Produktbild: In einer dunkelblauen Stunde
Artikelbild von In einer dunkelblauen Stunde
Peter Stamm

1. In einer dunkelblauen Stunde

In einer dunkelblauen Stunde Roman

Gesprochen von
4
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Sabine Arnhold

Spieldauer

6 Stunden und 25 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

18.01.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

93

Verlag

Argon Digital

Sprache

Deutsch

EAN

9783732420483

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Sabine Arnhold

Spieldauer

6 Stunden und 25 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

18.01.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

93

Verlag

Argon Digital

Sprache

Deutsch

EAN

9783732420483

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Manu

    Book Circle Community

    5/5

    05.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein stilles Vergnügen a piacere

    Da gibt es diese Doku über ein Filmer:innen-Duo, das eine Doku macht über einen Schriftsteller, der ein Buch schreibt über ein Filmer:innen-Duo, das eine Doku machen möchte über einen Schriftsteller, der ein Buch schreibt. In einer dunkelblauen Stunde ist sozusagen das dazwischengeschobene Werk auf der Metaebene. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Der Leserschaft sei an dieser Stelle empfohlen, den eingangs erwähnten Film (Wechselspiel - eine SRF DOK Produktion) zu schauen, bevor das Buch zur Hand genommen wird. Das Wissen über diesen Film eröffnet einem beim Lesen dieses Buches einen komplett neuen Blickwinkel und ein mehrdimensionales Leseerlebnis. Da ist einerseits die eigentliche Geschichte im Buch. Andererseits sind da aber auch die Bilder und die Geschichte der Beteiligten. Man fängt an, auf verschiedenen Ebenen zu lesen, was wiederum dazu führt, dass man sich konstant in verschiedenen Tempi wiederfindet: Mal passiert ganz viel, die Protagonistin versprüht Unruhe; dann malt sie sich fröhlich-blumige Szenen aus, um im nächsten Abschnitt in einen trägen inneren Monolog zu verfallen. Das Hintergrundwissen der Leser:innen liefert dann noch zusätzliche Impulse und Zwischentakte. Und das alles in einer präzisen, unaufgeregten, schönen Sprache - ganz in Stammscher Manier. Lange Rede, kurzer Sinn: Wow!

  • Bewertung

    4/5

    17.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ruhig und schön

    Eine schöne Geschichte, in der man in die Gedankenwelt der Ich-Erzählerin Andrea eintaucht, ausgelöst durch Recherchen über den Autor Richard Wendler, mit dem sie einen Dokumentarfilm dreht. Es ist eine ruhige Geschichte, in der nicht viel geschieht, aber schöne Ideen und Gedanken in sich trägt, die mich wiederum zum Nachdenken gebracht haben

  • Bewertung

    3/5

    08.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Schreibübung für Erprobte

    Peter Stamm hat hier das Medium eines Doukementarfilms interessant aufgerollt, jedoch mit seiner weiblichen Hauptprotagonistin für mich den Ton verfehlt. Ich mochte die Aufmachung des Charakters, wie Andrea ihr Lebens im Gesamten als einen Dokumentarfilm beschrieb und sich selber auch nicht zu Ernst genommen hat. Jedoch spürte ich immer wieder, dass Andrea von einem Mann geschrieben wurde und hierbei versucht wurde die Superiorität des männlichen Geschlechtes hervorzuheben. Zudem war es mir nicht abgerundet genug und erschien immer wieder so als hätte Stamm einen ganz gezielten Schreibauftrag anstatt einer Vision vor Augen gehabt.

  • yellowdog

    3/5

    18.01.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ruhiger Roman, sprachlich brillant

    Peter Stamm ist ein bedeutender Autor und hat seit seinem Erstlingserfolg Agnes schon viele Bücher geschrieben. Viele davon habe ich sehr gerne gelesen. Sein neuer Roman „In einer dunkelblauen Stunde“ ist auch interessant, empfinde ich aber sogar für seine Verhältnisse als sehr ruhig erzählt. Zweifellos gibt es hervorragende Formulierungen und das Buch, das von einem Schriftsteller und einer Dokumentarfilmerin handelt, ist sehr reflektiert. Die Dokumentarfilmerin Andrea will einen Film mit und über den Schriftsteller Richard Wechsler machen, doch das Projekt scheitert und Wechsler stirbt wenige Monate später. Doch Andrea lässt das ganze nicht los. Ähnlich geht es Judith, die mit Wechsler eine Beziehung hatte. Als Leser ist man meistens bei den Gedanken von Andrea. Sprachlich ist das nachdenklich stimmende Buch gelungen. Peter Stamm ist ein großer Stilist. Dramatik ist aber nicht seins. Vom Spannungsbogen ist der Roman verhalten. Doch das Buch hat mich interessiert und gedanklich beschäftigt. Vielleicht werde ich es sogar noch einmal lesen. Zuletzt möchte ich noch unbedingt das Cover loben, das einen gemalten Peter Stamm zeigt. Eine gute Arbeit vom Verlag.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Christian Finger

    Christian Finger

    Orell Füssli Bahnhof Zürich Oerlikon

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der der schreibt ist nicht der der ist

    Zu seinem 60. Geburtstag hat Peter Stamm sich und uns ein Buch geschrieben über ein fiktives Dokumentatoren Team (bestehend aus Andrea und dem Kameramann Tom), das eine Dokumentation über den Schriftsteller Wechsler drehen möchte. Das Konzept des Films wird von der Protagonistin (oder ist sie die Antagonistin?) Andrea so beschrieben: «Unser Film zeigt Richard Wechsler in seiner Wahlheimat Paris und begleitet ihn auf seiner Reise zurück in das Dorf seiner Kindheit. Wir treffen Weggefährten und unterhalten uns mit Literatursachverständigen über Richard Wechslers Werk.» So die Idee des Vorhabens – allerdings entzieht sich im Roman der dem Autor Peter Stamm zum Verwechseln ähnliche bzw. unähnliche Richard Wechsler dem Film-Doku-Team immer mehr und droht schliesslich ganz zu verschwinden. So warten Andrea und Tom in Stamms, äh Wechslers Heimatort auf die Ankunft oder zumindest ein Lebenszeichen des Protagonisten (oder Antagonisten?) und versuchen derweil, zumindest Anwohner aus dem Dorf vor die Kamera zu bekommen. Doch auch diese geben sich verschlossen und wortkarg. Andrea gibt sich immer mehr ihren Phantasien bezüglich Richard Wechslers hin und macht sich zugleich auf die Suche nach einer Frau und möglichen Jugendliebe Wechslers, die immer wieder in seinen Büchern auftaucht und vielleicht noch immer in der Gegend lebt, sofern sie überhaupt im wirklichen Leben existiert. Wie schon in Peter Stamm letztem Roman «Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt» (mit der der international erfolgreiche Autor den Schweizer Buchpreis 2018 gewann) wird man auch «In einer dunkelblauen Stunde» (der Titel ist eine Anspielung an das Parfum «L`Heure Bleue» von Guerlain und wohl daran angelehnt an eine ganz bestimmte erzählerische Stimmungslage: «In einer blauen, dunkelblauen Stunde, und wenn sie ging, weiss keiner, ob sie war») vom Autor in ein «virtuos konstruiertes Labyrinth geführt, in dem wir uns glücklich verlieren» (Zitat der Literaturpreis Jury 2018). Und auch hier greift wieder einmal mehr das von Peter Stamm durchexerzierte erzählerische Prinzip: «Andere Bücher haben eine Handlung. Hier ist die Handlung das Buch; nichts sonst.» Einen weiteren Hinweis zu Inhalt und Form des Textes gibt es im Buch auf Seite 42f., wo Peter Stamm seine Protagonistin Andrea ein anderes Doku-Film-Team zitieren lässt: «Ich war es leid, Realität in Geschichten zu zwingen, und suchte nach einer Form, bei der das Bild genügt … Ich will jedenfalls nicht noch mal einen Film machen, in dem ich über das Leben lüge…» Und so wissen wir auch nach der Lektüre von «In einer dunkelblauen Stunde» am Ende nur eins relativ genau: «Der der schreibt ist nicht der der spricht und der der spricht ist nicht der der ist.» (Zitat von Martin Kippenberger). Neben dem vergnüglich zu lesenden 252 Seiten starken Buch "In einer dunkelblauen Stunde" von Peter Stamm gibt es parallel und in Wechselwirkung zur Buchvorlage eine vom SRF produzierte Film-Doku mit dem Titel «Wechselspiel – wenn Peter Stamm schreibt» über das fiktive Doku-Team Andrea und Tom, in dem sich Peter Stamm als gefilmten und interviewten Schriftsteller augenzwinkernd ganz einfach selbst spielt.
  • Zum Bewerterprofil von S. Grubenmann

    S. Grubenmann

    Orell Füssli Wil

    Buchhändler*in

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    4/5

    15.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es dauerte etwas, bis ich mich...

    Es dauerte etwas, bis ich mich im Verwirrspiel Fiktion/Wahrheit zurechtfand. Die Entstehungsgeschichte des Romans war deshalb hiilfreich.Die Formulierungen und erstklassige Sprache faszinierten mich und ich habe den Roman innert Kürze gelesen. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.
  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    3/5

    23.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Buch für Buchclubs

    «Große Kunst hinterlässt in uns Spuren», lässt Peter Stamm recht zu Anfang seine Hauptfigur, den Autor Richard Wechsler sagen. Und seine Ich-Erzählerin, Andrea, fragt sich kurz darauf: «Ob die Bücher dasselbe mit Tom machten wie mit mir? […] Wenn wir über sie sprachen, hatte ich den Eindruck, wir hätten völlig verschiedene Geschichten gelesen.» Denselben Eindruck hatte ich, als ich die Zusammenfassungen der Rezensionen von Roman Bucheli (NZZ), Christoph Schröder (Süddeutsche Zeitung) und Martin Oehlen (Frankfurter Rundschau) las  Womit wir aber gleich bei einer der schönsten Eigenschaften von Literatur und Kunst an sich sind: Sie macht etwas mit uns und oft mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen. «In einer dunkelblauen Stunde» erzählt von Andrea, die mit ihrem Partner, Tom, einen Dokumentarfilm drehen möchte über den Schweizer Autor, Richard Wechsler. Nur, dass Wechsler nach den ersten Drehtagen in seiner Wahlheimat Paris nicht mehr auftaucht. Aus dem Film wird somit nichts und stattdessen denkt Andrea über Beziehungen, das Leben, Liebe, Freundschaft und über das nach, was nach dem Tod von uns bleibt. Spannend ist dabei die Form, denn es ist ein einziger Gedankenfluss, in dem auch direkte Rede nicht speziell markiert wird. Es scheint fast, als denke sie im Moment über das Geschriebene nach, wobei sie regelmässig ihre Gedanken hinterfragt bzw. auf Erinnerungslücken hinweist («Das erinnert mich an etwas, aber ich weiß nicht an was.»). Gleichzeitig erzählt sie aber eindeutig im Rückblick von den Ereignissen. Dabei springt sie in ihren Erinnerungen und kehrt mehrfach zu Schlüsselszenen zurück, die sie dann variiert, indem sie Details ergänzt oder die Erinnerung mit Vorstellungen davon verwebt, wie etwas hätte gewesen sein können. Faszinierend fand ich auch, dass sich, durch die Wiederholung der Erinnerungen, manche Aspekte wie zu spiegeln scheinen. Insbesondere ab der Mitte häuft sich dieser Eindruck, als Andrea erst von einem Telefonat mit Richard erzählt, während dessen sie sich eine Einkaufsliste notierte, die sie später fast wortgetreu in seinen Aufzeichnungen zu einem neuen Roman findet. Wer erzählt hier wirklich den Roman? Da Andrea Filmemacherin ist, beschreibt sie ihre Eindrücke oft wie Einstellungen und Filmsequenzen. Dass es keine markierte wörtliche Rede gab, hat mich anfangs stark irritiert. Die ersten 1 ½ Seiten habe ich gleich zwei Mal lesen müssen, bis ich begriff, was passiert :-) Es ist allgemein kein leichter Unterhaltungsroman, der sich nebenbei weglesen lässt. Dafür einer, über den sich Leser*innen herrlich austauschen können und bei dem sich vergleichen lässt, wem was aufgefallen ist. «[D]ie Bilder und Texte mögen in der Erinnerung verblassen oder sich verändern, aber was sie mit uns gemacht haben, bleibt. Die Narben.» Mir bleiben vor allem die Gedanken zu Literatur und zum Literaturschaffen und der feine Humor des Buches in Erinnerung. Und beim Durchblättern finde ich viele Stellen wieder, die ich mir beim Lesen markiert habe, so wie diese: «Leise rauscht die Klimaanlage, eingestellt auf die Idealtemperatur zur Lagerung von Büroangestellten.»

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