KI-Beratung Beta

Produktbild: Tage in der Geschichte der Stille

Tage in der Geschichte der Stille

1

Fr. 17.00

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

04.10.2019

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

221 (Printausgabe)

Dateigröße

867 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Elke Ranzinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783957578365

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

04.10.2019

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

221 (Printausgabe)

Dateigröße

867 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Elke Ranzinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783957578365

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    28.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Worte werden schleichend weniger

    Dieser vielschichtige Eheroman beeindruckt mit seiner schlichten, schönen Sprache und handelt doch vom Schweigen. Die Stille hat auch das Leben in Gemeinsamkeit schon immer bestimmt; nun nimmt sie schleichend immer mehr überhand. Linstrøm erzählt mit einer fast unterkühlten Lakonie von der Stille zwischen Menschen, die eine Vielzahl von Formen annehmen kann. Es ist eine Geschichte des Ungesagten, Ausgelassenen. Eine Geschichte von Verdrängtem und Unverarbeitetem. Es ist auch eine Geschichte des langsamen Zurücksinkens in die Sprachlosigkeit der Demenz, in der die Erinnerungen - und damit die individuelle wie die gemeinsame Geschichte - unwiderbringlich verloren gehen. Mit ihnen verschwindet die Möglichkeit zur Heilung der Wunden derjenigen, die “zurückgelassen” werden. Das jahrelang praktizierte Schweigen ist plötzlich gerechtfertigt und kann nicht mehr zum Vorwurf gemacht werden. Obwohl Eva während der Ehe schon einsam war, kann sie es kaum ertragen, auf diese Weise alleingelassen zu werden. “Am liebsten hätte ich zu ihm gesagt, reiß dich zusammen, sag etwas. Das bist nicht du. Sei wer du bist, sei der, den ich kenne, mir reicht es jetzt.” Doch kann man überhaupt jemals von “kennen” sprechen, selbst nach jahrzehntelanger Ehe? Sogar vor seinen Töchtern hat Simon seine Vergangenheit geheimgehalten. Seine jüdische Familie musste in einem Versteck ausharren: “Sie konnten einander nicht mehr nah sein, die physische Nähe, die ihnen der Krieg aufgezwungen hatte, ließ sie die Nähe des anderen nicht mehr ertragen.” Dieses Dilemma hat in diesen Tagen für viele eine unerwartete Brisanz bekommen. Nicht zuletzt ist es das Schweigen, das die Familie zwar rettet, aber auch endgültig voneinander entfremdet: “Als könnten sie nicht aufgeben, was sie gerettet hatte…” Das Schreckliche wird fast zart erzählt und geht umso mehr unter die Haut. Selektive Erinnerung wird zum Selbstschutz: “Jederzeit jeden Geruch zu riechen, jeden Ton zu hören, jeden Gedanken zu denken wäre unmöglich; ohne diese Arbeit des Gehirns würden wir nicht überleben. Wir können uns jeweils nur auf einen kleinen Teil konzentrieren. Funktioniert das Gewissen ebenso?” Älterwerden heißt, nicht mehr “ein Teil von etwas zu sein”, es heißt, plötzlich “draußen zu stehen”: “Und wenn ich aufwache, ist mein Leben, oder dieser Teil davon, die Jugend, wie ein Traum, den ich ein paar Minuten vor dem Aufwachen geträumt habe. Wie schnell er vorbeigegangen ist.” Auf Erinnerungen ist dabei kein Verlass. Dann wiederum beschreibt die Protagonistin eine vielleicht eher nebensächliche Erinnerung mit solch bestechender Akkuratesse, die eigene Erinnerungen von Zugreisen in den 80er Jahren exakt widergibt: “Die deutschen Wagons verströmten einen eigenartigen Geruch, den wir beide beim Einsteigen sofort registrierten. Ledrig oder wie geschmolzener Gummi, gemischt mit dem widerlich süßen Gestank…” “Nein, ich gehöre nicht zu diesen Menschen, ich bin ganz allein, und es ist eine Mauer zwischen uns, über die hinweg wir uns manchmal miteinander unterhalten”, soll Fanny Gräfin von Reventlow gesagt haben.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Tage in der Geschichte der Stille