Produktbild: "Weibliche Angelegenheiten"

"Weibliche Angelegenheiten" Handlungsräume von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.01.2018

Verlag

Hamburger Edition HIS

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

1738 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783868549287

Beschreibung

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

15.01.2018

Verlag

Hamburger Edition HIS

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

1738 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783868549287

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  • Bewertung

    1/5

    15.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Theoretischer Overkill statt historischer Substanz – Eine akademische Sackgasse

    Die geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen verlangt stets eine sensible Balance zwischen empirischer Präzision, theoretischer Fundierung und einer angemessenen Würdigung des menschlichen Leids. Johannes Schwartz’ Monografie „Weibliche Angelegenheiten“, die sich den Handlungsräumen von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg widmet, scheitert an diesem Anspruch auf ganzer Linie und hinterlässt aus Sicht der modernen Holocaustforschung ein tiefes Gefühl der Frustration. Anstatt einen substanziellen Beitrag zur historischen Aufklärung oder zur geschlechtsspezifischen Täterinnenforschung zu leisten, präsentiert sich das Werk als ein hermetischer, theoriemastiger Sachtext, der die grauenhafte Realität der Lager systematisch hinter einer Fassade akademischer Selbstdarstellung verdeckt. Die methodische Anlage des Buches offenbart bereits in der Einleitung eine eklatante Schieflage, da sie historische Quellen nicht als lebendige Zeugnisse analysiert, sondern sie lediglich als Spielwiese für ein exzessives theoretisches Schaulaufen instrumentalisiert. Schwartz versucht, das gesamte Spektrum der Lagergewalt durch ein engmaschiges Netz soziologischer Begrifflichkeiten zu pressen. Er bemüht hierfür unentwegt Pierre Bourdieus Konzepte der „symbolischen“ und „sanften“ Gewalt, verliert sich in Michel Foucaults Definitionen der „infinitesimalen“ Gewalt und dehnt mit Johan Galtung den Gewaltbegriff so weit, bis er jede analytische Schärfe verliert. Diese massive Überfrachtung mit Fachjargon fungiert im Text wie eine künstliche Barriere, die den Leser nicht nur ausschließt, sondern die historische Wirklichkeit regelrecht erstickt. Wenn das physische Quälen von Häftlingen beim stundenlangen Zählappell sprachlich zu einem „fein abgestimmten Zwang auf die Mechanik des Körpers“ oder zu einer Form des „Doing Gender“ abstrahiert wird, verliert die Darstellung ihre moralische und menschliche Dimension. Das unvorstellbare, leibhaftige Leiden der Opfer in den Lagern Ravensbrück und Neubrandenburg verkommt in dieser sterilen Prosa zu einer bloßen Variablen in einem soziologischen Versuchsaufbau. Bei genauerer Interpretation der Autorenhaltung drängt sich der Verdacht auf, dass dieses Werk primär einem akademischen Selbstzweck dient. Der extrem verschachtelte Nominalstil und die künstliche Komplexität der Sätze scheinen nicht der präzisen Vermittlung historischer Erkenntnisse geschuldet zu sein, sondern dem Bedürfnis, banale Einsichten tiefgründiger klingen zu lassen, um vor einer winzigen Fachjury zu glänzen. Diese Form der historischen Aufarbeitung zeugt von einer erschreckenden Ignoranz gegenüber dem eigentlichen Auftrag der Holocaustforschung, der immer auch eine gesellschaftliche und aufklärende Komponente besitzt. Die Täterinnen und ihre mörderische Praxis verschwinden im dichten Nebel des theoretischen Elfenbeinturms, während das Schicksal der gepeinigten Frauen zur bloßen Kulisse für die wissenschaftliche Profilierung des Autors degradiert wird. Zusammenfassend lässt sich diese Monografie als eine wissenschaftliche Sackgasse charakterisieren, die aufgrund ihrer extremen theoretischen Redundanz und ihrer emotionalen Kälte für die historische Bildungsarbeit völlig ungeeignet ist. Sie entmenschlicht den Schrecken des Holocausts, indem sie ihn bürokratisiert und akademisiert, anstatt ihn aufzuklären. Aus diesem Grund ist das Buch nicht als wertvoller Forschungsbeitrag, sondern als ein ärgerliches Dokument akademischer Eitelkeit zu bewerten, das die Mindestanforderungen an eine lesbare, respektvolle und erkenntnisbringende Geschichtsschreibung verfehlt.

  • Bewertung

    1/5

    10.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Wichtige Geschichte hinter akademischen Mauern versteckt – Eine Enttäuschung für interessierte Leser

    Eigentlich ist das Thema der KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg von immenser gesellschaftlicher Bedeutung. Man erwartet eine Arbeit, die Licht in ein dunkles Kapitel der Geschichte bringt und dem Leser ein tieferes Verständnis für die Strukturen weiblicher Täterschaft ermöglicht. Doch was Johannes Schwartz hier abliefert, ist das Paradebeispiel für eine Wissenschaft, die den normalen Leser völlig ausschließt. Anstatt die Geschichte greifbar und als Bereicherung für das allgemeine Bewusstsein aufzuarbeiten, verliert sich das Buch in einem dichten Gestrüpp aus soziologischem Fachjargon. Wer kein Studium der Sozialwissenschaften absolviert hat, scheitert bereits nach wenigen Seiten an der dichten theoretischen Aufladung. Begriffe wie „Habitus“, „sozialer Raum“ oder ständige Rückbezüge auf Theoretiker wie Bourdieu und Foucault mögen in einem winzigen Expertenkreis für Anerkennung sorgen, machen das Werk für die breite Masse jedoch praktisch unlesbar. Es ist frustrierend, wenn ein so kritisches Thema derart abstrakt und hölzern behandelt wird, dass jeglicher Zugang zur menschlichen und historischen Realität verloren geht. Ein Buch über dieses Kapitel unserer Geschichte sollte aufklären und aufrütteln – dieses Werk hier ist stattdessen eine sprachliche Barriere. Fazit: Wer eine verständliche historische Aufarbeitung sucht, wird hier bitter enttäuscht. Eine verpasste Chance, ein wichtiges Thema einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Für den „Jedermann“ absolut nicht zu empfehlen.

  • Bewertung

    1/5

    01.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine unnötig komplizierte und selbstbezogene Studie

    Es ist eine enttäuschende Studie, die das Archivmaterial zum Thema der KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg in einer unnötig komplizierten und selbstbezogenen Weise nutzt. Der Autor verstrickt sich in einem Dickicht von Fachbegriffen und theoretischen Konstrukten, die den Zugang zu den eigentlichen Forschungsergebnissen erschweren. Die Studie selbst bietet keine neuen oder überraschenden Erkenntnisse über die Gewaltpraktiken der KZ-Aufseherinnen. Stattdessen werden bekannte Fakten in einer übermäßig komplexen Sprache präsentiert, die den Leser eher verwirrt als aufklärt. Der Schreibstil ist so kompliziert, dass er den Eindruck erweckt, der Autor wolle mehr sich selbst als die Forschungsergebnisse präsentieren. Als Fachmann rate ich ausdrücklich vom Kauf dieses Buches ab, da es weder für Fachleute noch für Laien einen nennenswerten Mehrwert bietet. Die komplizierte Sprache und die selbstbezogene Darstellung machen es zu einem Buch, das eher Verwirrung stiftet als Aufklärung bringt.

  • Bewertung

    1/5

    31.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die Wissenschaft dominiert, die Opfer schweigen

    Die Arbeit ist so sehr auf wissenschaftliche Theorien und Begriffe fixiert, dass die eigentlichen Opfer und ihre Erfahrungen in den Hintergrund treten. Die Sprache ist komplex und schwer verständlich, was den Zugang zu den Inhalten erschwert. Die Autorensicht ist dominant, während die Stimmen und Erfahrungen der Häftlinge kaum hörbar sind. Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Gewaltpraktiken der Aufseherinnen, ohne die Auswirkungen auf die Opfer ausreichend zu berücksichtigen. Damit scheint das Buch mehr darauf ausgerichtet zu sein, den Autor als Experten in seinem Feld zu etablieren, als den Opfern des NS-Regimes gerecht zu werden oder die Geschichte für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

  • Bewertung

    1/5

    31.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine unzureichende und ungeschickte Darstellung von Gewalt im KZ Ravensbrück

    Als Historiker bin ich enttäuscht von der Interpretation von Gewalt im KZ Ravensbrück in diesem Buch. Der Autor Johannes Schwartz präsentiert zwar ausreichend belegte Thesen, aber die Schlüsse, die daraus gezogen wurden, sind zu statisch und bieten keine neuen Erkenntnisse über die Komplexität von Gewaltpraktiken im KZ Ravensbrück. Schwartz blendet wichtige Nuancen und Differenzierungen aus, die für das Verständnis von Gewaltpraktiken im KZ Ravensbrück notwendig wären. Dieses Buch mag zwar ein solides Werk sein, das auf umfangreichen Quellen basiert, aber die Interpretation von Gewalt im KZ Ravensbrück könnte/sollte nuancierter und differenzierter sein. Der Autor hat es nicht geschafft, die Komplexität von Gewaltpraktiken im KZ Ravensbrück ausreichend zu erfassen. Ich bereue den Kauf dieses Buches.

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