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Produktbild: Unmöglicher Abschied

Unmöglicher Abschied Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10303

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.08.2026

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

315

Maße (L/B/H)

19/12.7/2.9 cm

Gewicht

292 g

Farbe

Lachs / Blau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

작별하지 않는다 (We Do Not Part)

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4348-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10303

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.08.2026

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

315

Maße (L/B/H)

19/12.7/2.9 cm

Gewicht

292 g

Farbe

Lachs / Blau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

작별하지 않는다 (We Do Not Part)

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4348-9

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • PucKker

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    14.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eindringlich

    Mit einem schönen Cover und dem Namen Han Kang wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Es ist mein drittes Buch der Autorin – und bisher das beste. Ihr Schreibstil ist unvergleichlich. Still, aber kraftvoll. Viel steht hier zwischen den Zeilen, mit einer Tiefe, die sich erst langsam entfaltet. “Unmöglicher Abschied” beginnt mit einem Anruf: Inseon liegt nach einem Unfall im Krankenhaus und bittet ihre Freundin Gyeongha, auf die Insel Jeju zu fahren, um ihren kleinen weißen Vogel zu füttern. Was wie ein einfacher Gefallen klingt, wird zum Überlebenskampf, als ein Schneesturm die Insel trifft. Gyeongha kämpft sich durch die Kälte, ohne zu ahnen, was sie in Inseons Haus erwartet – die verschüttete Geschichte einer Familie, eng verbunden mit einem lange verdrängten Kapitel koreanischer Geschichte. Ein eindringliches Buch über Freundschaft, Erinnerung und Verlust. Nichts für zwischendurch, aber ein Erlebnis für alle, die sich auf stille, tiefgründige Geschichten einlassen können.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    09.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Die Toten bleiben Menschen

    Ein besonderes Buch. Kein Pageturner, und man braucht etwas Zeit und Geduld. Im Mittelpunkt stehen zwei Freundinnen, die Insel Jeju und ein lange verdrängtes Kapitel der koreanischen Geschichte. Am Anfang hatte ich etwas Mühe mit dem langsamen Tempo und der düsteren Stimmung. Aber je weiter ich gelesen habe, desto stärker wurde das Buch für mich. Es bleibt ruhig und zurückgenommen, selbst wenn es um Dinge geht, die kaum auszuhalten sind. Gerade das hat bei mir funktioniert. Han Kang macht aus dem Grauen kein Spektakel. Sprachlich ist das für mich außergewöhnlich. Sie schreibt unglaublich genau, manchmal fast hyperpräzise. Schnee, Wasser, Feuer, Blut, Hände, Vögel, Knochen – bestimmte Bilder und Motive tauchen immer wieder auf, verändern sich und bekommen mit der Zeit eine immer größere Bedeutung. Und eigentlich ist „bildhafte Sprache“ dafür zu wenig. Han Kang beschreibt nicht nur in Bildern, sie denkt in Bildern. Ein Bild ist bei ihr nicht bloß Illustration eines Gedankens, sondern oft der Gedanke selbst. Gefühle, Erinnerung, Verlust oder Gewalt werden nicht erklärt, sondern in etwas Konkretes übersetzt. Genau das fand ich unglaublich stark. Auch die Grenzen zwischen Gegenwart, Erinnerung und etwas fast Unwirklichem beginnen sich stellenweise aufzulösen. Das wird nicht groß erklärt, aber für mich passt es genau zu einem Buch, in dem Vergangenheit nie wirklich vergangen ist. Es gibt ein paar Längen. Aber das ändert nichts daran, dass ich es am Ende als außergewöhnlich stark empfunden habe. Ein trauriges, dunkles, manchmal fast magisches Buch über Erinnerung, Gewalt und darüber, was von Menschen bleibt. Für mich ein Highlight. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Namie

    5/5

    09.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch und Han Kang haben mich intensiv berührt, beeindruckt und tief erschüttert.

    Intensiv berührt – von der Tiefe und Feinheit-, beeindruckt – von Schreibstil, Poesie, Symbolik und Vielschichtigkeit -, erschüttert – von der Geschichte, dem Schweigen, dem Trauma einer ganzen Generation. „Schnee fällt. Auf meine Stirn und Wangen Auf meine Oberlippe, auf mein Philtrum. Er ist nicht kalt. Er ist so leicht wie Federn. Er wiegt nicht mehr als ein dünner Pinselstrich. Ist meine Haut gefroren? Deckt der Schnee sie zu wie das Gesicht einer Toden?“ Han Kang Unmöglicher Abschied, Seite 119 Wegen eines Unfalls schreibt Inseon ihre Freundin Gyeongha und bittet sie nach Seoul in ein Krankenhaus zu kommen in dem sie noch eine Weile bleiben muss. Inseon hat vor allem einen Wunsch an die Freundin: Sie soll ihr Haus auf der Insel Jeju aufsuchen, um ihren weißen Vogel Ama zu retten, der nicht so lang ohne Futter und Wasser bleiben kann. Da Inseon abgelegen im Landesinneren wohnt und ein Schneesturm einsetzt als Gyeongha auf der Insel ankommt, wird der Weg zur Einsiedelei von Inseon eine Herausforderung. Wird Gyeongha das Haus heil erreichen? Hinter diesem Erzählstrang, erzählt Han Kang in verschiedenen Zeitebenen weitere Geschichten und vor allem die Geschichte eines grausamen Massakers, das zwischen 1948 bis 1950 an der Bevölkerung von Jeju verübt wurde und über das Jahrzehnte hinweg nicht gesprochen werden durfte. Unmöglicher Abschied ist ein Buch tiefer Schwere und großer Gräueltaten, das Han Kang jedoch in feine und leise ja poetische Worte bettet. Ohne der Klarheit des Leides aus dem Weg zu gehen. Im Gegenteil. Es ist ein Aufruf der Verarbeitung, ein Aussprechen dessen, was geschehen ist eine Möglichkeit das Menschen anfangen, wenigstens in nächster Generation, das Trauma solcher Taten zu verarbeiten… und es ist sanfte Trauer. Am Anfang verwirrte mich das Buch und die Schreibweise von Han Kang. Es dauert, bis ich in ihre besondere Vielschichtigkeit, ihren Schreibstil und die verschiedenen Zeitebnen eintauchen kann. Ich muss mir Teile des „mehr“ an Tiefe und Verstehens selbst erarbeiten in dem ich anfange zu recherchieren und mein fast nicht vorhandenes Wissen um Südkorea hat sich nun bedeutend erweitere. Ich bin beeindruckt von Hang Kang; die durch ihre Schreibweise, Zeitsprünge, Symbolik, Poesi, Gegensätze und einer gewissen Ungewissheit ist man im Traum oder in der Wirklichkeit eine unbedingte Aufmerksamkeit fordert. Wer diese dem Buch nicht gibt, wird wahrscheinlich nicht richtig eintauchen können! Das Buch ähnelt dem Sprichwort "das Leben wird vorwärts gelebt und Rückwärts verstanden". Fast genauso ist es mir mit dem Buch ergangen. Während ich es von vorne nach hinten lese, fange ich an den vorderen Teil erst richtig zu verstehen, als ich darauf zurückblicken kann. So lese ich mich im Laufe des Buches auch immer wieder nach vorne zurück. Das Buch bricht Schweigen, klärt auf und schafft nachhaltig Wissen und Interesse; Zumindest bei mir. Ich kann das Buch Jedem empfehlen der bereit ist sich mit einem schweren Thema der Geschichte von Südkorea zu befassen und Zeit und Aufmerksamkeit in das Buch zu Investieren. Es ist keine Lektüre für nebenbei. Es ist jedoch ein Buch, das eine Geschichte erzählt, die schon vor vielen Jahrzehnten hätte erzählt werden müssen. Die dringend erzählt und gelesen werden muss!

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ergreifend und tief beunruhigend

    Han Kang erzählt in “Unmöglicher Abschied” die Geschichte eines kollektiven Traumas. Während die äußere Handlung in der koreanischen Gegenwart spielt, reichen die Erinnerungen und Wunden der Protagonisten weit in die Vergangenheit. Der Beginn des Romans befasst sich mit Gyeongha, die als lebensmüde Frau beschrieben wird, die täglich ein neues Testament verfasst. Beruflich widmet sich Gyeongha Kriegsverbrechen, die sie in ihren Büchern rekapituliert. Es ist zu vermuten, dass ihre Gefühlslage eng mit den Recherchen für diese Arbeit zusammenhängt. Eines Tages wird ihr tristes Dasein durch einen Anruf unterbrochen. Eine Freundin, mit der sie ein gemeinsames Projekt zu den örtlichen Massengräbern plant, ruft sie nach einem Unfall aus dem Krankenhaus an. Sie tritt mit der Bitte an Gyeongha heran, ihren kleinen weißen Vogel zu versorgen, während sie im Krankenhaus liegt, da er sonst sterbe. Geongha macht sich daraufhin auf den weiten Weg zu der Insel, auf der Inseon lebt. Dabei gerät sie in einen Schneesturm und kämpft sich mühsam und mit letzter Kraft zum Haus der Freundin durch. Im Haus findet sie einen leeren Käfig vor. Von da an wird die Erzählung zunehmend brüchiger und fragmentarischer. Gedanken und Bilder, die scheinbar nichts mit der Realität zu tun haben kommen auf, zum Beispiel befindet sich Inseon plötzlich bei ihr im Haus. Gyeongha finder in Inseons Zuhause die Geschichte eines kollektiven Traumas. Inseons Mutter hat in den Jahren 1948/49 die Niederschlagung von Aufständen miterlebt und konnte nur knapp entkommen. Dieses Trauma hat sie auch an Inseon weitergegeben, die sich beruflich ebenfalls mit Gewalt und Tod beschäftigt. Der Aufbau des Romans scheint der Art und Weise, wie traumatisierte Menschen sich erinnern, nämlich fragmentarisch und in blitzartigen Bildern zu entsprechen. Dementsprechend ist es nicht immer leicht, der Handlung zu folgen. Ferner ist der Roman voller Symbolik. Die Farbe ‘Weiß’ ist hierfür ein Beispiel. Der weiße Schnee begräbt die Erinnerungen an das Grauen, der weiße Vogel ist zerbrechlich wie eine Schneeflocke und steht für Lebendigkeit und Gegenwart. Als Gyeongha im Haus ankommt, ist sie dem Schnee entkommen und der Vogel scheint tot zu sein. Damit kann sie auch nicht mehr vergessen, sondern muss sich dem Trauma stellen. Voller Aussagekraft ist auch das Ende, das offen lässt, was mit dem Vogel passiert ist. Han Kang hat keinen leicht verdaulichen Roman geschrieben. Der Leser selbst erlebt die traumatischen Auswirkungen der Gräueltaten unmittelbar mit. Es ist ein Roman, der noch lange nachklingen wird.

  • Wilde_buchjagd

    5/5

    13.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    vielschichtig, grausam und auch wunderschön.

    »Ist hier wirklich jemand zusammen mit mir?, frage ich mich. Jemand, der wie das Licht an zwei Orten gleichzeitig sein kann, jedoch versteinert, wenn man ihn beobachtet? Möglicherweise du?, denke ich im nächsten Moment. Bist du das andere Ende dieses vibrierenden Fadens? Als ob du in deinem Krankenhausbett das Innere eines dunklen Aquariums betrachten würdest, bei dem Versuch, ins Leben zurückzukehren.« In »Unmögliche Abschiede« widmet sich Kang wie bereits in »Menschenwerk« einem erneut gesellschaftlich noch nicht aufgearbeiteten Thema, welches auf historischen Begebenheiten beruht. In ihrer Geschichte beleuchtet sie das Massaker von 1948 auf der Insel Jeju, bei dem Zehntausende Menschen hingerichtet wurden. Eines Morgens wird Gyeongha von ihrer Freundin Inseon ins Krankenhaus gerufen. Aufgrund eines plötzlichen Unfalls musste Inseon ihren geliebten Vogel Zuhause zurücklassen, der, wenn sich niemand um ihn kümmert, sehr bald sterben wird. So begibt sich die Ich-Erzählerin Gyeongha auf die Insel Jeju zu Inseons Haus, das fernab von allem liegt. Der Weg dorthin ist beschwerlich und als dann auch noch ein Schneesturm ausbricht, wird Gyeongha von der Außenwelt abgeschnitten. Doch ist sie nicht alleine, da ein Teil von Inseon unruhig im Haus verblieben ist. Unruhig, da dieser Ort eine grausame Vergangenheit besitzt, die aus dem Boden und den Gegenständen ausatmet, stöhnt und schreit. Gyeongha erfährt immer mehr über die grausamen Geschehnisse von 1948, doch verschwimmt gleichzeitig die Grenze zwischen Erinnerung, Traum und Realität. Die Grenzen überlappen sich nahtlos. Ist es aufgrund eines Fiebertraumes, eines Deliriums der Abgeschiedenheit oder verselbstständigen sich Orte, die unaufgearbeitet und ungeklärt niemals zur Ruhe gekommen sind? Neben vielen Informationen zum Jeju-Aufstand besticht Kang mit einer Sprache, die voll Schönheit, Wucht und Schmerz ist. Dieses Buch ist nämlich auch voll von so schönen Beschreibungen, die das Herz zwischen Schönheit und Grausamkeit hin und her springen lassen. Ein Buch, dass auf 315 Seiten alles zeigt, was Han Kang zurecht zur Nobelpreisträgerin gemacht hat. Ein Buch voll Schmerz, Sinnlichkeit, Freundschaft und menschlichen Abschaum.

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  • Zum Bewerterprofil von Nadia Fava

    Nadia Fava

    Orell Füssli Bahnhof St. Gallen

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    4/5

    01.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine Freundschaft

    Nachdem ich “die Vegetarierin” gelesen habe, war ich gespannt auf das neue Buch von Hang Kang. Es ist definitiv etwas “normaler”, was ich ganz angenehm fand. Die Freundschaft von Inseon und Gyeongha ist etwas ungewöhnlich, aber trotzdem schön beschrieben. Die beschwerliche Reise von Gyeongha nach Jeju und zum abgelegenen zu Hause von Inseon war gut beschrieben, ich konnte es mir gut vorstellen. Beim Klappentext hat mich vor allem angesprochen, mehr über die koreanische Geschichte zu erfahren. Dies wurde für mein Empfinden zu wenig behandelt. Insgesamt aber ein gutes Buch, welches ich empfehlen würde.

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