• Produktbild: Evaristo, B: Manifesto
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Evaristo, B: Manifesto A radically honest and inspirational memoir from the Booker Prize winning author of Girl, Woman, Other

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.10.2021

Verlag

Penguin Books Ltd

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22/14.1/2.3 cm

Gewicht

361 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-241-53499-1

Beschreibung

Rezension

This honest, engaging memoir shares such gems . . . the perfect read for anyone who dreams big The Times & The Sunday Times, Book of the Year

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.10.2021

Verlag

Penguin Books Ltd

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22/14.1/2.3 cm

Gewicht

361 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-241-53499-1

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    13.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    empowert

    Das Buch von Bernadine Evaristo hat mir wirklich gut gefallen. Mein Interesse war ab der ersten Seite geweckt und hat sich über die spannende Geschichte erstreckt auch erhalten. Sicherlich hätte ich das Buch auch in einem mal durchlesen können, da der Schreibstil wirklich sehr angenehm ist und alle Leser*innen mitnimmt - Es fühlt sich beinahe so an, als würde man an die Hand genommen werden und durch das Leben der Autorin gefühlt. Nach der Lektüre habe ich mich sehr empowert gefühlt und vor allem ermutigt, einen noch stärkeren Blick für strukturelle Ungleichheiten zu entwickelt - die Wichtigkeit dessen stellt man auf jeden Fall nicht mehr infrage! Besonders gut gefallen haben mir die Textstellen, in denen Evaristo über ihre Mutter schreibt, da mich das Verhältnis der beiden sehr berührt hat. Ich empfehle das Buch allen Leser*innen - ganz dringend auch Nichtbetroffenen, da man wirklich sehr viel lernen kann und sollte!

  • Bewertung

    aus Bühne

    5/5

    03.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckende Frau

    Das Buch von Berardine Evaristo ist die beeindruckende Geschichte ihres Lebens und eine Aufforderung an alle Menschen, menschlich zu sein und nicht irgendwelche Vorurteile zu pflegen. Nachdem ich 'Mädchen, Frau, etc.' gelesen hatte, wollte ich gerne mehr über die Autorin erfahren und wurde mit dem Buch wirklich belohnt. Unglaublich, über welche Hindernisse jemand zwangsweise gehen muss, sowohl gesellschaftlich, wie auch privat. Bernardine Evaristo hat es mit bewundernswerter Kraft geschafft und ist ihrem eigenen Weg gefolgt. Gerade in dieser Zeit, wieder neu aufkommender Vorurteile, wohin man auch schaut, ist dies Buch eigentlich in 'Mustread' für jeden, denn die Autorin findet klare Worte und beschönigt nichts. Ich werde jetzt 'Mädchen, Frau, etc.' noch einmal mir zu Gemüte führen und dabei bestimmt einen anderen Blickwinkel haben. Der Schreibstil war flüssig und kam mir entgegen und die einzelnen Kapitel sind gut aufgeteilt - toll fand ich die vielen Fotographien, so dass man sich die Personen, von denen die Autorin spricht auch wirklich vorstellen kann. Hier empfehle ich gerne weiter und gebe 5/5 Sternen.

  • Webervogel

    4/5

    14.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fordernd und bereichernd

    Gleich das erste Kapitel von Evaristos „Manifesto“ fand ich am packendsten: Hier geht es um „Herkunft, Kindheit, Familie, Ursprünge“ und die Autorin beschreibt ihr Aufwachsen als viertes von acht Kindern in einer britisch-nigerianischen Familie. Wobei das nigerianische Erbe erst einmal keine große Rolle spielt, denn Evaristos Vater hatte alle Brücken hinter sich abgebrochen, pflegte keine Kontakte in seine Heimat und versuchte erst gar nicht, Sprache, Tradition o.ä. an seine Kinder weiterzugeben. Was allerdings für die Nachbarschaft bis hin zur Oma mütterlicherseits eine große Rolle spielte: seine Hautfarbe und die der Evaristo-Kinder. Die Autorin wurde 1959 in ein Land geboren, in dem ihr von klein auf vermittelt wurde, als person of colour keine echte Engländerin zu sein. Was es bedeutet, nur die englische Kultur zu kennen, ihr aber gleichzeitig nicht als zugehörig bzw. ebenbürtig angesehen zu werden, macht Evaristo für ihre Leser*innen annähernd erlebbar. In weiteren Kapiteln beschäftigt sich die Autorin mit den Prägungen durch ihre wechselnden Wohnsituationen und ihr mindestens ebenso abwechslungsreiches Liebesleben, außerdem mit ihrer kreativen Entwicklung am Theater und schließlich als Autorin. Evaristo gewährt dabei zwar sehr persönliche Einblicke in ihr Seelenleben, bewahrt aber trotzdem eine gewisse Distanz, was vermutlich daran liegt, dass sie beim Schreiben ihres „Manifesto“ bereits um die 60 Jahre alt war und vor allem auf ihr deutlich jüngeres Ich zurückblickt. Vor allem die Einblicke in ihr Arbeitsethos und ihre Herangehensweise an den Schreibprozess fand ich interessant. Aber auch ihr Umgang mit den großen Themen Rassismus und Gender im Wandel der Zeit ist überaus reflektiert und bietet viele Denkanstöße. Bernardine Evaristo wirkt sehr ehrlich mit ihren Leser*innen, fordert sie aber auch mit komplexen Themen und Gedankengängen, die jedoch immer nachvollziehbar bleiben, weil sie eine Meisterin im Umgang mit Sprache ist (und die Übersetzerin Tanja Handels ihr Buch offensichtlich sehr gekonnt ins Deutsche übertragen hat). Wieder eine äußerst bereichernde Lektüre dieser Autorin.

  • Bewertung

    4/5

    30.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Manifesto

    Bernadine Evaristo in einer Biographie über ihr eigenes Leben: "Manifesto: Warum ich niemals aufgebe". Sie eine Frau, Schwarz, Lesbisch, Prekär und Schriftstellerin. Warum sie niemals aufgegebeb hat, ist das intime, inspirierende und kompromisslose Zeugnis dafür, wie Bernardine Evaristo, Booker-Preisträgerin und Bestsellerautorin, es geschafft hat, ihren eigenen Weg zu finden und ihn allen Widerständen zum Trotz unbeirrt weiterzugehen. In ihrem Buch animiert sie Jeden seinen eigenen Weg zu gehen, trotz aller Widerstände und Herausforderungen. Und ihre Lebensgeschichte spornt dazu auch gewissermaßen an. Es ist in jedem Fall eine bewegende Geschichte über ihr Leben und man fühlt mit ihr mit. Buchtitel und Buchcover sind sehr passend gewählt und man weiß, was einem erwartet. Da ich eigentlich kein großes Interesse an Biographien habe, war ich doch erstaunt über dieses Buch.

  • Cassandra

    aus Berlin

    4/5

    30.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Selbstbehauptung

    Bernardine Evaristo hat den Booker Preis gewonnen. Eine Auszeichnung und Anerkennung, die nicht vielen Schreibenden zuteil wird. Sie sagt von sich, dass sie davor wenig Anerkennung erfahren hat, vor allem nicht in finanzieller Hinsicht, dass sie sich damit aber niemals abgefunden hätte, wie so viele ihrer Künstlerkolleginnen, nur weil sie die falsche Hautfarbe hatten und noch dazu Frauen waren. Dass Offensichtliche an „Manifesto“ ist für mich die kämpferische Selbstbehauptung. Das hat wenig Gefälliges. Evaristos Motto scheint schon immer gewesen zu sein: Sie müssen mich nicht mögen, aber sie sollen mich bemerken. Und nun wird sie bemerkt. Als Frontfrau der Diversität. Der Roman „ Mädchen, Frau, etc.“ war wohl eher die Ausnahme in ihrem künstlerischen Schaffen, da sie ansonsten ihre Romane und Texte in lyrischer Prosa schreibt. Reine Prosa, wie auch im „Manifesto“ sei eigentlich nicht ihre eigene Stimme, die sie erst einmal finden musste. Vielleicht liest sich deshalb dieser Text für mich eher etwas langweilig, die Erzählstimme hat etwas belehrendes und sehr distanziertes: „Ich habe nie eine Therapie gemacht, weil ich ganz gern mit meinen Dämonen lebe. Ich bin ganz gut darin, mich selbst zu befragen und hatte nie den Drang, Hilfe zu suchen. Wahrscheinlich ist auch dieses Buch ein einziger großer Akt der Selbstbefragung“. Fragen höre ich im Text wenige. Es sind Statements. Sie klingen selbstbewusst aber auch rechtfertigend. Sehr erstaunlich, dass in einer Autobiographie die sieben Geschwister kaum thematisiert werden. Aber vielleicht hat das mit Persönlichkeitsrechten zu tun. Mich hat „Manifesto“ emotional wenig berührt. Ich höre eine harte, selbstgerechte, persönlich wenig reflektierte, gesellschaftlich und künstlerisch hochdifferenzierte Persönlichkeit, die sich hauptsächlich mit ihrer Identität als people of colour auseinandersetzt. Das ist interessant auf politischer, gesellschaftlicher Ebene. Den Menschen „Bernardine“ habe ich nicht im Manifesto gefunden. Ich verstehe, dass sie sich nicht therapieren lassen will, sondern ihre eigene Wahrheit finden möchte. Denn auch Therapie ist noch immer „weiß und männlich“. So lange das so ist, muss die Selbstbefragung genügen und die dreht sich naturgemäß um sich selbst. Irgendwie unbefriedigend. Was Bernardine Evaristo zum Thema Schreiben und den eigenen künstlerischem Ausdruck finden, zu sagen hat, ist hochspannend. Genauso wie ihr Versuch, ihre Herkunft und ihr kulturelles Erbe zu verstehen. Insgesamt eine gute Lektüre, wenn wir begreifen wollen, wie Rassismus erfahren wird. Was er mit uns macht. Das zu durchdringen und zu transformieren, ist wohl eine der großen Aufgaben unserer Zeit.

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