Produktbild: Café Leben
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Jo Leevers

1. Café Leben

Café Leben Roman | Jeder Mensch hat eine Geschichte, die es lohnt, erzählt zu werden.

178
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Nora Jokhosha + weitere

Spieldauer

9 Stunden und 46 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

135

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

The Grief Café

Übersetzt von

Maria Hochsieder

Sprache

Deutsch

EAN

9783732405169

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

9 Stunden und 46 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

135

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

The Grief Café

Übersetzt von

Maria Hochsieder

Sprache

Deutsch

EAN

9783732405169

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Cornelia

    aus Garbsen

    5/5

    02.02.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein packender Schicksalsroman

    Café Leben erzählt die Lebensgeschichten dreier Frauen. Anfangs erfahre ich nicht viel mehr, als das, was offensichtlich ist, wenn ich einen Menschen aus der Ferne betrachte: ich registriere die Haltung, den Bewegungsablauf, die Garderobe, bestimmte Verhaltensmuster. Den Anfang einer näheren Bekanntschaft mache ich mit Henrietta. Henrietta Lockwood, die sich ihr Leben lang von anderen Menschen abschottet. Henrietta, die mit ihrem Hund Dave gemeinsam in einer kleinen Wohnung lebt. Henrietta, die Schwierigkeiten hat, einen Job zu halten. Ausgerechnet Henrietta bewirbt sich nun um einen Job, in dem es zwar ganz gut tut, sich selbst abzuschotten und nicht vor lauter zu Mitgefühl mitzuleiden. Es ist aber auch ein Job, in dem sie auf den Menschen, der ihr gegenübersitzt, eingehen muss. Henriettas Aufgabe besteht darin, Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, in Gesprächen über ihr Leben zu begleiten und deren Geschichte in einem Lebensbuch zusammengefasst für die Nachwelt festzuhalten. Weil jeder Mensch eine Geschichte zu erzählen hat. So gerät Henrietta an ihre erste Klientin: Annie. Annie hat Krebs und auch zuvor war ihr Leben nicht glücklich verlaufen. Alles, was Annie bereit ist, Henrietta zu erzählen, klingt lückenhaft. Henriettas Ansprüchen zufolge fehlen viel zu viele Details, als dass sie aus Annies Erzählungen ein Lebensbuch schreiben könnte. Und dann sitzt Henrietta auch noch ihr Arbeitgeber mit seinen Fragebögen und Mitarbeitergesprächen im Nacken. Jo Leevers macht die Annäherungen der beiden zurückhaltenden Frauen bildlich und greifbar. So unterschiedlich Henrietta und Annie auch sein mögen, so präsent ist bei beiden Frauen der Schmerz des bisher erlebten Lebens. Beide Frauen haben Verluste erlitten. Beide Frauen hadern mit den Umständen. Beide Frauen haben sich eingeigelt und versucht, mit ihrem Schicksal ganz allein klar zu kommen. Mit wem sollten sie das auch alles besprechen? Café Leben erzählt von der Hilflosigkeit dieser Frauen, die die Lebensumstände mit sich bringen. Von der eigenen Machtlosigkeit und der Machtlosigkeit des Umfelds. Café Leben erzählt von Scham und davon, dass es einfacher ist, Dinge totzuschweigen, als zu benennen und auszusprechen. Und es erzählt davon, dass wenn über diese Dinge nicht gesprochen wird, für manche ein echtes, wirkliches Leben gar nicht möglich ist. Die Themen wirken - klar benannt - vielleicht bedrückend. Doch Café Leben ist mit der Aufarbeitung der Lebensgeschichte so lebendig und bildhaft geschrieben, dass ich das Hörbuch am liebsten an einem Stück gehört hätte. Es war spannend zu verfolgen, wie sich die Details der Lebensgeschichten schlussendlich zusammenfügten. Die Hörbuchsprecherinnen Nora Jokhosha, Tanja Fornaro und Heike Warmuth haben der jeweiligen Figur mit ihren Stimmen den notwendigen Nachdruck verliehen. Anhand der Stimme konnte ich immer gleich erkennen, wenn es einen Perspektivwechsel gab und in welcher Stimmung sich die Erzählende gerade befand. War Annie beispielsweise aufgeregt, bekam die Stimme einen helleren Klang. Ich hatte stets das Gefühl, dass ich direkt dabei war. Ich saß im Café, bei den Eltern, im Zug. Ich sah durch Henriettas Augen und fühlte mit Annie mit. Es fällt mir schwer, mich von diesen Frauen zu trennen, da das Hörbuch nun zu Ende ist. Und doch hatte ich mir zum Schluss nichts sehnlicher gewünscht, als die Handlungen und Beweggründe dieser Frauen zu verstehen und hatte die Auflösung herbeigesehnt. Fazit Café Leben ist für alle, die gern Schicksalsromane lesen und an Menschen und deren Leben interessiert sind. Es geht um Trauer, ums Loslassen und darum, sich selbst ein Leben zu gestatten.

  • Lesemama

    5/5

    01.02.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Lebensgeschichten

    Zum Hörbuch: Henrietta lebt mit ihrem Hund Dave in London, sie führt ein sehr zurückgezogenes Leben und auf der Suche nach einem neues Job. Zufällig stieß sie auf eine Anzeige eines Hospiz die eine Schreiberin für das Projekt Lebensbuch suchten. Dort soll Henrietta Menschen helfen ihre Lebenserinnerungen zu schreiben. Gleich an ihrem ersten Tag lernt sie Annie kennen und deren Leben ist mal ganz anders gelaufen als vermutet. Henrietta hat den festen Willen, Annies Leben so genau wie möglich aufzuschreiben. Meine Meinung: Ich hörte das Buch als ungekürztes Hörbuch. Die Sprecherin hat eine sehr angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Die Geschichte ist sehr berührend erzählt. Alleine schon die Idee des Lebensbuchs finde ich schön und dann noch der Namen des Cafés in dem Henrietta die Interviews führt: Café Leben. Henrietta hat Probleme ihre Gefühle zu zeigen, wahrscheinlich eine Art Autimus, aber sie ist sehr penetrant wenn sie eine Aufgabe hat, darunter muss Annie dann leiden, die mehr erzählt als sie eigentlich erzählen möchte. Auch Henriettas Leben hat einige Geheimnisse die nach und nach zur Sprache kommen. Die Geschichte ist sehr einfühlsam erzählt und hat mich sehr berührt. Ein besonderes Hörerlebnis, was noch lange nachwirkt.

  • Anja M.

    aus Kosel

    5/5

    14.10.2022

    Hörbuch-Download (MP3)

    Annies Leben

    Henrietta ist 32 Jahre jung und hat schon als Kind eine Mauer um sich gerichtet. Da sie nicht zu Gefühlsduseleien neigt, ist ihr neuer Job perfekt für sie. Im "Cafe Leben" soll sie für todkranke Menschen deren Lebensgeschichte aufschreiben. Ihre erste Klientin ist die 65-jährige Annie. Henrietta wird neugierig, als Annie den frühen Verlust ihrer Schwester am Rande erwähnt. Sie will unbedingt wissen, was damals passiert ist. Um dieses Ziel zu erreichen öffnet sie sich und berichtet Annie von ihrem Leben. Jo Leevers hat hier eine außergewöhnliche Story über das Leben geschrieben, die von Anfang an fesselt und unerwartete Wendungen nimmt, die fast schon an einen Krimi erinnern. Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere besonders. Henrietta wirkt auf den ersten Blick merkwürdig und empathielos. Es ist aber schnell zu erkennen, dass es an den Mauern liegt, die sie um sich errichtet hat. Ich habe sie mit ihrer schroffen Art schnell in mein Herz geschlossen. Annie lebt das Leben, wie es ihr passt. Sie trägt Kleidung, die nicht zur aktuellen Mode passt - und das aus gutem Grund - sie wirkte auf mich, wie ein Paradiesvogel, den man einfach mögen muss. Das Setting gefällt mir sehr gut. Das Cafe wirkt heimelig und strahlt Ruhe aus, obwohl sich dort todkranke Menschen treffen. Auch die Idee, Menschen ihre Lebensgeschichte aufschreiben zu lassen, finde ich großartig. Ich habe das Buch im Hörbuch-Format gehört. Die Sprecherinnen, Nora Jokhosha, Tanja Fornaro und Heike Warmuth lesen mit angenehmer Stimme und passen gut zur Story, ich habe ihnen gerne zugehört. Ein wirklich gutes Hörbuch das berührt und fesselt, an manchen Stellen aber auch erschreckend ist. Ich gebe gerne fünf Sterne und eine klare Empfehlung!

  • Bewertung

    aus Belm

    5/5

    10.10.2022

    Hörbuch-Download (MP3)

    Eine interessante Lebensgeschichte

    Die 32-jährige Henrietta kommt mit Menschen im Normalfall nicht wirklich klar und errichtet lieber Mauern zwischen sich und den anderen. Dennoch findet sie einen Job der viel mit Menschen zu tun hat, bei dem man aber besser nicht ständig in Tränen ausbricht: Sie soll für todkranke Menschen deren Lebensgeschichte aufschreiben. Die 65-jährige Krebspatientin Annie wird ihre erste Klientin, weicht Henriettas Fragen jedoch immer wieder aus, sodass sich einfach kein klares Bild ergeben will. Etwas ist in Annies Leben geschehen und das ungeklärte Verschwinden ihrer Schwester vor 46 Jahren muss damit etwas zu tun haben... Der Schreibstil ist einfach, verständlich und dennoch muss man sich darauf konzentrieren, das Hörbuch ist also nichts für mal eben her und man muss sich konzentrieren...dies liegt natürlich auch am Thema selbst, dass ungewöhnlich und dennoch packend ist. Mit Henrietta als Protagonistin musste ich erst einmal warmwerden, denn sie ist nicht sympathisch und wenig empathisch. Der Charakter muss aber so sein, denn sonst würde die Story so nicht funktionieren und passen. Trotzdem wächst sie einem nach und nach langsam ans Herz, es dauert nur einfach bedeutend länger als bei anderen Protagonistinnen. Annie dagegen ist von Anfang an undurchdringlich und geheimnisvoll. Man merkt ihr schnell an, dass es Dinge in der Vergangenheit gibt, über die sie nicht reden möchte und das hat die Handlung für mich aber auch spannend und mitreißend gemacht. Die Story ist abwechslungsreich, da viel in der Geschichte zusammenkommt. Einmal das Leben der sterbenskranken Menschen und wie sie und teils auch ihre Angehörigen damit umgehen, dann die Lebensgeschichte von Annie. Das Buch hat aber auch etwas von einem Krimi, da man lange Zeit im Dunkeln gelassen wird, was mit Annies Schwester passiert ist. Hat jemand sie umgebracht, war es Selbstmord oder etwas ganz anderes...? Mir hat die Geschichte gut gefallen und nachdem ich richtig drin war und es um Annies Vergangenheit ging, wollte ich auch unbedingt wissen was da passiert ist. Die Handlung war spannend, abwechslungsreich und packend mit zwei sehr ungewöhnlichen Protagonistinnen, die aber nicht unbedingt sofort sympathisch sind... Die Sprecher haben mir gut gefallen und ich mochte es gern, dass die verschiedenen Perspektiven auch von unterschiedlichen Menschen gesprochen wurden. Besonders Tanja Fornaro konnte für mich wieder glänzen, aber auch die anderen Sprecher haben ihre Sache gut gemacht. Fazit: Interessante Lebensgeschichte mit einigen Krimielementen.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    02.10.2022

    Hörbuch-Download (MP3)

    Erinnerungsbücher

    Der Roman Cafe Leben von der Schriftstellerin Jo Leevers ist ein interessantes, lesenswertes Buch. Das Hörbuch wird von drei Personen Tanja Fornaro, Nora Jokhosha und Heike Warmuth gesprochen. Die drei wichtigsten Personen haben alle ihren eigenen Sprecher. Das ist wunderbar gemacht. Die zweiunddreißigjährige Henritta beginnt einen neuen Job. Sie soll krebskranke Personen interviewen, damit sie ein Buch daraus schreibt, das für die Hinterbliebenen bestimmt ist. Die sechsundsechzigjährige Annie sieht da eigentlich keinen Sinn, denn sie ist allein. Aber dann erzählt sie ihre Geschichte. Als sie achtzehn Jahre alt war, verschwand ihre Schwester. Dann lies sie sich auch noch auf den falschen Mann ein. Henrietta bohrt immer weiter, damit Annie alles aus sich herauslässt. Dann fängt sie an nachzuforschen, was damals wirklich passierte. Die Autorin hat in ihrem Debütroman wirklich eine schöne mitreißende Geschichte gewebt. Die Geschichte hat was. Der Roman unterhält gut.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (178)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Arwen Hägi

    Arwen Hägi

    Orell Füssli Zürich Kramhof

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kriminalistischer Unterhaltungsroman

    Henrietta arbeitet als Texterin und wandelt die Lebensgeschichten krebskranker Menschen in Bücher um. Annie ist eine Patientin, die endlich über den mysteriösen Todesfall ihrer Schwester spricht und damit abschliessen möchte. Henrietta - so perfektionistisch wie sie ist - kann sie es nicht dabei beruhen lassen, dass der damalige Fall ungeklärt blieb und beginnt mit eigenen Ermittlungen. Schliesslich muss sie Annies Lebensgeschichte ordentlich aufschreiben! Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und hat einen Humor, der die Geschichte etwas auflockert, denn das Thema ist schwer. Annie sowie Henrietta haben beide eine Last zu tragen, die sie durch Reden verarbeiten müssen. Es hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere kennenzulernen und mit Henrietta die Ermittlungen zu begleiten. Ein Buch, das uns einmal mehr vor Augen führt, wie wichtig es ist, sich jemandem anzuvertrauen.
  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    3/5

    23.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Krimi, Kitsch und ganz viel Schicksal

    Annie und Henrietta lernen sich im Café Leben kennen. Die zurückhaltende, nicht im Umgang mit Menschen geübte und sich stets auf das Sachliche beschränkende Henrietta, 32, wartet dort an einem für sie reservierten Tisch an drei Tagen in der Woche auf Menschen, die an Krebs erkrankt sind und ihr ihre Lebensgeschichte erzählen wollen. Ihr erster Termin ist Annie, Anfang 70, mit einem Faible für exzentrisch wirkende Kleidung, seit zwei Jahren glücklich verwitwet, aber an Pankreas-Krebs im Endstadium erkrankt. Sie hat eigentlich schon mit genug Therapeuten gesprochen, aber sie will endlich jemandem von ihrer Schwester Kathleen erzählen, die in der Nacht vom 21.12.1974 spurlos verschwand, was ihr Leben für immer veränderte. In Annies Vergangenheit lauert nicht nur die verschwundene Schwester, mit der sie ein äusserst enges, aber auch von Eifersucht geprägtes Verhältnis verband, sondern auch ein gewalttätiger Vater und ein erheblich grausamerer Ehemann. Henrietta wiederum hat noch immer nicht den Unfalltod ihres Bruder Christopher vor 23 Jahren verwunden, an dem sie sich die Schuld gibt. Zu diesem Eindruck tragen auch ihre gefühlskalten Eltern bei. Sie hat seitdem keine Freundschaften mehr geschlossen, lebt allein, trägt meist eine emotionslose Maske zur Schau und spricht überwiegend wie ein Werbeprospekt. Das ändert sich erst, als sie Annie kennenlernt. Jo Leevers schildert als allwissende Autorin die Kapitel mal aus Henriettas, mal aus Annies und später noch aus der Sicht einer dritten Frau. Dadurch zögert sie die Aufdeckung der Vergangenheit der beiden Frauen hinaus, wofür mir diesmal gelegentlich die Geduld fehlte. Ebenso Mühe hatte ich mit den regelmässigen Wiederholungen, insbesondere nach einem Perspektivwechsel. Mir hätten etwas mehr Tempo und eine straffere Handlung besser gefallen. Der Fall um das Verschwinden von Kathleen hat zwischenzeitlich fast schon Krimi-Potential, was dem Buch wiederum Spannung verliehen hat. Dazu trug auch der zeitliche Rahmen bei: Von Vornherein war klar, dass Annie nur sieben Termine zur Verfügung stünden (was von Henriettas Arbeitgeber vorgeschrieben wird) und ihr tatsächlich auch nicht viel mehr Zeit zum Leben bleibt. Das Buch selbst geht noch ein wenig über diesen Moment hinaus, umspannt insgesamt ein knappes halbes Jahr, mit grösseren Lücken dazwischen. Henriettas Recherchen und Annies Ausführungen führen uns immer wieder zurück in die Vergangenheit, vor allem eben ins London der 1970er. Fast schon überflüssig fand ich Audrey, Henriettas direkte Vorgesetzte, die stumpf auf ihren Vorlagen für das Lebensbuch beharrt und nicht einsehen möchte, dass ein Leben, in einen solchen Rahmen gepresst, den Grossteil seiner Lebendigkeit und Individualität verliert. «Café Leben» ist über weite Strecken ein überaus bedrückendes Buch über physische und psychische Gewalt in Familie und Ehe, Vergewaltigung, Tod, Verlust, Krebserkrankung und Schuld, das in meinem Fall am besten bei Sonnenschein gelesen werden sollte. Aber es ist natürlich auch ein Buch über positive Seiten des Lebens, wie Freundschaft, und endet für Henrietta damit, dass sie ihre Vergangenheit endlich hinter sich lässt und sich dem Leben öffnet. Fazit: Nicht für jede*n geeignet. Ins Deutsche übersetzt von Maria Hochsieder.

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Bewertungen (2)

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