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Woody Brown

1. Ein ganz normales Wunder

Ein ganz normales Wunder

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Julian Mehne + weitere

Spieldauer

5 Stunden und 45 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

106

Verlag

Argon

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

EAN

9783732491155

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Erscheinungsdatum

03.09.2026

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Fassung

ungekürzt

Medium

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Anzahl Dateien

106

Verlag

Argon

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

EAN

9783732491155

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  • AnnaLovesBooks23

    4/5

    14.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein wichtiges und berührendes Hörbuch, das mir durch seine verschiedenen Perspektiven besonders gut gefallen hat.

    Erster Satz: „Du hast Verwirrung und Verzögerungen verursacht.“ So beginnt ein Hörbuch, das mich vor allem durch seine unterschiedlichen Perspektiven überzeugt hat. Wir lernen Menschen mit Autismus kennen, Angehörige und auch diejenigen, die in der Einrichtung Upward Bound arbeiten. Dadurch bekommt man einen viel umfassenderen Einblick in das Leben der Figuren. Besonders gut fand ich die Kapitel aus den unterschiedlichen Sichtweisen. Gerade bei Walter, der nicht sprechen kann, fand ich es interessant, so nah an seinen Gedanken und Gefühlen zu sein. Von außen lässt sich oft gar nicht erkennen, was in einem Menschen vorgeht. Hier bekommt man genau diesen Einblick und versteht dadurch vieles besser. Für mich macht das auch die Bedeutung des Buches aus. Es geht nicht nur um Autismus, sondern darum, wie Betroffene damit leben, wie Angehörige damit umgehen und wie Menschen in ihrem Umfeld sie wahrnehmen. Der Autor schafft es, diese verschiedenen Seiten zusammenzubringen, ohne dass die Geschichte belehrend wirkt. Ein Moment gegen Ende hat mich dann richtig überrascht. Ich dachte nur: Oh wow, krass. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, weil ich an dieser Stelle auf keinen Fall spoilern möchte. Ich fand diesen Moment sehr heftig und gleichzeitig unglaublich gut eingebaut. Gerade weil das, was dort passiert, tatsächlich möglich ist, hat es mich noch einmal besonders berührt. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren haben mir gut gefallen und die Atmosphäre hat für mich sehr gut zur Geschichte gepasst. Der Schreibstil ist angenehm und die Geschichte lässt sich durch ihre knapp sechs Stunden Hörzeit auch schnell hören. Interessant fand ich außerdem, dass Woody Brown selbst Autist ist. Das hat für mich noch einmal einen anderen Blick auf seine Perspektiven und die Art gegeben, wie er die Figuren beschreibt. Als Hörbuch hat es für mich sehr gut funktioniert. Die Sprecherleistung war super und hat total zur Geschichte gepasst. Ein Highlight war Ein ganz normales Wunder für mich nicht. Dafür hat mir insgesamt noch ein bisschen etwas gefehlt. Die Geschichte hat mich unterhalten, zum Nachdenken gebracht und an einigen Stellen berührt, aber sie ist mir nicht als eines dieser Bücher im Gedächtnis geblieben, die mich komplett mitnehmen. Vier Sterne gibt es von mir trotzdem sehr gerne. Vor allem, weil ich das Thema unglaublich wichtig finde und Woody Brown es schafft, verschiedene Perspektiven zu zeigen, ohne die Menschen dahinter auf ihre Diagnose zu reduzieren.

  • Lulia

    5/5

    16.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Gemeinsamkeiten und Unterschieden auf den zweiten Blick

    Die Geschichte erzählt vom Alltag und den Erlebnissen der sowohl betreuten als auch der betreuenden Menschen in der Einrichtung für neuroatypische Erwachsene namens Upward Bound. Die angenehm stille Handlung ist geprägt von sich wechselnden und manchmal zeitlich springenden Erzählperspektiven der einzelnen Charaktere und erzeugt dadurch einen besonders facettenreichen Blick auf die Erlebnisse in der Einrichtung und drumherum. Bei den Protagonisten stehen sowohl die Schützlinge als auch die in der Einrichtung beschäftigen Personen im Mittelpunkt des jeweiligen Handlungsabschnittes, die durch die detaillierten inneren Monologe eine gelungene Tiefe erhalten. Wer angenehm stille Geschichten mitten aus dem Leben mit außergewöhnlichen Perspektiven mag, wird hier fündig. Der Schreibstil ist klar, abwechslungsreich und von einem leisen Humor durchzogen. Einziger Minuspunkt: Aufgrund der etwas verwirrenden Zeitsprünge in der Handlung würde ich 4,5 Punkte vergeben. Da dies aber nicht geht, runde ich auf 5 Punkte auf. Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  • Sternzauber

    aus Düren

    5/5

    16.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensive Einblicke in eine verborgene Welt

    Ich mag das Cover von „Ein ganz normales Wunder“ von Woody Brown sehr. Die Farben harmonieren wunderbar miteinander, ergänzen und wiederholen sich, aber auch das ausschnitthafte Bild passt wunderbar zum Buch, denn ein Element des Inhalts wird darüber sichtbar. Woody Brown erzählt in seinem Roman aus dem Alltag einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung und es wird schnell deutlich, wie viele Schicksale und Leben hier aufeinander treffen. Da wird von Mitarbeitenden, aber auch „Schützlingen“ erzählt und es kommen sowohl Menschen zu Wort, die sich im Kosmos der Tagesstätte bewegen, als auch Individuen von Außerhalb. Etwas ganz Besonderes ist die Tatsache, dass Woody Brown als erster nicht-sprechender Autist einen Abschluss an der UCLA erreicht hat und dieses Buch quasi mit „Insiderwissen“ verfassen konnte. Ich kann nicht beurteilen, wie viele autobiographische Elemente er in diesem Buch verarbeitet hat, aber die Einblicke in das Leben autistischer Menschen wirken auf mich sehr eindrücklich, sehr echt, berührend und authentisch. Dieser Umstand ist für mich auch direkt das absolute Highlight des Buches, denn ich fand es unglaublich beeindruckend und bewegend so intensiv in eine Welt eintauchen zu dürfen, zu der ich bisher absolut keinen Zugang hatte. Die Geschichte öffnet damit Augen und Herzen und kann bestimmt zu einem besseren Austausch, einem größeren Verständnis zwischen sprechenden und nicht-sprechenden, beeinträchtigten und nicht-beeinträchtigten Menschen beitragen, was meiner Meinung nach sehr wünschenswert wäre. Dieses Buch ist definitiv keine Wohlfühllektüre und trifft uns LeserInnen auch teilweise an schmerzhaften Stellen. Es lässt uns mitleiden, traurig den Kopf schütteln und regt zum Nachdenken, Hinfühlen und Hinterfragen an. Dadurch wartete es mit einer Tiefe auf, die mich sicherlich noch lange beschäftigen wird, aber es ist ein wertvolles, ein wichtiges Wachrütteln. Und trotz aller Ernsthaftigkeit und bedrückenden Themen, hat das Buch auch etwas Hoffnungsvolles und ich hatte Freude daran es zu lesen. Besonders ist an diesem Buch zudem die Erzählweise, denn der Autor setzt seine Welt der Tagesstätte aus ganz verschiedenen Einblicken, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und Elementen zusammen. So entsteht im ersten Moment vielleicht der Eindruck von einzelnen Kurzgeschichten über verschiedene Personen, doch durch verbindende Elemente ergibt sich immer mehr ein ganzheitliches Bild. Dieses Buch ist wie ein Puzzle und wir erhalten einzelne Teile, aus denen sich nach und nach ein ganzes Bild zusammen setzt. Dieses ist für mich sehr stimmig und rund, so dass ich das Zusammenfügen sehr genießen und berührt abschließen konnte. Auch der Umstand, das einzelne Geschichten zunächst vielleicht nicht ganz abgeschlossen wirken, passt hervorragend zur Erzählweise und bildet für mich ein sehr stimmiges Stilmittel – jene, die das Buch bereits gelesen haben, wissen bestimmt, was ich meine. Und erwähnen möchte ich noch, dass ich finde, dass sich in diesen Kosmos der Tagesstätte ganz intensiv eintauchen lässt. Woody Brown gelingt es, einen Sog zu erzeugen, der mich mit jedem Puzzleteil tiefer hat eintauchen lassen und mit der Zeit hatte ich das Gefühl, mich selber in der Umgebung dieser Menschen zu befinden – einfach toll! „Ein ganz normales Wunder“ hat mich sehr überrascht, denn ich hatte weder mit einer solchen Intensität, noch mit so vielen tiefen und interessanten, wenn auch oft bedrückenden Einblicken gerechnet. Für mich ist das Buch daher ein absolutes Highlight und neben der persönlich erhellenden Wirkung, könnte ich mir auch vorstellen, dass dieses Buch die Fähigkeit hat, uns als Gesellschaft zu erreichen und vielleicht kleine positive Veränderungen in der Sichtbarkeit für Menschen mit Beeinträchtigung zu erwirken – ich fände das wundervoll! Allerdings ist es auch ohne „große Ziele“ einfach ein tolles Buch und ich wünsche ihm ganz viele begeisterte LeserInnen – viel Freude beim Eintauchen!

  • Nadine Dietz

    aus Pforzheim

    5/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend und lebensnah

    Im Rahmen der diesjährigen Aktion @deutschlandliesteinbuch durfte ich diesen tiefgründigen Debürroman von Woody Brown lesen. Er schrieb Geschichten als nicht sprechender autistischer Absolvent der UCLA, wo er ausgezeichnet wurde. Im Fokus steht der Autor, der uns durch seine Brille die anderen Menschen mit Behinderungen und die Pfleger in der Tagesstätte näherbringt. In wechselnden Perspektiven werden ihre Gedanken und Gefühle beschrieben und dies hat mich sehr berührt. Auch ein Mensch, der sich nicht mitteilen kann, verdient Respekt und er möchte mit in die Gemeinschaft einbezogen werden. Die kurzen Kapitel haben mich nachdenklich gemacht und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Woody Brown beschreibt feinfühlig und auch mit Humor und Wärme seine Protagonisten und ich möchte euch diesen tiefgründigen Roman ans Herz legen, um Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen aus dem Weg zu räumen und ihnen auf Augenhöhe gegenüberzutreten. Ein wundervolles Buch, das mir im Gedächtnis bleiben wird.

  • Carina

    aus Bochum

    5/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kennst Du einen Autisten, kennst Du einen Autisten. Punkt!

    Als Mutter einer mittlerweile 15jährigen Asperger-Autistin war das Buch „Ein ganz normales Wunder“ von Wally Lamb für mich ein ganz besonderes Buch. Da ich nie Klappentexte lese, wusste ich zunächst nicht, worauf ich mich beim Lesen einlasse. Gefunden habe ich eine warmherzige, interessante, humorvolle und auch lehrreiche Geschichte über Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht neurotypisch sind. Durch meine enge Verknüpfung mit Menschen im Spektrum habe ich gedacht, dass mir viele Dinge geläufig sind. Dass das ganz und gar nicht der Fall ist, habe ich beim Lesen des Buches bemerkt. Ich war oft sehr traurig, insbesondere wenn die Protagonisten auf so umfangreiche Weise missverstanden oder ihr Verhalten so dermaßen falsch gedeutet wurde, wie Wally Lamb es beschreibt. Eigentlich ist es ganz einfach: Kennst Du einen Autisten, kennst Du einen Autisten. Punkt! Ich möchte eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen – ob man nun mit dem Thema Berührungspunkte hat oder auch nicht.

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    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

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    5/5

    09.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bereichernde, einfühlsame Lektüre

    Woody Brown erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven, mal in der ersten, mal in der dritten Person, von einer Betreuungseinrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderung. Walter ist der erste, den wir kennenlernen und der uns mitnimmt nach Upward Bound, der uns erzählt von seinem Leben als nicht-sprechender Mensch mit Autismus. Wie wird er wahrgenommen? Wie ist sein Erleben? Und in welch krassem Missverhältnis steht das eine zum anderen? Jedes Kapitel ist aus einer anderen Perspektive geschildert, manche davon wiederholen sich. Die Kapitel bauen nicht chronologisch aufeinander auf, manche Kapitel betrachten bereits erzähltes nochmal aus einem anderen Blickwinkel. Das Ergebnis ist enorm bereichernd, öffnet es neurotypischen Lesenden die Augen für die Vielfältigkeit, Lebendigkeit neurodivergenten Lebens. «Die Geschichte meiner Leute wird nicht erzählt, oder sie wird falsch erzählt. Kein neurotypischer Mensch kann diese Geschichte erzählen. Keine hübsche Schauspielerin, kein kluger, aber normaler Schriftsteller kann Ihnen sagen, wie es ist. Meine Narbe ist eine Hieroglyphe, die mir sagt, dass ich die Geschichte selbst erzählen muss.» Woody Brown schreibt einfühlsam, offen, ehrlich, aber auch frustriert und aufrüttelnd vom Leben mit Behinderung, von Ausgrenzung, von der finanziellen und emotionalen Belastung der Familien, die von Politik und Gesellschaft spätestens mit Volljährigkeit der Betroffenen sich selbst überlassen werden. Ein Buch, das den eigenen Horizont erweitert und vielleicht schon im Kleinen Veränderungen hervorruft. Aus dem Amerikanischen von Stephan Kleiner.

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