Wer ein politisches Statement von einem der eigenwilligsten Schauspieler Hollywoods erwartet, wird überrascht sein. Im Gespräch mit Martin Weiss, CEO von Salzburg Global, äussert sich John Malkovich nicht über Politik, und er möchte es auch nicht. Vielmehr öffnet er sich auf eine Weise, die in Interviews mit ihm selten zu erleben ist: Er spricht über Familie und Kindheit in Illinois, über seinen ungewöhnlichen Weg zum Schauspiel und die prägenden Begegnungen, die ihn dorthin begleitet haben. Er reflektiert darüber, was es für ihn heisst, Amerikaner zu sein, und was diese Identität in einer Zeit bedeutet, in der in seinem Heimatland vieles in Bewegung geraten ist. Und er denkt offen darüber nach, wann er die Schauspielerei vielleicht hinter sich lassen wird...In der "kleinen Reihe mit den grossen Namen" folgt John Malkovich auf den israelischen Filmemacher Amos Gitai. Ort der Aufzeichnung des Gesprächs war wieder Schloss Leopoldskron, Sitz von Salzburg Global, das Persönlichkeiten aus aller Welt zusammenbringt, um Gespräche über drängende globale Probleme zu führen oder eben, wie im vorliegenden Fall, ein sehr persönliches Portrait zu gestalten.
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