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Nach der Sonne schauen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19589

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.10.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

256

Maße (L/B)

21/12.8 cm

Gewicht

10 g

Farbe

Beige / Olive

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96708-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19589

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.10.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

256

Maße (L/B)

21/12.8 cm

Gewicht

10 g

Farbe

Beige / Olive

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96708-1

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    5/5

    27.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch

    Im Mittelpunkt des neuen Romans von Martina Hefter ," Nach der Sonne schauen" , steht die Installationskünstlerin Iona Bartschok. Sie zieht mit Ideen für ein neues Projekt in die Natur, in eine große Halle, in ein ehemaliges Tagebaugebiet. Sie will ihre Ruhe haben, die Tür zumachen können und die Welt draußen lassen. Trotzdem drängen sich Elemente wie Hitze, Wasser, Regen, Sturm in ihren Alltag. Und dann läuft ihr eine Hündin, genannt Bella, zu. Sie werden eine Gemeinschaft zu der später noch eine junge Frau, Nova, stößt. Der Roman ist ein Buch der eher leisen Töne in dem aber viele Themen angesprochen werden. Kindheit und familiäre Bindung genauso wie Umweltschutz, Klimaveränderung oder KI, aber auch Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Manchmal muss man Schmunzeln, manchmal ist man tief betroffen: ein Roman, der einen nicht kalt lässt. Geschrieben in einer sehr ruhigen Erzählweise und einem tollen Schreibstil.

  • Bewertung

    5/5

    27.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenig Handlung, viel Gefühl

    Dieses Buch war genau das richtige für mich. Iona Bartschok ist eine eigenbrötlerische Installationskünstlerin und zieht für ein Projekt bei Leipzig in eine halbwegs ausgebaute Halle an einem See. Zum Arbeiten an ihrem Projekt kommt sie aber kaum, stattdessen kümmert sie sich um den KI-Hund eines Bekannten, findet einen echten Hund und eine junge Tätowiererin zieht auch dazu. Allerdings ist für diesen Roman die spärliche Handlung nicht das Wichtigste. Der Roman ist geschrieben aus Sicht der Künstlerin und eine Art Rückblick auf ihr Leben, ein wenig tagebuchartig. Sie erzählt vom Aufwachsen mit den Kühen auf der Alm ihrer Eltern, die Passagen mochte ich immer sehr. Ein paar Einblicke gibt es in die Zeit des Studiums und in das Leben in Leipzig. Ich mochte diesen Roman unglaublich gerne. Die Sprache ist wunderschön und die Stimmung hat sich direkt auf mich übertragen. Iona Bartschok denkt viel nach über sich, die anderen Leute in ihrem Leben, die Umwelt und den Klimawandel und den Zustand der Welt in vielen Jahren. Gleichzeitig ist es ein komplett unaufgeregtes Buch. Wunderschön!

  • Bewertung

    5/5

    27.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Utopie oder Dystopie?

    Die Künstlerin Iona Bartschok verbringt den Sommer in einer ehemaligen Pumpenfabrik in der Nähe von Leipzig. Aber anstatt in der Abgeschiedenheit an ihrem neuen „Zukunfts-Projekt“ zu arbeiten gilt es sich zunächst mit der Gegenwart und Vergangenheit, Bella und Nova und den sommerlichen Wetterkapriolen auseinanderzusetzten. Marina Hefter hat ein wunderbares Buch über eine zunächst unscheinbar wirkende Handlung geschrieben. Viele zukunftsrelevante Themen, die ihre Schatten vorauswerfen, werden verhandelt: Künstliche Intelligenz, Extremwetterereignisse, Energiegewinnung. Der Roman lebt von seiner Bedrohlichkeit, die im Vandalismus an Kunst, neue weltverändernde Technologien, Gewalt an Tieren oder der Natur zum Ausdruck kommt. Tagebau, Umsiedelung, unsichtbare aber tiefe Gräben zwischen Ost- und Westdeutschland. Hitze, Gewitter, Starkregen. Die Liste an Bildern ließe sich noch lange fortführen. Die Sprache des Romans ist sehr bildhaft, aber bleibt dabei immer klar und präzise. Das Buch lässt sich sehr gut und schnell lesen, was jedoch die Gefahr birgt, dass man die Vielschichtigkeit übersieht. Alles in allem kein Wohlfühlroman, aber dennoch eine sensible Auseinandersetzung mit der zukunftsgerichteten Gegenwart, die mich auf jeden Fall abgeholt und berührt hat.

  • Bewertung

    5/5

    26.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atmosphärisch

    Mich hat dieses Buch nicht mehr losgelassen….es „schleicht“ sich langsam ein - in die Gedanken, in die Gefühle… …dabei passiert gar nicht so viel. Aber der Roman umfasst viele aktuelle Themen: Umwelt, Gesellschaft, KI, Vergangenheitsbewältigung, Isolation und Öffnung ins Leben. Mich hat er zum Nachdenken angeregt. (Wie würde ich agieren/reagieren?) Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, er entwickelte eine Sogwirkung auf mich, die Charaktere empfand ich als fein ausgearbeitet und stimmig. Das Cover und auch der Titel gefallen mir sehr gut, ich finde, sie passen gut zu der Geschichte. Über Ionas Vergangenheit/Kindheit bzw. erfährt man erst ziemlich am Ende des Romans etwas, aber dann versteht man sie und ihre Lebensansicht noch viel besser - da gab es für mich einen Aha-Effekt, der mich nochmal tief berührt hat!

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    22.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Kunst und Künstlichkeit

    Iona Bartschok ist Installationskünstlerin und arbeitet gerade an einem Modell, dass das Leben in 5.000 Jahren darstellen soll. Dafür hat sie sich in eine 200 Quadratmeter große Halle im ehemaligen Leipziger Tagebaugebiet zurückgezogen. Begleitet wird sie dabei zunächst nur von KI-Hund Robyn, der als kommender Prototyp eines Hundecompanions von ihr gepflegt und gefüttert werden soll. Persönlich kämpft sie damit, dass ihre Diplomarbeit vom Leipziger Künstlerkollegen Herto Straus diffamiert und verunstaltet wurde. Während draußen Stürme toben und das Klima verrückt spielt, begegnet sie der - diesmal realen - Hündin Bella, die sich als Seelentrösterin entpuppt und Iona ganz nebenbei einen neuen Blick darauf beschert, was Schönheit überhaupt bedeutet... "Nach der Sonne schauen" heißt der neue Roman von Martina Hefter, die 2024 mit dem Vorgänger "Hey guten Morgen, wie geht es dir?" bekanntlich den Deutschen Buchpreis gewann. Erschienen ist er bei Klett-Cotta. Für mich war es die erste literarische Begegnung mit der Leipziger Autorin, die ich zuvor nur auf diversen Lesungen erleben durfte. Umso gespannter war ich darauf, ob mich das Buch überzeugen würde. Bereits die Leseprobe hatte mich in ihren Bann gezogen. Martina Hefter gelingt es nämlich schon auf den ersten Seiten eindrücklich und äußerst plastisch, dieses merkwürdige Konstrukt des Leipziger Neuseenlandes literarisch lebendig werden zu lassen. Vermutlich hätte sich kein anderes Setting für diesen Roman besser geeignet als das ehemalige Tagebaugebiet, das zugleich so künstlich wie kunstvoll ist, das fasziniert und irgendwie doch abstößt. Schnell merkt man, dass die Handlung irgendwo in nicht allzu ferner Zukunft angesiedelt ist, denn noch sind die Winde nicht so stark wie in "Nach der Sonne schauen". Noch ist die Landschaft nicht so vertrocknet und auch die tagelangen sintflutartigen Regenfälle des Romans lassen in der Realität auf sich warten. Hefters milde Dystopie zeichnet sich zwar durch eine permanente unterschwellige Bedrohlichkeit aus, doch "Nach der Sonne schauen" verliert seine Hoffnung ebenso wenig wie die Autorin. Sprachlich besticht das Buch durch poetische Beobachtungen, eine an Simone Weil angelehnte Philosophie der Schönheit, große Empathie für Mensch und vor allem Tier und immer wieder auch sanfte Komik. Wenn Ich-Erzählerin Iona Eier auf einen SUV wirft und anschließend vor Angst fast vergeht, ist dies einnehmend witzig. Wenn sie sich Schritt für Schritt ihrer Liebe für Hündin Bella bewusst wird, ist der Roman zutiefst warmherzig und menschlich. Und wenn abends die Winde wieder einmal um die große Halle wehen, vergeht das Buch fast vor Melancholie in einer zerstörerischen Welt. Da stören auch die merkwürdig anmutenden Namen nicht sonderlich. Trotz des eher langsamen Erzähltempos beinhaltet "Nach der Sonne schauen" zudem zahlreiche aktuelle und gesellschaftsrelevante Themen. Neben dem menschengemachten Klimawandel und dem Unterschied zwischen Natur und Künstlichkeit fragt Hefter nämlich nicht nur nach der Schönheit in der Kunst, sondern auch danach, was Kunst und was Künstler eigentlich dürfen. Der diffamierende Künstler Herto Straus, der über Ionas Baumhaus-Kunstwerk "Bullshit" sprühte, ist ein Anagramm des Herostratus, der den Artemis-Tempel in Ephesos in Brand setzte. So erfahren wir es in den Nachbemerkungen Martina Hefters. Unter Herostratentum versteht man das Verbrechen, aus Geltungssucht Kulturgüter zu beschädigen. So steht es bei Wikipedia. Nun fällt es nicht schwer, an die Misstöne nach der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2024 zu denken. Schon 2025 sagte Hefter im "Süddeutsche Zeitung Magazin" nach ihrer Zurückhaltung gefragt: "Ich glaube, ich kann sowas nur auf künstlerische Weise bearbeiten oder darauf reagieren.“ Dies hat sie nun auf originelle und charmante Art getan. In erster Linie geht es Martina Hefter ohnehin um Verletzungen und Verletzlichkeiten bei Mensch, Tier und Natur. Und es ist gerade die große Empathie für die zahlreichen Tiere des Buches, die auch mein Herz für den Roman öffneten. Selbst Kunsthund Robyn tut Iona irgendwann leid. Doch letztlich ist es dann doch Bella, die am Ende der 270 Seiten den Zweikampf zwischen Künstlichkeit und Natur für ihre Protagonistin entscheidet und mich den Roman hoffnungsvoll zuschlagen ließ.

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