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Über vier Leben Roman. »Ein beeindruckendes Debüt. Tröstlich und schön.« – Leipziger Volkszeitung

79

Fr. 36.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7904

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.07.2026

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21.6/14/3.5 cm

Gewicht

496 g

Farbe

Camel

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0243-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7904

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.07.2026

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21.6/14/3.5 cm

Gewicht

496 g

Farbe

Camel

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0243-0

Herstelleradresse

Eichborn Verlag
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: telefonmarketing@luebbe.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    26.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unbequem und eindrücklich, ein Buch, das nachwirkt

    Über vier Leben Vier Frauen einer Familie in vier verschiedenen Zeiten, alle haben kein einfaches Leben, kämpfen mit Schicksalen und Krankheiten, führen belastende oder garkeine Beziehungen. Aber wie weit beeinflusst das Schicksal der Mutter das eigene Leben? Geschrieben wurde das Buch von Pauline Hatscher, einer Kultur- und Bildungswissenschaftlerin. Dies ist ihr Debütroman. Das Buch ist bei eichborn erschienen. Es umfasst 350 Seiten und ist eingeteilt in sieben unterschiedlich lange Kapitel. Abwechselnd wird die Geschichte von Mirabell (in den 2020er Jahren), Sabine (1990er Jahre), Lisa (späte 1960er Jahre) und Hannchen (1930er Jahre) erzählt. Die schnellen Wechsel haben mich am Anfang sehr gefordert. Nach und nach konnte ich die Frauen aber immer besser zuordnen und das Lesen wurde einfacher. Beeindruckt hat mich, wie eindrücklich der jeweilige Zeitgeist erfahrbar war. Wellness Lektüre ist das Buch aber nicht. Ich war während des Lesens oft beklemmt, traurig oder sauer und hätte gerne die eine Dame mal geschüttelt. Auch nach Abschluss der Lektüre wirkt das Buch noch in mir nach. Aber ich denke, genau das wollte Pauline Hatscher erreichen. Ich finde, sie hat ein sehr gelungenes Erstlingswerk verfasst. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich bereit für „härtere Kost“ fühlt.

  • Bewertung

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Zeitreise

    Pauline Hatscher hat in ihrem Debüt ein beeindruckendes Buch über die großen Fragen des Lebens geschrieben. Die Biographien von vier Frauen werden rekapituliert. Die Hauptperson Mirabell versucht darin, die Leerstellen und Geheimnisse ihrer Familie zu ergründen und der Sprachlosigkeit der anderen Protagonistinnen eine Sprache zu geben. Geprägt ist das Buch vom vielfachen Perspektivenwechsel: die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern auf verschiedenen Zeitebenen. Das macht die Lektüre kurzweilig und abwechslungsreich. Die Sprünge erfolgen in die verschiedenen Zeiten der 1930er, 1960er, 1990er und 2020er Jahre Mirabell begibt sich auf die Suche, ausgehend von der Feststellung "Etwas ist falsch. Bloß habe ich keine Ahnung, was." So sucht sie nach den Lebensspuren der Urgroßmutter Hannchen, die durch eine schicksalhafte Nacht alles ins Rollen bringt und später verschwindet, nach der Großmutter Lisa, die mit ihrem Leben überhaupt nicht zurechtkommt und es beenden möchte, und schließlich nach ihrer Mutter Sabine, die es nicht schafft, sich von ihrem gewalttätigen Ehemann zu trennen. Bestimmte Themen und Problemlagen vererben sich von Generation zu Generation weiter, aber auch die Sprach- und Fassungslosigkeit dem gegenüber, was das Leben für die einzelnen Handelnden bereithält. Das ist die zentrale, eindringliche Botschaft des Buches. Geprägt ist das Buch von einem wunderbar lakonischen und gut lesbaren Stil. Entstanden ist am Ende ein Buch, das über die Lektüre hinauswirkt. Was für ein beeindruckendes Debüt, man darf schon jetzt gespannt auf das nächste Werk der Autorin sein.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Sprachlosigkeit weitervererbt wird

    Mirabell ist für ihr Studium nach Leipzig gezogen, hat dort aber keinen Anschluss gefunden. Nach ihrem Abschluss bleiben ihre Bewerbungen erfolglos, auch mit Dating-Apps kommt sie nicht zurecht. In der Therapie spricht sie über ihre Einsamkeit und ihre Unfähigkeit, etwas daran zu ändern. Schließlich kommt sie auf die Idee, die Ursachen ihrer Probleme in der weiblichen Linie ihrer Familiengeschichte zu suchen. Über ihre Urgroßmutter Hannchen und ihre Großmutter Lisa weiß sie allerdings nur wenig, und ihre Mutter Sabine meidet tiefere Gespräche. Aus den wenigen Fakten rekonstruiert Mirabell entscheidende Lebensabschnitte der drei Frauen – in der Hoffnung, in deren Leidensgeschichte eine Erklärung für ihr eigenes Unglück zu finden. Mirabells Familiengeschichte wird nicht chronologisch erzählt. In raschem Wechsel erfährt man Bruchstücke aus den Lebensgeschichten der einzelnen Frauen, die Mirabell anhand weniger Fakten in einen möglichen Zusammenhang bringt. Hannchens Leidensgeschichte beginnt im Jahr 1930, als sie nicht nur sexuelle Gewalt erfährt, sondern von der Familie verachtet und schließlich sogar verstoßen wird. Die nichteheliche Tochter Lisa wächst bei der wenig empathischen Schwägerin Erna auf. Ihre Depression wird Ende der 1960er-Jahre nicht adäquat behandelt, und als sie Suizid begeht, ist ihre Tochter Sabine noch zu klein, um wirkliche Erinnerungen an ihre Mutter zu behalten. Obwohl Sabine Mitte der 1990er ganz andere Möglichkeiten für ihre Lebensplanung offenstanden, war der Wunsch nach Ehe und Familie so bestimmend, dass sie dafür alles in Kauf nahm. Für Mirabell ist Sabine die einzige der Frauen, die sie persönlich kennengelernt hat, und die Ehe ihrer Eltern ist als Vorbild für eine eigene, gleichberechtigte und respektvolle Beziehung wenig geeignet. Am Ende ihrer Rekonstruktion hat Mirabell die Geschichte mehrerer Frauengenerationen ihrer Familie aus wenigen Bruchstücken zusammengesetzt – eine Geschichte von Schmerz und Gewalt, vom Leiden unter patriarchalen und fremdbestimmten gesellschaftlichen Strukturen. Sie kann so oder so ähnlich geschehen sein. Sowohl sprachlich als auch vom Erzähltempo und von den Charakterzeichnungen her ist dieses Romandebüt in jeder Hinsicht absolut überzeugend. Man fühlt mit den Frauenfiguren, verzweifelt an der Ungerechtigkeit, die Hannchen erleben musste. Die inadäquate Reaktion auf Lisas Krankheit ist zutiefst deprimierend, das allmähliche Hinführen zu diesem unausweichlichen Schlusspunkt nur schwer zu ertragen. Am schlimmsten war für mich persönlich aber Sabines Geschichte auszuhalten, weil sie eigentlich andere Möglichkeiten hatte. Gleichzeitig sind es aber gerade die Gespräche zwischen Sabine und Mirabell, in denen deutlich wird, wie Verhalten und Sprachlosigkeit in Familien an die nächste Generation weitergegeben werden und deren Leben mitbestimmen. Ein großartiger und sehr empfehlenswerter Roman, der lange nachhallt.

  • Joolte_hoert

    5/5

    09.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über vier Leben

    Ein starkes Debüt über die Weitergabe von Generationstrauma. Können Traumata über die Generationen hinweg weitergetragen werden? Mirabell begibt sich auf die Suche. Sie fühlt sich leer und tritt auf der Stelle. Warum fällt es ihr so schwer einen Partner zu finden? Wieso ist da eine Barriere, die sie davor zu beschützen versucht? Zusammen mit ihrer Therapeutin versucht Mirabell herauszufinden, was in ihrer Familie passiert ist, und wie die einzelnen Generationen gelebt haben. Begonnen mit ihrer Urgroßmutter Hannchen, die durch eine schicksalhafte Nacht alles ins Rollen bringt und später verschwindet. Großmutter Lisa, die mit ihrem Leben überhaupt nicht zurecht kommt und es beenden möchte. Ihre Mutter Sabine, die es nicht schafft sich von ihrem gewalttätigen Ehemann zu trennen. Pauline Hatscher schreibt hier einen fiktiven Roman, der mir sowas von unter die Haut gegangen ist. Die Schicksale der Frauen gingen mir sehr nah. Es gab Sprünge in die verschiedenen Zeiten der 1930er, 60er, 90er und 2020er Jahre, durch die die einzelnen Charaktere nochmal näher gebracht wurden. Die Kapitel hatten angenehme Längen, mal kurz mal etwas länger. Jede Frau kommt zu Wort, und Mirabell versucht zu erahnen weshalb jede ihre Entscheidungen getroffen hat. Ich habe sehr oft mit dem Kopf geschüttelt und war fassungslos wie mit den Frauen umgegangen wurde. Wie sie ihren Männern untergeben waren, wie bevormundend alles zuging. Durch eine Verg€walt1gung dazu verurteilt werden,die Familie verlassen zu müssen. Weil sie Schaden über die Familie bringt. Ich habe ganz oft schlucken müssen, hatte Bauchschmerzen bei den Gedanken. Dieser Roman zeigt sehr gut, wie Trauma weitergegeben wird, über die Generationen hinweg. Und nur weil man es so vorgelebt bekommt, heißt es nicht, dass man es wieder genauso machen muss. Man darf ausbrechen aus diesem Teufelskreis. Jeder sollte ein selbstbestimmtes Leben führen. Ein packendes Debüt, welches ich unbedingt empfehle! Aber Achtung - es beinhaltet wirklich harte Themen. ⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

  • Bewertung

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Highlight

    Wie gut kennst du die Geschichte deiner Familie? Wie viel von unserer Familiengeschichte übertragt sich auf unser Leben und Aufwachsen? Dieser Frage nähert sich Pauline Hatscher in ihrem Debütroman „Über vier Leben“. Ich habe das Buch an einem Tag weggelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Wir begleiten Mirabell, die anfängt, die Geschichte ihrer Mutter, Oma und Uroma zu rekonstruieren. Wir lernen Hannchen im Jahr 1930 kennen, welche durch einen sexuellen Übergriff schwanger wird - etwas, was nicht gern gesehen wurde. Wir treffen auf Lisa im Jahr 1968, die einfach nur die perfekte Ehefrau sein möchte - bis sie dem Druck nicht mehr standhält. Wir lernen Sabine 1994 kennen, die sich in einer schwierigen Beziehung befindet. Und dann ist das Mirabell, die versucht, das ganze zu verstehen. Das Buch hat so viel in mir gemacht. Die Art und Weise, wie die Geschichten verwoben sind, ist so berührend. Man merkt total, wie in jeder Geschichte die Frauen unter dem Patriarchat leiden. Das Trauma und Leid wird an die nächste Generation weitergegeben, es wird geschwiegen, bis Mirabell anfängt, aufzuräumen. Eine wirklich riesige Empfehlung.

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Bewertungen (79)

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  • Zum Bewerterprofil von Nadia Fava

    Nadia Fava

    Orell Füssli Bahnhof St. Gallen

    Buchhändler*in

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    2/5

    04.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    langweilig

    Mir hat der Klappentext gefallen und grundsätzlich mag ich Roman über verschiedene Generationen, aber das konnte mich gar nicht abholen. Bis auf Hannchen, welche irgendwie das Opfer ihrer Zeit (1930er) wurde, fand ich keine der Frauen sympathisch oder konnte deren Handeln nachvollziehen. Ab einem gewissen Punkt war es mir auch egal was mit ihnen passiert (ausser Hannchen), da ich auch nicht das Gefühl hatte, dass es sie interessiert. Wer diese Art von Geschichte mag, sollte meiner Meinung nach zu einem anderen Buch greifen. Von mir gibt es leider keine Empfehlung.

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