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Miriam Burdelski

1. Ist doch schön hier

Ist doch schön hier Roman - SPIEGEL-Bestseller - ein bewegender und humorvoller Debütroman

Gesprochen von
77
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

536

Gesprochen von

Maximiliane Häcke

Spieldauer

9 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

147

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783759903907

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

536

Gesprochen von

Maximiliane Häcke

Spieldauer

9 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

147

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783759903907

Herstelleradresse

Random House Audio [9]
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Fax: +49 89 41363333

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  • Sanne

    aus SH

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Generationen - Drei Frauenschicksale

    Drei Generationen, drei Frauenschicksale – und die Frage, was Heimat und Familie bedeuten. Liesel lebt mit ihrer lethargischen Mutter auf engstem Raum. Der wichtigste Mensch in ihrem Leben ist ihre im Pflegeheim lebende Großmutter Emmi. Diese verliert sich zunehmend in ihrer Demenz – und mit jedem Tag verschwinden weitere Erinnerungen. Daher fasst Liesel den Entschluss sich auf die Spuren der Vergangenheit ihrer Oma ins ehemalige Ostpreußen zu machen. Gemeinsam mit Emmi und deren Pfleger Jascha reist sie nach Polen. Eine Reise, die zu lange verborgenen Familiengeheimnissen führt. Miriam Burdelski ist mit ihrem Debütroman eine zutiefst berührende Geschichte gelungen. Erzählt wird aus Liesels Sicht, die ihre tragische Familiengeschichte herrlich nüchtern und selbstironisch schildert. Dabei sucht sie nach ihrer eigenen Identität und vielleicht auch nach der Liebe. Nach und nach erkennt sie: „Die Suche nach meinen eigenen Zielen wird hier eher zu einer Suche nach vergangenen Geheimnissen.“ (S. 169) Und Geheimnisse gibt es in Liesels Familie einige – mit Entwicklungen, die ich zu Beginn nicht erahnt hätte. Ihre Enthüllung verändert den Blick auf die Figuren und deren Schicksale und hat mich tief berührt. Obwohl der Roman Themen wie Flucht, Demenz, Depressionen, Verlust, Schuld und Vergebung aufgreift, wirkt er niemals erdrückend. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und einfühlsam. Dazu tragen auch die wunderbaren Figuren, wie Pfleger Jascha bei. Er bringt mit seiner unbekümmerten Art wohltuende Leichtigkeit in die emotionale Geschichte. Interessant fand ich, dass die Autorin 2014 selbst die Fluchtroute ihrer Großmutter zurückgelegt hat. Vielleicht fühlt sich die Reise in die Vergangenheit auch deshalb so eindringlich und authentisch an. „Ist doch schön hier“ hat mich gefesselt, mitten ins Herz getroffen und tief bewegt. Ein eindringlicher Roman über familiäre Prägungen, verdrängte Erinnerungen und die Erkenntnis, dass Heimat aus den Menschen besteht, bei denen wir uns zugehörig fühlen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roadtrip voller Schmerz, Liebe und Wahrheit

    Wäre ich mit 19 so mutig gewesen wie die Ich-Erzählerin? Wahrscheinlich nicht. Liesel besucht regelmäßig ihre Großmutter Emmi im Altersheim. Emmis Demenz schreitet voran, doch in ihren klaren Momenten spricht sie immer wieder von ihrer Heimat im ehemaligen Ostpreußen. Da beschließt Liesel, Emmis Fluchtstrecke bis in ihr Heimatdorf Kudern zurückzureisen – für Emmi, aber auch für sich selbst, um mehr über ihre Wurzeln zu erfahren. Die Beziehung zwischen Liesel und ihrer Oma ist so zentral, so liebevoll beschrieben. Man spürt, wie wichtig Emmis in Liesels Leben ist – nicht nur als Bezugsperson, sondern als Bindeglied zu ihren eigenen Wurzeln. Ich fragte mich aber auch, wie es dazu kam, dass ihre Mutter Melanie sie derart vernachlässigt und keine Rolle mehr in der dreiköpfigen Familie spielt. Und dann beginnt das Abenteuer: Liesel macht sich mit Emmi und dem Pfleger Jascha auf den Weg nach Danzig – ein tragikomischer Roadtrip mit so vielen starken Momenten, die ich gar nicht alle aufzählen kann. Es ist Liesels erste Reise, und ihre Aufregung konnte ich nur allzu gut nachfühlen: die Sorge um Emmi, die sie aus der gewohnten Umgebung gerissen hat, die wachsenden Gefühle für Jascha und die Gedanken, die um ihre zurückgelassene Mutter kreisen. Auf dieser Reise erlebt sie Enttäuschungen und Ernüchterungen, aber auch die kleinen, perfekten Momente, die ihr zeigen, was das Leben zu bieten hat. Das allein wäre für mich schon lesenswert gewesen, ohne eine Auflösung zu Emmis Vergangenheit. Doch dann gibt es eine Wendung, die der Geschichte eine völlig neue Dimension verleiht. Ich mochte Liesels lakonischen Erzählton, aber auch die Nebenfiguren wie den Lebenskünstler Jascha, Christine und Dr. Falk. Eine wunderbare, von persönlichen Erlebnissen inspirierte Geschichte über eine junge Frau, die endlich ihre eigene Geschichte versteht, und den Mut hat, neu anzufangen.

  • Nadine Dietz

    aus Pforzheim

    5/5

    30.08.2026

    eBook (ePUB)

    Berührende Familiengeschicht

    Dieser Generationsroman von Miriam Burdelski ist ihr Debüt. Der Klappentext hat mich gleich angesprochen und vorfreudig begann ich diese Geschichte. Im Fokus stehen die 19jährige Enkelin Liesel, Mutter Melanie und Grossmutter Emmi. Das Verhältnis zwischen Liesel und Melanie ist sehr distanziert und konfliktreich. Melanie hat sich kaum um Liesel gekümmert und diese Aufgabe hat Emmi übernommen. Liesel möchte jetzt mehr über die traumatische Vergangenheit ihrer Oma erfahren, die mittlerweile im Altenheim lebt und an Demenz erkrankt ist. Sie möchte nach Ostpreußen reisen. Die Reise ist sehr abenteuerlich und emotional, denn mit an Bord sind der Altenpfleger Jascha und Emmi. Liesel lernt auf dieser Fahrt viel über sich selbst und ihre Familie. Es war sehr berührend mitzuerleben, wie Liesel versucht, ihre Fragen zu beantworten, die das Leben ihrer Grossmutter betrifft. Der Schreibstil ist flüssig und sehr intensiv. Erzählt wird aus Liesels Perspektive und so konnte ich mich noch besser in sie hineinversetzen. Die Handlung umfasst Themen wie Demenz, Familie und Biographie und auch Schuld und Vergebeung. Dieser Roman hat mich sehr bewegt, er hat mich in seinen Bann gezogen, mir waren die Figuren nah und ich habe mit ihnen gelitten und auch gefreut. Für mich war dieses Debüt tiefgründig, wsrmherzig, ehrlich und es hat mich nachdenklich gestimmt. Es gibt eine grosse Leseempfehlung und ich freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Die Schwerkraft der Dinge "

    Liesel plante eine Reise durch Deutschland und Polen zu dem ehemaligen Heimatdorf ihrer Großmutter Emmi als Art Selbstfindungstrip, von dem sie voller Zukunftspläne zurückkehren würde. Sie dachte dort vielleicht die Antworten auf ihre komplizierte Familiengeschichte zwischen Emmi und Melanie-Liesels Mutter, und ihr selbst finden zu können. Jedoch zeigen sich ganz andere Herausforderungen, als der lebensfrohe Altenpfleger Jascha beschließt sie samt ihrer dementen Oma in seinem Auto mitzunehmen. Dadurch sammelt Liesel indes die Erfahrung, dass es wunderschön sein kann, egal wo man ist, wenn man mit Menschen unterwegs ist, die man liebt. Und sie erlebt das erste Mal, dass jemand nur für Liesel selbst da ist. Sie erfährt außerdem gewissermaßen Heilung für ihre ganze schwierige Lebens- und Beziehungssituation vorallem im Zusammenhang mit Melanie. "Ich bin jemand, mit dem man befreundet sein möchte. Ich bin jemand, der mutig ist. Der diese verrückte Reise macht, mit allem, was dazu gehört. Ich bin jemand, der geliebt wird." Der Schreibstil ist einfach und gleichzeitig gehoben, die zahlreichen Umschreibungen von kleinen Details beleben das Geschehen und bringen eine angenehme Langsamkeit, die geringfügig langatmig wirkte. Es sind Abschnitte, die Leichtigkeit und Freude beim Lesen bringen und dann zahlreiche die sentimental machen, dramatisch und trostlos erscheinen- eben wie das echte Leben. Die Aufarbeitung vom Gefühl der Schuld ist genauso gut gelungen, wie die Auseinandersetzung mit offenen Fragen, die zur richtigen Zeit nicht gestellt wurden und regen zu reflektierenden Gedanken mit dem eigenen Leben an. Zudem war die schwierige Thematik von Demenz bei Angehörigen, genauso wie der Alltag mit diesen sehr lebensnah sowie glaubhaft verpackt und brachte von der Zuseherposition witzige und schräge Situationen mit Emmi. "Das alles hier ist das Ziel. Jeder Tag, jede Stunde, jeder Moment." Es wurde erst ab 75% richtig emotional und in den letzten Kapiteln habe ich sogar Gänsehaut bekommen, wodurch sich die Gesamtbewertung, trotz kleiner Längen zu Beginn, so positiv auswirkt. Das Wort "schön" kann ich jetzt jedoch einige Zeit nicht mehr lesen, es wurde defintiv genügend oft verwendet. Fazit: Bei diesem Roman lohnt es sich dran zu bleiben, denn das Ende ist ein sehr gefühlvolles Highlight!

  • Sagota

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    24.08.2026

    eBook (ePUB)

    Sehnsucht nach Familie - eine Spurensuche

    Mit “ist doch schön hier” von Miriam Burdelski legt die Autorin einen einfühlsamen, humorvollen, vielschichtigen und sehr gut zu lesenden Familienroman vor, der die LeserInnen (auch) in die deutsche Vergangenheit und nach Ostpreußen entführt. Verlegt wurde der Débutroman bei Blessing (HC, geb., 384 S.)2026. Liesel beschließt, kurz nach dem Abitur zu den Wurzeln von Emmi, ihrer geliebten Großmutter zu reisen: Nach Kudern in Ostpreußen. Sie sucht Antworten auf Fragen, die mit der Vergangenheit in der Familiengeschichte zu tun haben. Auch die Selbstfindung (welches Studium, wie geht es weiter?) spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Emmi hat sie großgezogen, da ihre Mutter Melanie schon seit Langem in Depressionen verfiel, nur noch zu Hause ist und nicht in der Lage war, sich gut um ihre Tochter zu kümmern. Eines Tages findet Liesel auf einem Kalender den Hinweis “Tag der Entscheidung” - es ist ihr eigener Geburtstag! Was hat es damit auf sich? Der 19jährige Jascha, ein polnischer Mitarbeiter im Pflegeheim “Alte Eichen”, in dem die demente Emmi nun untergebracht ist, bietet Liesel an, sie bis Danzig zu fahren. Als Emmi von den Reiseplänen der Enkelin hört, packt auch sie ihre Koffer - und wird kurzerhand von Liesel und Jascha “entführt”. Melanie findet die Reise der beiden gar nicht gut und muss nun eine Weile sehen, wie sie alleine zurechtkommt (Liesel kümmerte sich mehr um ihre Mutter als dies umgekehrt der Fall hätte sein sollen). Auf der gemeinsamen Reise stellt Jascha fest, dass Liesel gerne etwas erleben würde, aber “nicht weiß, wie das geht” - dieser Umstand sollte sich während der Reise ändern; über Stettin, Wollin und Zopot gelangt die ungleiche Reisegruppe in ein polnisches malerisches Dörfchen, in dem sie ein kleines Häuschen mieten. (Sehr zum Missfallen zweier Nachbarn, die ‘schlechte Erfahrungen mit Deutschen’ machten). Hier wird Liesel selbstbewusster und lässt sich nicht vertreiben. Die kleine Anna flicht eines Nachmittags im Garten das Haar von Emmi und die Mutter (Marta) lädt alle kurzerhand zum Essen ein: Liesel und Jascha revanchieren sich und sowohl Emmi als auch die anderen sind sehr glücklich - wohl wissend, dass ihr Ziel Danzig nun nicht mehr weit entfernt ist (und Liesel immer mehr Zuneigung zu Jascha entwickelt, Nähe zulassen kann und merkt, wie unerfahren sie in Liebesdingen ist, ‘die Spielregeln nicht kennt’. Zwischendurch hat Emmi durchaus klare Momente und man erfährt mit Liesel, was diese im Januar 1945 auf der Flucht nach Westen durchlebt hat; sie erzählt von Tanos, ihrem geliebten Rappen, der in der Ostsee versank und ein Rätsel eines weiteren Familienmitglieds von Emmi wird gelöst, das auf tragische Weise auf der Flucht umgekommen ist. In der Idylle im kleinen polnischen Häuschen erhält Liesel einen Anruf der Polizei: Melanie ist in einem Supermarkt gestürzt! Hier ist die Reise für Emmi und Liesel zu Ende und sie fahren gemeinsam zurück nach Norddeutschland; Jascha bleibt in Danzig, wo er ein Gespräch mit seinem Onkel bezüglich seiner beruflichen Perspektiven führen will. Es war schön, auf der Reise (mit)zuerleben, wie Jascha den Abenteuerwillen von Liesel verstand, herauszukitzeln und ihr wohlmeinend den Spiegel vorhalten konnte. Beide wurden sicher Freunde fürs Leben oder auch mehr. Gegen Ende des Romans muss Liesel (oder Ella?) noch eine Reise unternehmen, die sie diesmal alleine antritt: Ist von dem Haus in Kudern/Ostpreußen noch etwas zu sehen? Was ist mit dem vergrabenen Schatz, in dem Emmis Familie alles Wertvolle im Garten vergraben hatte? Das Nachwort der Autorin besagt, dass sie mit diesem Roman ihrer eigenen Großmutter ein Denkmal setzen und ein Buch gegen das Vergessen schreiben wollte: Dies ist ihr m.E. sehr gut gelungen! Es ist sehr menschlich, zeitweise humorvoll, mit Charakteren, die man allesamt mögen muss und Fragen, die sicher exemplarisch für viele Vertriebene aus Ostpreußen, Pommern und Masuren stehen können. Schicksale, die von Verlust und Hoffnung, von Schuld und Liebe geprägt sind, die sich bis zur übernächsten Generation fortsetzen (können). Ungesagtes, das hier zur Sprache kommt und der Enkeltochter damit ermöglicht, den Bann von Traumatas zu brechen und in ihr eigenes Leben zu starten. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung an alle LeserInnen, die Familien- und Generationenromane mögen und dabei auch den gut recherchierten Bezug zu deutscher Geschichte bevorzugen. 5* von mir

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Bewertungen (77)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Janet Hamann

    Janet Hamann

    Orell Füssli Schaffhausen

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöner Debütroman

    Miriam Burdelski hat mit diesem Debüt einen Roman mit Tiefgang geschrieben. Zwischen Familiengeheimnissen, den Depressionen ihrer Mutter Melanie und der Demenz von Oma Emmi, steht Liesel ganz allein. Zwischen Tragik, Komik und einen auf den Punkt gebrachten Schreibstil, nimmt uns M.Burdelski mit Liesel, dem Pfleger Jascha und Oma Emmi mit auf die Reise in deren ostpreusische Vergangenheit. Ganz klare Leseempfehlung.
  • Zum Bewerterprofil von Maik Eckenstein-Nassian

    Maik Eckenstein-Nassian

    Orell Füssli Basel

    Buchhändler*in

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    3/5

    26.08.2026

    eBook (ePUB)

    Schön, konnte mich aber nicht zu 100% abholen

    Miriam Burdelskis Roman Ist doch schön hier ist eine ruhige und zugleich interessante Geschichte, die sich mit dem Alltag, zwischenmenschlichen Beziehungen und den kleinen Herausforderungen des Lebens beschäftigt. Der Roman zeigt, dass hinter einer scheinbar normalen Umgebung oft viel mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie Menschen mit Veränderungen umgehen und welchen Einfluss andere auf das eigene Leben haben können. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Menschen, die mit unterschiedlichen persönlichen Situationen und Problemen umgehen müssen. Dabei wird deutlich, dass nicht immer alles so schön und unkompliziert ist, wie es nach außen wirkt. Gerade dieser Gegensatz zwischen dem Titel Ist doch schön hier und den Schwierigkeiten der Figuren macht die Geschichte interessant. Die Charaktere wirken dabei nicht vollkommen, sondern haben ihre eigenen Unsicherheiten, Fehler und Wünsche. Dadurch kann man einige ihrer Handlungen gut nachvollziehen, auch wenn nicht jede Figur sofort sympathisch wirkt. Besonders interessant ist die Darstellung des alltäglichen Lebens. Die Autorin konzentriert sich nicht ausschließlich auf große und dramatische Ereignisse, sondern zeigt, wie kleine Situationen und Begegnungen die Menschen beeinflussen können. Dadurch wirkt die Geschichte realistisch und teilweise sehr lebensnah. Gleichzeitig hätte die Handlung an manchen Stellen etwas mehr Spannung vertragen können. Einige Passagen ziehen sich etwas und nicht alle Entwicklungen sind gleich interessant. Trotzdem entsteht insgesamt eine angenehme Atmosphäre, die gut zum eher ruhigen Erzählstil passt. Auch die Sprache ist relativ einfach und verständlich. Miriam Burdelski schreibt so, dass man der Handlung gut folgen kann, ohne dass der Text unnötig kompliziert wirkt. Die Beschreibungen und Gespräche sorgen dafür, dass man sich die Situationen gut vorstellen kann. Allerdings bleibt der Schreibstil meiner Meinung nach teilweise etwas unspektakulär. Zwar passt die ruhige Sprache zur Geschichte, an einigen Stellen hätte ich mir aber etwas mehr Abwechslung oder Spannung gewünscht. Gut gelungen ist die Tatsache, dass der Roman zum Nachdenken über das eigene Leben und den Umgang mit anderen Menschen anregt. Man erkennt, dass eine scheinbar perfekte Umgebung nicht automatisch bedeutet, dass die Menschen darin glücklich sind. Gerade diese Botschaft macht den Roman interessant. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass Veränderungen nicht immer etwas Schlechtes sein müssen und dass man manchmal erst durch schwierige Situationen erkennt, was einem wirklich wichtig ist. Insgesamt ist Ist doch schön hier ein solides und durchaus lesenswertes Buch. Die Geschichte überzeugt vor allem durch ihre realistischen Figuren, die alltäglichen Situationen und die Themen, die einen zum Nachdenken bringen. Allerdings gibt es auch einige ruhigere Stellen, an denen die Handlung etwas langsam wirkt. Deshalb würde ich das Buch nicht als besonders spannend, sondern eher als ruhige und nachdenkliche Lektüre beschreiben. Wer Geschichten über das alltägliche Leben, zwischenmenschliche Beziehungen und persönliche Veränderungen mag, könnte an dem Roman Gefallen finden.

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