Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra gelesen von Thomas Gehringer „O Mensch! Gib acht! Was spricht die tiefe Mitternacht? »Ich schlief, ich schlief –, Aus tiefem Traum bin ich erwacht: – Die Welt ist tief, Und tiefer als der Tag gedacht. Tief ist ihr Weh –, Lust – tiefer noch als Herzeleid: Weh spricht: Vergeh! Doch alle Lust will Ewigkeit –, – will tiefe, tiefe Ewigkeit!«“ (Nietzsche)
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Marc
aus Bielefeld
5/5
23.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Eine philosophische Komposition, die nicht für jedermann / jedefrau geeignet ist
In dem Werk spricht Nietzsche vielerlei Dinge des Lebens an. Seine Darstellungsweise ist gewöhnungsbedürftig.
Die Inhalte sind manchmal treffender denn je, manchmal jedoch auch klar veraltet.
Er betrachtet alles im Hinblick auf den Übermenschen, der den regulären Menschen ablösen wird. (Ob das jetzt gut ist oder nicht sei mal dahingestellt)
Nietzsche bietet eine Lösung für existenzielle Krisen an. Dabei formuliert er es auf einer fast schon literarischen, schönen und synästhetischen Weise.
Hier zwei Beispiele:
„Niemand redet mit mir. Der Frost der Einsamkeit macht mich zittern.“
„Aber bei meiner Liebe und Hoffnung beschwöre ich dich: wirf den Helden in deiner Seele nicht weg! Halte heilig deine nächste Hoffnung.“
Bewertung
aus Leverkusen
5/5
03.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Es ist halt ein Buch für Alle und Keinen...
"Wahrlich, ich nahm euch wohl hundert Worte und eurer Tugend liebste Spielwerke; und nun zürnt ihr mir, wie Kinder zürnen.
Sie spielten am Meere – da kam die Welle und riß ihnen ihr Spielwerk in der Tiefe: nun weinen sie.
Aber dieselbe Welle soll ihnen neue Spielwerke bringen und neue bunte Muscheln vor sie hin ausschütten!
So werden sie getröstet sein; und gleich ihnen sollt auch ihr, meine Freunde, eure Tröstungen haben – und neue bunte Muscheln! –"
Bewertung
aus Wien
3/5
21.12.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht ganz leicht.
Bei dem Buch werden die Meinungen weit auseinander gehen. Er ist ein brutaler Philosoph, der in seiner eigenen Welt lebt. Ich weiß nicht, ob jemand verstehen kann, was Nitzsche mit diesem Buch wirklich aussagen will. Einmal lesen reicht für mich.
Bewertung
aus Bern
2/5
07.06.2010
Buch (Gebundene Ausgabe)
sehr zweifelhaft
Der Text mag noch historisch interessant sein, aber was die Aussagen bezogen auf die heutige Zeit betrifft, so wirkte es auf mich nach rund 50 Seiten nur noch nervig. Was da an Seifenblasen und unreflektiertem Pathos drinsteht, lässt es zu einem undefinierbaren Gebräu schwinden. Wir haben es mit einem kinderlosen Theoretiker zu tun, der in Einsamkeit langsam dem Wahn verfällt. Im Zarathustra scheint mir dieser Wahn bereits auszubrechen. Nun ist das sehr tragisch, es gibt nichts zu lachen und Nietzsche kann ja nichts dafür. Was mich aber erstaunt, ist die Tatsache, dass er immer wieder als Beispiel zitiert wird, von links bis rechts und oben bis unten. Vielleicht nur, weil er eben in einem sehr eigenwilligen Stil schrieb. Das rechtfertigt aber nicht die aufgeblasenen Rezeptionen, die dieses wirre Werk hervorruft. Ein paar Wahrheiten stehen in jedem Buch. Wenn aber alles quasi für bare Münze gehalten werden soll, dann verfällt man der Einfältigkeit, Sensationslust oder Boulevard-Philospphie. Hinterfragt und analysiert man den Text, so wird erstaunlich schnell vieles unhaltbar nach heutiger Erkenntnis und es verläuft im Sumpf der Oberflächlichkeit, die uns auch nicht weiter hilft, als bisher schon.
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5/5
25.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Ode an den Willen und die...
Eine Ode an den Willen und die Selbstbestimmung.
Bewirkt ein Hochgefühl während des Lesens und spornt ungemein an.
Einige unzeitgemässe Passagen (z.B. über die Stellung oder Rolle der Frau) kann man getrost ignorieren.