Meine letzte RezensionDer Wal und das Ende der Weltvon John Ironmonger
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Joe, der im kleinen Fischerdorf St. Piran angespült wird. Er wird grösstenteils herzlich aufgenommen und erst nach und nach erfahren wir die Beweggründe, die Joe veranlasst haben seinen Job als Analyst aufzugeben und seine Stadt zu verlassen. St. Pirans Bewohner führen ein beschauliches Leben, doch plötzlich wird ihre Gemeinschaft durch eine drohende Pandemie und eine globale Krise bedroht. Was ahnte Joe davon? Und wie werden die Menschen auf diese drohende Gefahr reagieren?
Anfangs brauchte ich etwas Zeit, um in die Geschichte reinzukommen. Doch dann hat sie mich immer mehr gefesselt. Mir hat die Beschreibung der eingeschworenen Gemeinschaft von St. Piran mit ihren eigenwilligen und sympathischen Charakteren sehr gut gefallen. Beeindruckt haben mich die Parallelen, die sich zur Coronakrise ziehen lassen und zudem die Fragen: Ist unsere Gesellschaft nur drei volle Mahlzeiten von der Anarchie entfernt? Oder sind es Mitgefühl und die Verbundenheit der Gemeinschaft, die in einem Ausnahmezustand überwiegen? Und wie fragil ist unsere globale Wirtschaft, in Zeiten der Angst? Ich war verblüfft zu erfahren, dass die Originalfassung dieses Romans bereits 2015 geschrieben wurde, also noch einige Zeit vor Corona.
Diese unterhaltsame Geschichte gibt Hoffnung und stellt die Menschlichkeit in den Mittelpunkt.