Beethoven Der einsame Revolutionär.
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.03.2012
Verlag
C.H.Beck DigitalSeitenzahl
832 (Printausgabe)
Dateigröße
3847 KB
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Andreas Ecke
Sprache
Deutsch
EAN
9783406631290
«Dieses junge Genie verdiente Unterstützung, dass er reisen könnte. Er würde gewiss ein zweiter Wolfgang Amadeus Mozart werden, wenn er so fortschritte, wie er angefangen.» Magazin der Musik, 1783
Als Ludwig van Beethoven - vermutlich am 16. Dezember 1770 - in Bonn geboren wurde, liess nichts auf die einzigartige Bedeutung erahnen, die er in der Musikwelt seiner Zeit und künftiger Jahrhunderte erlangen sollte. Zwar entstammte er einer Musikerfamilie, doch hatten Familienangehörige vorangegangener Generationen musikalisch kaum mehr als einen lokalen Bekanntheitsgrad erlangt; dafür aber weiss die Überlieferung von seelischen Problemen und einer fatalen Neigung zum Alkohol in seinem engsten Verwandtenkreis. Vor diesem familiären Hintergrund fällt es schwer, den Werdegang Beethovens zur Ausnahmeerscheinung zu verstehen, ohne den Begriff «Genie» zu bemühen. Jedenfalls erhielt der kleine Ludwig eine klassische Ausbildung zum Musiker, in deren Verlauf bereits früh sein aussergewöhnliches Talent bemerkt wurde und sich bald in Gestalt des Berufsmusikers Christian Gottlob Neefe ein Lehrer und Förderer fand, der richtungsweisend auf Beethovens weiteren Weg einwirkte. Und der führte unabweislich nach Wien, wo Beethoven bei grossen Meistern seiner Epoche - allen voran Joseph Haydn, aber auch Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri - lernen und Zugang zu dem Kreis der Fürsten Karl von Lichnowsky und Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz finden sollte. Er nahm Wien nicht im Sturm: Das Revolutionäre seiner Kompositionen - seiner Orchester- und seiner Klavierwerke - war zum Leidwesen des Komponisten nicht unumstritten, aber letztlich doch bezwingend; und so drang sein Ruhm bis zur kaiserlichen Familie vor, deren Spross, Erzherzog Rudolph von Österreich, schliesslich sein Schüler wurde. Doch alle musikalischen, gesellschaftlichen und mitunter auch finanziellen Erfolge linderten kaum die Verzweiflung, die Beethoven empfand, als er sich bewusst wurde, dass er - vermutlich als Spätfolge einer Infektionskrankheit - allmählich ertaubte und dass er wegen der herrschenden Konventionen niemals seine «unsterbliche Geliebte» würde heiraten können. Aber er trotzte seinem Schicksal und schuf Werke, deren bestürzender Schönheit wir uns bis auf den heutigen Tag nicht entziehen können. Jan Caeyers hat Leben und Werk Beethovens in einer von grosser Sympathie für seinen Protagonisten getragenen, aber nie hagiographischen Biographie zusammengeführt und zugleich ein faszinierendes Epochenporträt entworfen.
Abbildungen können aus lizenzrechtlichen Gründen leider nicht im E-Book angezeigt werden.
Als Ludwig van Beethoven - vermutlich am 16. Dezember 1770 - in Bonn geboren wurde, liess nichts auf die einzigartige Bedeutung erahnen, die er in der Musikwelt seiner Zeit und künftiger Jahrhunderte erlangen sollte. Zwar entstammte er einer Musikerfamilie, doch hatten Familienangehörige vorangegangener Generationen musikalisch kaum mehr als einen lokalen Bekanntheitsgrad erlangt; dafür aber weiss die Überlieferung von seelischen Problemen und einer fatalen Neigung zum Alkohol in seinem engsten Verwandtenkreis. Vor diesem familiären Hintergrund fällt es schwer, den Werdegang Beethovens zur Ausnahmeerscheinung zu verstehen, ohne den Begriff «Genie» zu bemühen. Jedenfalls erhielt der kleine Ludwig eine klassische Ausbildung zum Musiker, in deren Verlauf bereits früh sein aussergewöhnliches Talent bemerkt wurde und sich bald in Gestalt des Berufsmusikers Christian Gottlob Neefe ein Lehrer und Förderer fand, der richtungsweisend auf Beethovens weiteren Weg einwirkte. Und der führte unabweislich nach Wien, wo Beethoven bei grossen Meistern seiner Epoche - allen voran Joseph Haydn, aber auch Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri - lernen und Zugang zu dem Kreis der Fürsten Karl von Lichnowsky und Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz finden sollte. Er nahm Wien nicht im Sturm: Das Revolutionäre seiner Kompositionen - seiner Orchester- und seiner Klavierwerke - war zum Leidwesen des Komponisten nicht unumstritten, aber letztlich doch bezwingend; und so drang sein Ruhm bis zur kaiserlichen Familie vor, deren Spross, Erzherzog Rudolph von Österreich, schliesslich sein Schüler wurde. Doch alle musikalischen, gesellschaftlichen und mitunter auch finanziellen Erfolge linderten kaum die Verzweiflung, die Beethoven empfand, als er sich bewusst wurde, dass er - vermutlich als Spätfolge einer Infektionskrankheit - allmählich ertaubte und dass er wegen der herrschenden Konventionen niemals seine «unsterbliche Geliebte» würde heiraten können. Aber er trotzte seinem Schicksal und schuf Werke, deren bestürzender Schönheit wir uns bis auf den heutigen Tag nicht entziehen können. Jan Caeyers hat Leben und Werk Beethovens in einer von grosser Sympathie für seinen Protagonisten getragenen, aber nie hagiographischen Biographie zusammengeführt und zugleich ein faszinierendes Epochenporträt entworfen.
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Bewertung am 06.10.2021
Bewertungsnummer: 1583329
Bewertet: eBook (ePUB)
Früh in seinem Leben musste sich Beethoven schon behaupten. Der zornige Rebell war das Gegenteil eines Duckmäusers. Er wusste um seine Fähigkeiten und stritt offensiv für seine Belange. Der Verlust seines Hörvermögens drängte ihn zusätzlich in eine Isolierung, aus der aber letztendlich diese Meisterwerke entstanden. Kein leichtes Leben hatte er in Wien. Sein schwieriger Charakter machte vieles kompliziert. Der Wunsch eine Frau zu finden, blieb unerfüllt. Ein Monolit in der Musikgeschichte, an dem sich viele Komponisten abarbeiten mussten. Eine sehr lesbare umfangreiche Biografie, in der Leben und Werk ausführlich dargestellt werden.