Eine grauere Sprache Paul Celans Poetik der Mehrsprachigkeit
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Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
15.12.2025
Verlag
De Gruyter OldenbourgSeitenzahl
490 (Printausgabe)
Dateigröße
10087 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783112225417
'An Zweisprachigkeit in der Dichtung glaube ich nicht'. Wie kommt der multilinguale Autor Paul Celan zu solch einer Aussage und wie verhält sie sich zu seinem mehrsprachigen Werk? Während Celans Lyrik von verschiedenen Nationalsprachen, Dialekten und Fachsprachen geprägt ist, äussert sich der Autor in poetologischen Reflexionen immer wieder skeptisch gegenüber literarischer Polyglossie. Dabei bedient sich Celan eines Vokabulars der Farben, das Vorstellungen von Ein- und Mehrsprachigkeit auf erhellende Weise ins Bild setzt. Die Arbeit beleuchtet dieses Sprach- und Farbdenken in seiner Verflochtenheit mit den politischen Farbensprachen der 1950er und 60er Jahre und entwickelt farbtheoretisch inspirierte Ansätze zur Erforschung multilingualer Texte. Im Zentrum steht Celans Idee einer ¿graueren Sprache¿, die als mehrsprachige Sprache neu gelesen wird. Diese Relektüre des berühmten poetologischen Konzepts setzt innovative Impulse für die Celan-Forschung und situiert Celans ¿grauere Sprache¿ im Kontext zeitgenössischer Debatten um Sprachgemeinschaft, Universalismus und bunte Vielfalt in der frühen Bundesrepublik.
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