgabe)

Dateigröße

568 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Elvira Veselinovic

Sprache

Deutsch

EAN

9783520630957

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    5/5

    05.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein Leben voller Geheimnisse

    Tadhg Mac Dhonnegain ist nicht umsonst für sein Werk "Madame Lazare" mit dem Preis Irish Language book of the year ausgezeichnet worden. Wer sich für Irland, seine Geschichte und Mythen interessiert, sollte hier unbedingt zugreifen.Für mich ist ein wweiteres Highlight! Lavana ist die Enkelin von ihrer Großmutter und ihrem Großvater nach dem Tod ihrer Mutter im jüdischen Glauben großgezogen worden. Ihre Großmutter Hana die Shoa in Estland überlebt, weigert sich aber, darüber zu sprechen. Nach dem Tod des Großvaters kümmert sie sich um Hana, kann aber nichts von ihr erfahren. Hana wird immer verwirrter und beginnt im Schlaf seltsame Worte in einer fremden Sprache zu murmeln. Lavana forscht nach und rfährt, dass es sich hierbei um Irisch (Gälisch) handelt. Aber was hat diese Sprache mit der Vergangenheit in estland zu tun? Wir bgleiten ein Mädchen namens Muread ab dem Jahr 1937 mit ihrer Familie auf einer Aran-Insel vor Galway in Irland, erleben Lavanas Nachforschungen um das Geheimnis ihrer Großmutter 2015 in Brüssel und in einem dritten Zeitstrang ab 2015 wie Lavana von ihren Großeltern Hana und Samuel großgezogen wird. Die Sprache, in der uns der Autor die Geschichte erzählt, ist etwas Besonderes! Er versteht es, die Gefühle der unterschiedlichen Protagonist*innen sehr empathisch zu transportieren. Auch die örtlichen Gegebenheiten, besonders in Irland, sind unglaublich atmosphärisch beschrieben. Als Lesender riecht man die Luft, hört die Wellen, hört die alten Gedichte und hat dazu irische Folklore im Ohr. Wir erleben das streng katholische Irland der 40er Jahre, aber auch gleichzeitig die jüdischen Bräuche und Abläufe in Lavanas Jugend. Im Verlauf des Romans tauchen wir immer mehr in die Welt von Hana/Muread/Mémé ein, in die wir bereits im Prolog hineingeworfen werden. Der Plot ist interessant konstruiert und fesselnd zu lesen.Der Roman insgesamt hat "nur" 300 Seiten, diese Seiten haben es aber in sich und sind dabei aber auch gut lesbar, poetisch und fesselnd. Der Roman enthält sehr viele Sätze in gälisch, jüdisch, aber auch französisch. Alle sind in einem sehr umfangreichen Glossar erläutert. Im Ebook sind sie alle verlinkt, in der Printausgabe sollten die Lesenden ein Lesezeichen anbringen. Es lohnt sich! Links zu den Übersetzungen der Gedichte sind ebenfalls vorhanden. Ich spreche zwar französisch, von gälischer Aussprache hatte ich bisher keine Ahnung. Auch hierzu gibt es viele Erläuterungen und Aussprachehilfen. Durch das wunderschöne Cover habe ich mich sofort wieder nach Irland versetzt gefühlt.Es passt wunderbar zur Story! Ich habe diesen Roman sehr genossen und kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen, die Auszeichnungen hat der Autor verdient. 5 Sterne für dieses Highlight!

  • Bewertung

    aus Quickborn

    4/5

    04.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein tragisches Märchen für Erwachsene

    Irische Literatur hat, wie es scheint, zurzeit Konjunktur, beim Alfred Kröner Verlag ist dieser Roman erschienen, aber auch andere haben Irland entdeckt bzw. wiederentdeckt, z. B. „Twist“ von Colum McCann oder der neueste Roman „Die Schwestern“ von Colm Tóibín. Der Ursprung der bekannten irischen Literatur für jeden heutigen Bücherfan ist aber sicher „Ulysses“ von James Joyce. Dass der wirkliche Ursprung irischen Erzählens und Dichtens sehr viel weiter zurück liegt, lässt Tadhg Mac Dhonnagáin (der Name spricht sich so aus: Teig Mäc Ronnagahn oder Gonnagahn) – der wohl bisher den wenigsten als Romanautor ein Begriff war –, die Leser in diesem Roman erfahren. Für mich war die umfangreiche Werbung für den Roman „Madame Lazare“ ein Hauptgrund, mich darauf einzulassen. Denn die Ankündigung enthielt Hinweise auf die verwickelte Lebensgeschichte jener Madame Hanna Lazare, um die es im Roman in erster Linie geht: Eine Jüdin estnischer Herkunft, die in Paris mit ihrem Mann Samuel lebt und niemandem, auch nicht der früh verstorbenen Tochter Brigitte und erst recht nicht ihrer Enkelin Levana, über ihre Kindheit und Jugend und ihre furchtbaren Erlebnisse berichten will. Levana wächst bei ihren Großeltern, Mémé und Pépé, erzogen im jüdischen Glauben auf und geht von klein auf mit ihnen in die Synagoge, feiert Schabbat, achtet peinlich darauf, dass alle jüdischen Gesetze eingehalten werden, so wie sie es bei ihrer verstorbenen Mutter lernte. Der Großvater gibt sich größte Mühe, Levana alles recht zu machen, die Großmutter aber wird immer zurückhaltender, abweisender und mürrischer. Das war Mitte der 1990er Jahre, 20 Jahre später arbeitet Levana in Brüssel, besucht die mittlerweile verwitwete Großmutter möglichst häufig und muss feststellen, dass diese in eine Demenz abgleitet. Sie nimmt die Großmutter zu sich nach Brüssel in ein Seniorenheim, um sich besser kümmern zu können. Noch ist die Großmutter klar genug, um ihr das Betreten ihrer Pariser Wohnung in ihrer Abwesenheit zu verbieten. Aber sie dämmert immer mehr dahin und vergisst. Nur nachts kommen ihre Erinnerungen zurück, aber es ist nicht Französisch oder gar Estnisch, das sie im Traum oder Halbschlaf laut spricht, es ist Irisch. Levana beginnt über die seltsamen Worte nachzugrübeln und findet einen Übersetzer, Gearailt, der ihr hilft, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Alles beginnt mit dem Namen eines Vogels. Heimlich wird im Laufe der Zeit immer wieder die Stimme der Großmutter aufgenommen und die langwierigen Recherchen ergeben, dass sie von einer Insel in Irland stammt, wo ein spezieller irischer Dialekt gesprochen wird. Der Roman spielt in der Gegenwart von 1996, 2006, 2015 bis 2018 und wechselt in die Vergangenheit von Muraed, einem Mädchen, das in ärmlichen Verhältnissen mit ihrem Vater, der Schwester Bid und ihrem geistig behinderten Zwillingsbruder Páraic aufwächst. Muraed ist sehr gut in der Schule, aber die meiste Zeit verbringt sie mit ihrem Bruder, um den sie sich aufopferungsvoll kümmert. Das Besondere an diesem einsamen, abgeschiedenen Leben ist aber die traditionelle Art der Geschichtserzählungen, die oftmals in Form sehr langer, komplizierter Gedichte von Generation zu Generation weitergegeben werden. Muraeds Vater, ein einfacher Fischer, ist einer der großen Könner im Dorf, bei ihm finden die Zusammenkünfte der Leute statt, die sich diese Geschichten erzählen. Muraed ist fasziniert davon und als in der Schule aufgerufen wird, das Gehörte zu Papier zu bringen, um die Erforschung der Volkskunde zu befeuern, macht sie sich mit Eifer ans Werk. Später im Roman wird man von diesen Gedichten lesen, die nicht verlorengingen, sondern als nationales Erbe verwahrt wurden und unauslöschlich im Kopf der dementen Hanna fest verwurzelt sind. Der Autor lässt seine Leser mehr erfahren, als es Levana vergönnt ist, aber auch den Lesern enthält er Entscheidendes vor. Das und die Geschichte von Muraed, die teilweise einem modernen, schrecklichen Märchen gleicht, haben mich nicht vollkommen überzeugt. Andererseits ist der Prolog für sich genommen bereits beinahe die Lösung des Rätsels um Hanna und das hat mich auch etwas gestört. Die sich langsam rückwärts und vorwärts bewegende Geschichte wäre viel geheimnisvoller gewesen ohne diese frühe Enthüllung. Das Buch hat einen angenehm lesbaren Stil, aber die vielen irischen Namen und Texte sowie das eingestreute Französisch haben die literarische Melancholie, die über allem schwebte, immer wieder unterbrochen. Dieses Zitat „Doch die Welt, wie sie jetzt war, bestand nicht mehr aus einzelnen Räumen, sondern aus einem Flur, einem langen, namenlosen Flur.“ gibt wieder, wie sich Hanna in den letzten Jahren vor dem ihrem Tod fühlt. Die Protagonisten werden teilweise psychologisch gut in Szene gesetzt, aber vieles bleibt in der Schwebe oder im Dunklen. Im Anschluss an den Epilog, der den Prolog noch einmal inhaltlich aufgreift, findet man ein Glossar und lautsprachliche Hilfen, im E-Book sind die Verlinkungen wirklich hilfreich. Was man nicht findet, das ist ein Nachwort des Autors. Ich hätte gern von ihm erfahren, welche seiner Ideen auf wahren Begebenheiten beruhen, nicht nur wenn es um die irische Volkskunde geht, sondern auch welchen Einfluss der Katholizismus bei allem hatte, wie Muread trotz ihrer katholischen Erziehung ihre selbstgewählte Rolle als Jüdin spielen konnte. Es gab nicht nur im und nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch heutzutage bei großen Unglücken oder Terroranschlägen das Phänomen der Annahme falscher Identitäten. „Gelegenheit macht Diebe.“ Da hätte der Autor seine Leser nicht ohne etwas Erklärendes aus dem Buch entlassen sollen, nicht nur, was Muraed, auch was Samuel betrifft. Fazit: Ein Roman, der in Erinnerung bleibt, aber der bei mir viele Fragen offenließ. Eine Story, die einem Märchen ähnlich ist, Schuld und Sühne inklusive. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

  • beavielleser

    aus Bayreuth

    3/5

    16.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ich hatte mir mehr erwartet

    Levana wächst bei Ihrer Großmutter auf, die sie sehr liebt. Als diese an Demenz erkrankt und sich immer mehr in der Vergangenheit verliert, merkt Levana, dass ihre Großmutter, nicht die ist, für die sie sie gehalten hat. Levana fängt an nachzuforschen. Erzählt wird von einem irischen Mädchen, das sich gezwungen sieht ihre Identität aufzugeben und zu Madame Lazar wird, die ihre wahre Herkunft lebenslang verleugnete. Ich war mit dem Buch nicht richtig zufrieden. Die Geschichte des jungen Mädchens in Irland ist gut geschrieben. Doch die beiden anderen Erzählstränge sind nicht so gut erzählt, es bleiben Fragen offen und sie sind teilweise langatmig.

  • Bewertung

    5/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unglaublich berührende Geschichte, die lange nachhallt

    Madame Lazare von Tadgh Mac Dhonnagáin und ganz wundervoll übersetzt von Elvira Veselinovic ist dieses Jahr bisher mein absolutes Lieblingsbuch. Der Roman spielt in verschiedenen Zeitebenen, an unterschiedlichen Orten und man erlebt die Geschichte gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven, was dem Ganzen jede Menge Tiefe schenkt und mir trotz vieler Wechsel wirklich sehr gut gefallen hat. Ganz besonders wohlgefühlt habe ich mich im Setting der Aran Inseln vor der Westküste Irlands in den 1940er Jahren. Diese Zeit, in der die alten Geschichten durch die Schulkinder Irlands aufgezeichnet und für die Nachwelt bewahrt wurden, fasziniert mich seit jeher. Ganz oft habe ich mich bereits durch diese Aufzeichnungen gelesen und mir vorgestellt, wer diese Geschichten wohl aufgeschrieben hat und generell, wie das Leben in Irland zu dieser Zeit wohl war. In meinen Augen, ist genau dieses Setting und diese Zeit, das Herz der Geschichte. Das große Lebensgeheimnis, um das sich alles dreht und das nach und nach aufgedeckt wird, bewegt mich auch noch ein paar Wochen, nachdem ich das Buch beendet habe. Was für ein Schicksal, was für ein Leben, was für eine unglaubliche Geschichte. Ich kann das Buch wirklich von ganzem Herzen empfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    19.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schon auf Irisch grandios!

    Selten habe ich mich so sehr auf eine Übersetzung gefreut wie diese. Zum ersten Mal habe ich von „Madame Lazare“ gehört, als es eine irische Youtuberin als ihr Lieblingsbuch bezeichnet hat. Wenig später war es in Auszügen Teil eines Irischkurses, den ich belegt hatte. Da ich Familiensagas auf mehreren Zeitebenen liebe, habe ich mir letztes Jahr in Galway das irische Original gekauft und mich erfolgreich durchs Buch gekämpft. Ich wusste schon, als ich es auf Irisch las, dass es gut war, aber um jede Nuance auszukosten, war mein Irisch nicht gut genug (und ist es immer noch nicht). Umso mehr hat es mich gefreut, dass es besagte deutsche Übersetzung nun gibt (und dass sie gut ist!). Ich habe das Buch bereits am Erscheinungstag gelesen und seitdem immer und immer wieder (und manchmal dann auch das irische Original aufgeschlagen) und jedes Mal entdecke ich neue kleine Nuancen. Zum Inhalt: In der Gegenwartsebene ist Levana vor kurzem mit ihrem Partner Armand nach Brüssel gezogen. Ihrer noch in Paris wohnenden Großmutter Hana geht es zunehmend schlechter, sie wird dement und beginnt, französische Wörter zu vergessen und in einer anderen Sprache zu sprechen. Neugierig geworden, da ihre Oma sich immer geweigert hat, über ihre Herkunft zu sprechen, lässt Levana die Worte übersetzen und fängt Recherchen an. Im Paris der Neunzigerjahre bekommen Hana und Samuel Lazare (beide nicht sonderlich orthodoxe Juden) von ihrer krebskranken Tochter Brigitte vor ihrem Tod den Auftrag, ihre Enkelin Levana (Brigittes einziges Kind) im jüdischen Glauben aufzuziehen. Besonders Hana tut sich damit im Laufe der Jahre immer schwerer und wird zunehmend abweisender. Wieder in der Gegenwartsebene: Gearailt ist von Dublin in die Connemara-Gaeltacht gezogen und hält sich mehr oder weniger mit Teilzeitdozentenstellen an der Universität von Galway über Wasser. Seine große Leidenschaft: die Volkskunde, insbesondere die mündliche Überlieferung in Connacht. Auf der Suche nach einem besser bezahlten Job nimmt er eine Stelle als Übersetzer bei der Europäischen Kommission an - zwar gut bezahlt, aber nicht sonderlich spannend. Umso interessanter findet er es, als ihm seine Kollegin eine Aufnahme einer alten Frau zuleitet, die Connacht-Irisch spricht. In den Dreißigerjahren lebt Muraed zusammen mit ihrer älteren Schwester Bríd (Bid) und ihrem geistig behinderten Zwillingsbruder Páraic auf Inis Mór (einer der Aran-Inseln, die zum County Galway gehören, dort wird ein Dialekt des Connacht-Irischen gesprochen). Ihre Mutter ist schon lange verstorben, ihr Vater Tadhg (Timín) ein einfacher Fischer, der eine Vielzahl von traditionellen Gedichten, Geschichten und Liedern kennt, die er auch seinen Kindern beibringt. Umso mehr freut es Muraed, als jedes irische Schulkind Volksgut sammeln muss. Begeistert macht sie sich ans Werk… Ehrlich gesagt war ich am meisten gespannt darauf, wie die Übersetzerin mit den zahlreichen eingestreuten französischen, hebräischen und englischen Wörtern umgeht – zu meiner Freude wurden sie größtenteils unübersetzt gelassen und im ausführlichen Glossar erklärt bzw. übersetzt (allerdings hat sie leider das wunderschöne Connacht-Irische „Deaide“ in „Daddy“ eingeenglischt, aber gleichzeitig Mémé und Pépé in Französisch belassen). Besagtes Glossar enthält auch Aussprachehilfen für Menschen, die mit der irischen Sprache noch keine Berührungspunkte hatten. Ebenso wurde das Nachwort des Autors, sowohl seine Danksagung nicht übersetzt - das ist allerdings Jammern auf höchstem Niveau! Übrigens: Schulkinder in Irland mussten tatsächlich in den Dreißigerjahren Volksgut sammeln – die entsprechenden Sammlungen (teilweise Irisch, teilweise Englisch, je nach Gebiet) sind mittlerweile frei online verfügbar und großteils transkribiert – ein Punkt, worauf auch Gearailt aufmerksam macht. Insgesamt eins meiner absoluten Lieblingsbücher – auch wenn ich sagen muss – wer Irisch zumindest halbwegs lesen kann, kann gerne auch mal mit der deutschen Übersetzung daneben, ins irische Original hereinspitzen, denn selbst die beste Übersetzung kann nicht alle Nuancen (wie beispielsweise die deutlich dialektreicheren Passagen der Árainn-Kapitel) wiedergeben. Absolute Leseempfehlung meinerseits!

Kundinnen und Kunden meinen

5

8

4

3

3

1

2

0

1

0

Bewertungen (12)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Madame Lazare