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Produktbild: Kapitulation auf Kommando
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Kapitulation auf Kommando Roman

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

DuMont

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1357 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Overgave op commando

Übersetzt von

Lisa Mensing

Sprache

Deutsch

EAN

9783755812180

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • sehr hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

DuMont

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1357 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Overgave op commando

Übersetzt von

Lisa Mensing

Sprache

Deutsch

EAN

9783755812180

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    12.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiv, verstörend – und sprachlich herausragend

    „Kapitulation auf Kommando“ von Nadia de Vries hatte mich vom Klappentext her sofort angesprochen. Die Umsetzung war dann etwas anders als erwartet: sehr heftig, brutal und verstörend – aber auch sprachlich herausragend, etwas ganz Besonderes.   Die Protagonistin mit dem außergewöhnlichen Namen Schellfisch wächst in einem tristen kleinen Küstenort auf.   „In der Ferne hörte man immerzu das mächtige Meer. Das Meer herrschte über uns alle, vor allem über unsere Lungen und Kehlen, und immer wieder brachte es uns zum uns zum Schweigen. Sein Zorn war grenzenlos.“   Schellfischs Familienverhältnisse sind prekär, ihre Mutter vernachlässigt sie und ist stattdessen mit wechselnden Liebhabern beschäftigt.   „Seit ich erwachsen bin, fühle ich mich wie eine Person, die von einer Krankheit genesen ist. Die Tage des Zwangs waren endlich vorbei, Sprungkasten und Bock musste ich nicht mehr fürchten. Und auch die Launen der Menschen nicht, die sich mir überlegen wähnten. Seit Anbeginn dieser Erkenntnis bin ich nur noch glücklich gewesen. Ich übertreibe lediglich ein kleines bisschen. In den letzten Jahren meiner Jugend gehörte ich einer kleinen Gruppe von Sonderlingen an. Wir kamen alle aus Familien, die von fragilen Menschen angeführt wurden, und der Großteil unserer Erziehung unterlag dem Zufall. Wir wuchsen mit Episoden stumpfer Gewalt auf.“   Auch ihre Freund*innen kommen aus ähnlichen Verhältnissen, was eine Verbindung schafft.   „Meine richtigen Freunde habe ich erst auf der weiterführenden Schule kennengelernt. Sie hießen Jeremy, Duncan und Celine. Wir gingen alle zur selben Schule, die als Förderschule bezeichnet wurde, nicht weil wir besonders gefördert wurden, sondern weil das System uns als unbrauchbar eingestuft hatte. Auf der Förderschule lernten wir keine Fremdsprachen oder Mathe, sondern backten Brot und zimmerten Vogelhäuschen. Einmal mauerten wir eine Mauer. Mit anderen Worten: wir wurden darauf vorbereitet, dienstbar zu sein. Was das betrifft, waren wir Schicksalsgefährten. Allerdings kann ich das Schicksal auf den Tod nicht ausstehen. Ich mag es nicht, wenn sich jemand einmischt, und darin ist das Schicksal besonders gut, genauso wie Astrologen und die Feldjäger, die ich ebenfalls verachte. Doch jetzt schweife ich ab.“   Nach einem grenzüberschreitenden Ereignis in ihrer Clique beschließt Schellfisch, mit einer frischen Narbe im Gesicht in die Stadt zu ziehen. Mittellos und ohne wirklichen Plan möchte sie einen neuen Platz in der Welt finden.   „Kapitulation auf Kommando“ ist keine leichte Kost. Die düstere Grundstimmung, die Trostlosigkeit und die dargestellten (physische, psychische und se*ualisierte) Gewalt sind oft schwer zu ertragen. Sprachlich hat mich dieser Roman jedoch wirklich begeistert. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.   Vielen Dank an den DuMont Verlag und Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar!

  • LG

    4/5

    11.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grausam

    Ich hatte mir den Roman anders vorgestellt. Er ist deutlich grausamer, als ich erwartet hatte, und spart Gewalt, einschließlich sexualisierter Gewalt, nicht aus. Das sollte man vor der Lektüre wissen. „Kapitulation auf Kommando“ erzählt von Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, kaum Chancen bekommen und versuchen, eben auch mit Gewalt und Grausamkeit, ihren eigenen Weg zu finden. Was mir beim Lesen geholfen hat, die ganze Gewalt auszuhalten, war die Sprache, in der erzählt wird. Die Sätze sind klar und unaufgeregt, es wird fast mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Dann wieder berührt einen ein beiläufig eingestreuter Nebensatz. Ich fand es gelungen, wie die Sprache den schweren, bedrückenden Themen Raum gibt, ohne sie zusätzlich dramatisieren zu müssen. Ein intensiver, sprachlich besonderer Roman – allerdings keiner, auf den man wegen der dargestellten Gewalt unvorbereitet treffen sollte.

  • Buch_und_Schule

    4/5

    10.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kompromisslos, konsequent und verstörend

    Schellfisch, die Hauptfigur von Nadia de Vries' zweitem Roman, wächst in einem Dorf an der Küste auf, wo es nur die Stahlfabrik und das Vertriebszentrum gibt, um über die Runden zu kommen. Anders als Schellfischs alleinerziehende Mutter, die sich durch die Arbeit beim Vertriebszentrum über Wasser hält und ihr Kind mit Tiefkühlprodukten verflossener Liebhaber ernährt, möchte Schellfisch diese Art Leben jedoch nicht. An der Förderschule findet sich eine kleine Gruppe aus Jugendlichen zusammen: neben Schellfisch ist es zum einen Jeremy, der seinen Bruder Mert durch einen Autounfall verloren hat und seine Zähne spitz feilen lassen hat, Duncan, der in der Seniorenresidenz die Medikamente Verstorbener mitgehen lässt und Celine, die stets ein Messer in der Tasche und zu jeder Jahreszeit einen Pelzmantel an hat. Die kleine Wahlfamilie aus perspektivlosen Existenzen hält zusammen, bis Schellfisch in den Augen der anderen zu weit geht und eine Abwärtsspirale in der Stadt beginnt, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Nadia de Vries erzählt eine Lebensgeschichte, wie sie zahlreiche zu erzählen wären, würde man den jeweiligen Menschen am Rand der Gesellschaft zuhören. Es sind Menschen, die nichts vom Leben geschenkt bekommen und auch nichts erwarten, dabei doch immer weiter machen, egal welche Grausamkeiten sie erleben. Dabei ist es nebensächlich, ob die Hauptfigur nun weiblich oder männlich gelesen werden sollte und die Autorin lässt dies auch durchgängig offen. Ein Leben ohne Halt, ohne Perspektive und voller Menschen, die unter der Oberfläche Monster sind. Keine leichte Kost und sicher nichts für schwache Nerven, aber eine Lektüre, die noch lange nachhallt in all ihrer Konsequenz. TW: Es wird Vernachlässigung, psychische sowie physische, teils se*ualisierte Gewalt thematisiert.

  • Katharina

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    09.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenige Seiten, die ganz schön viel in sich haben

    Manchmal braucht es gar nicht viele Seiten, um eine Geschichte zu erzählen, die einen wirklich berührt. Kapitulation auf Kommando von Nadia de Vries ist für mich genau so ein Buch. Es ist zwar kurz, hat es aber ganz schön in sich. Gewalt, Ausgrenzung, die Suche nach dem eigenen Platz im Leben und der Versuch, irgendwie seinen Weg zu finden. Das sind alles andere als leichte Themen, und entsprechend bedrückend ist die Geschichte stellenweise auch. Was mich aber besonders begeistert hat, war die Sprache. Nadia de Vries hat eine ganz eigene, besondere Art zu schreiben, die ich gar nicht so leicht beschreiben kann. Ihre Sätze wirken oft ganz einfach und unaufgeregt, und trotzdem steckt so unglaublich viel darin. Manchmal sind es nur wenige Worte, die einen plötzlich mitten ins Herz treffen. Gerade diesen Gegensatz fand ich faszinierend: Die Themen sind schwer und bedrückend, aber die Sprache hat etwas Leichtes, ohne dass dadurch irgendetwas an Tiefe verloren geht. Das muss man erst einmal schaffen. Das Buch ist definitiv keine leichte Kost und auch keines, bei dem man sich nach dem Lesen besonders beschwingt fühlt. Trotzdem habe ich es wirklich gerne gelesen. Vielleicht gerade deshalb, weil die Geschichte gar nicht versucht, ihre schweren Themen künstlich noch dramatischer zu machen, als sie ohnehin schon sind. Es hat mich berührt, nachdenklich gemacht und ist mir wirklich ans Herz gegangen. Und obwohl ich es ziemlich schnell durchgelesen hatte, hatte ich nie das Gefühl, dass die Geschichte aufgrund ihrer Kürze weniger zu erzählen hätte. Kapitulation auf Kommando ist für mich ein kleines, aber sehr intensives Buch. Eines, das zeigt, dass eine Geschichte nicht Hunderte von Seiten braucht, um etwas auszulösen. Wer gerne tiefgründige Literatur liest, sich auch auf bedrückende Themen einlassen kann und eine besondere Sprache zu schätzen weiß, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.

Kundinnen und Kunden meinen

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