Als Mary zum einundzwanzigsten Geburtstag ihrer jüngeren Schwester Moira nach Hause aufs Land fahren muss, ist sie nicht gerade begeistert. Nach dem Tod der Eltern sind die beiden Schwestern bei ihrer strengen Tante aufgewachsen, die Moira immer bevorzugt hat. Als diese zum Geburtstag nun auch noch die Kette ihrer verstorbenen Mutter bekommt, ist Mary zutiefst verletzt. Die Schwestern geraten in einen Streit, bei dem das Amulett in den Brunnen im Garten ihrer Tante fällt. Mary bleibt nichts anderes übrig, als hinterherzuklettern. Doch als sie unten ankommt, ist sie nicht mehr in ihrer Welt, sondern in Frau Holles Labyrinth – einem düsteren, gnadenlosen Reich, in dem die Menschen keine Erinnerungen mehr an das haben, was ihnen einst lieb war. Für Mary beginnt ein brutaler Kampf ums Überleben ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Sindy
aus Gera
5/5
09.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Düstere Märchen Adaption
"Frau Holles Labyrinth" von Stefanie Lasthaus
Wer Märchenadaptionen liest ohne Romance für den hab ich hier was
Jeder kennt das Märchen von Frau Holle und wie sie ihre Betten ausgeschüttet hat. Aber war sie wirklich die liebreizende Dame? Oder hatte auch sie eine böse Ader?
In Stefanie Lasthaus Neuinterpretation lernen wir eine ganz andere Frau kennen.
Der Beginn war leicht und lustig, aber schon nach ein paar Seiten hat es sich geändert. Es wurde zunehmend dunkler. Und als das Kind in den Brunnen gefallen war, war es vorbei mit hellem Sonnenschein.
Stefanie führte uns in eine finstere Welt, mit krakeligen Bäumen, ständiger Finsternis und Monstern die dir die Haut von den Knochen nagen wollen.
Dank ihrer bildhaften Beschreibung konnte ich mir jedes Detail der Landschaft und Emotionen der Charaktere sehr gut vorstellen und mich in die finstere Welt hineinversetzen.
Neben einigen Horror Elementen war es auch sehr action reich und ließ kaum Zeit zum durchatmen.
Auch ihre Darstellungen der Charaktere fand ich sehr gut umgesetzt, man wusste zwischendrin nicht wem man trauen kann, geschickt hat sie mich einige Male hinters Licht geführt um mich dann am Ende zu überraschen.
Durch einige Schauplatzwechsel kam auch keinerlei Länge, im Gegenteil dadurch hat man die "andere" Welt viel besser kennenlernen können.
Man darf sich hier von der hübschen Cover nicht täuschen lassen, dieses Märchen ist für Kinder nicht geeignet..
Bewertung
5/5
06.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für eine heftige Geschichte!
Was für eine heftige Geschichte!
Bewertung
5/5
11.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend
Spannende Geschichte. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Sehr gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen. Mit dem farbigem Buchschnitt ein kleines Highlight und macht sich schön im Bücherregal. Das Cover und die ganze Gestaltung des Buches ist sehr schön gemacht
Bewertung
aus Krefeld
5/5
02.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich möchte eine Fortsetzung
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, habe es sehr flott gelesen und möchte jetzt unbedingt wissen wie es weitergeht...und das obwohl die Geschichte eigentlich wohl zuende ist...
Frau Holles Labyrinth ist eine tolle Reinszenierung vom Klassiker.
Bianca Penz
5/5
11.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wer Christina Henry liebt, kommt...
Wer Christina Henry liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Eine düstere Neuerzählung eines beliebten Kindermärchens. Richtig gut!
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4/5
29.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Düster, phantasievoll und toll umgesetzt…
Bei Märchenadaptionen bin ich immer neugierig und dieses wundervolle Cover hat mich sofort neugierig gemacht! Auch hatte ich von Stefanie Lasthaus schon “Frostmädchen” gelesen, das mir sehr gefallen hat!
Die Geschichte beginnt in unserer Welt, als Mary sich zusammen mit ihrem Kater aufmacht, um ihre jüngere Schwester Moira zu besuchen. Die beiden haben nicht das Beste Verhältnis, denn seit ihre Mutter verschwand lebten sie zusammen bei Tante Eve, die Moira immer bevorzugt hat. Was aber an Moiras Talent liegt, denn dadurch mögen andere Menschen sie - auch wenn sie ein fauler und unsensibler Typ ist.
Einzig Mary kann diesem Zauber widerstehen, aber trotzdem sie ihre Schwester liebt, hat sie dadurch nie eine gute Beziehung aufbauen können.
Man merkt schon die Bezüge zu dem Märchen von Frau Holle - mit den beiden Schwestern, von denen eine geliebt, die andere schlecht behandelt wird. Auch die anderen Details wie den Brunnen, das Brot, die Äpfel und natürlich Frau Holle sind darin zu finden. Nebenbei eingeflochten oder auch mit einer starken Präsenz, denn die Welt, in die Mary “fällt” ist von Düsternis und Trostlosigkeit geprägt.
Natürlich ist sie völlig verwirrt, bis sie tatsächlich begreift, dass sie tatsächlich in einer Welt gelandet ist und sucht verzweifelt nach einem Rückweg. Die Menschen hier sind verhärmt und ängstlich. Es scheint eine ständige Bedrohung über ihnen zu hängen, wie die dunklen Wolken, die Nacht und Tag kaum voneinander unterscheiden lassen.
Eine weitere Besonderheit ist, dass die Menschen hier keine besonderen Fähigkeiten haben. In Marys - also unserer Welt - hat jeder eine Begabung. Die Einfälle hierzu was jeder so speziell tun kann fand ich sehr originell.
Hier aber, in der farblosen und tristen Welt, scheint alle Magie abhanden gekommen zu sein. Und was Mary besonders zu schaffen macht: ihre Erinnerungen verflüchtigen sich.
Wie das alles mit Frau Holle zusammenhängt fand ich sehr spannend. Während anfangs noch der Zusammenhang mit dem Märchen sehr klar herauszulesen war, entwickelte es sich in eine andere, sehr interessante Richtung, die mit vielen einfallsreichen Elementen daherkam.
Das dunkle, düstere wird hier sehr präsent, während oftmals der Schein trügt und Mary oft gar nicht mehr weiß, wem sie trauen kann.
Mary war mir sympathisch, denn mit ihrer Vergangenheit zu leben hat aus ihr einen sehr vorsichtigen Menschen gemacht, der nur sich selbst vertraut. Es wirkt authentisch, wie sie langsam begreift, was ihr passiert ist und was in dieser seltsamen Welt passiert. Auch ihre Liebe zu ihrer Schwester war für mich glaubwürdig - auch wenn Moira wirklich ein sehr hässliche Charakterzüge hat, aber zum Glück hat sie auch nur wenige Auftritte bekommen.
Die Handlung kam auch (fast) ganz ohne Liebesgeschichte aus, was mich sehr gefreut hat. Das muss einfach nicht immer sein und die Geschichte hat auch ohne super funktioniert. Es war auch genug los, so dass das gar nicht gefehlt hat.
Die Idee, was die “Erinnerungen” betrifft, die hier eine zentrale Rolle spielt, fand ich sehr interessant. Was sind wir ohne sie? Ist es manchmal besser, zu vergessen oder sich zu entsinnen. Hilft es oder schadet es? Und was, wenn man die Hälfte plötzlich nicht mehr weiß - ist man dann noch derselbe Mensch?
Ab und an gab es kurze, so eine Art Tagebucheinträge am Anfang der Kapitel. Die fand ich eigentlich überflüssig, da sich alles, was darin stand, eigentlich aus dem anschließenden weiteren Text eh ergeben hat. Aber das nur so am Rande
Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und mich von Anfang bis Ende gefesselt! Ein toller Schreibstil, der alles sehr anschaulich schildert und viele Rätsel, die am Ende ein rundes Bild ergeben. Auch der Schluss hält noch eine bittere Überraschung bereit - entdeckt man selten und fand ich sehr gut gelöst!
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4/5
27.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine interessante Märchenadaption...
Eine interessante Märchenadaption für Zwischendurch, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Das Märchen "Frau Holle" wird in diesem Buch neu interpretiert und spannend erzählt.