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Die Jahre Geschenkausgabe | Nobelpreis für Literatur 2022

Aus der Reihe suhrkamp pocket
14

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29482

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

324

Maße (L/B/H)

14.1/9.4/2.2 cm

Gewicht

174 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Les années

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47387-0

Beschreibung

Rezension

»... ein literarisches Erinnerungsarchiv voller Kraft, Melancholie und Schärfe.
« ("ntv")
»Annie Ernaux ist in meinen Augen
mit ihren revolutionären autofiktionalen Romanen über den Preis
der Überwindung von Klassenschranken die überzeugendste
Literaturnobelpreisträgerin seit
Langem.« ("FOCUS")
»[Ernaux] eröffnet auf nur gut 200 Seiten einen Weitblick, mit dem man die Welt vielleicht ein wenig besser verstehen kann.« ("NZZ Bellevue")

Produktdetails

Verkaufsrang

29482

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

324

Maße (L/B/H)

14.1/9.4/2.2 cm

Gewicht

174 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Les années

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47387-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • katis zettelchen

    aus Salzburg

    5/5

    02.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine chronologische Collage zur Geschichte des Zeitgeistes über mehr als 40 Jahre hinweg

    Ernaux kann alles besser ausdrücken als ich, daher fange ich mal mit ihren eigenen Worten an: Sie will „ihren Aufenthalt auf der Erde dokumentieren“, sie hat von sich selbst „den Eindruck […], in etwas Größerem aufzugehen, einem unscharfen Ganzen, dessen einzelne Bestandteile – Bräuche, Handlungen, Worte etc. – sie durch einen Kraftakt ihres kritischen Bewusstseins zum Vorschein bringen kann.“ „Sie will aus dem Abdruck, den die Welt in ihr und ihren Zeitgenossen hinterlassen hat, eine gesellschaftliche Zeit rekonstruieren, eine Zeit, die vor Langem begann und bis heute andauert – sie will in einem individuellen Gedächtnis das Gedächtnis des kollektiven Gedächtnisses finden und so die Geschichte mit Leben füllen.“ „Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts anderes sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werden.“ Es ist eine „unpersönliche Autobiographie“, eine chronologische Collage der Veränderungen des Zeitgeistes Frankreichs, Europas, der Welt, anhand persönlicher Erinnerungen, Fotos, Lieder, Filme. Ihre eigene Person wird zum wir, man, sie (3. Person Singular). Ein fantastisches Buch, in dem ich unter anderem mich selbst oft wieder erkannt, viel über Frankreich gelernt und Ernaux einmal mehr als Lieblingsautorin gefunden habe.

  • Bewertung

    5/5

    02.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literaturnobelpreisträgerin Annie...

    Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux schildert in ihrem wohl bedeutendsten Roman "Die Jahre" EIN Leben und EINE Geschichte stellvertretend für VIELE. In schlichter und eindringlicher Sprache schildert Ernaux ihr Leben und zugleich französische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    03.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr französisch

    Die Autorin entpuppt sich als eine sehr gute Beobachterin und Analystin. Das Buch beschreibt ihr Leben in Frankreich beginnend mit der Kriegszeit (sie ist 1940 geboren). Jedes Jahrzehnt, jedes Ereignis – privat wie öffentlich – wird kommentiert und das Zeitgefühl soziologisch analysiert. Obwohl ich viel über Frankreich weiß, gab es viele Dinge (politische, literarische, etc. oder einfach nur Konsumprodukte) die mir neu waren und deshalb nicht immer einfach zu verstehen. Das eigentlich bemerkenswerte an diesem Buch ist der Schreibstil. Es gibt keine Kapitel oder irgendwelche Einteilungen oder ein übergeordnete Struktur. Anhand von Fotos und Erinnerungen werden die Jahrzehnte mehr oder weniger chronologisch erzählt und die einzelnen Themen ziehen sich über Seiten oder auch nur über ein bis zwei Sätze. Zu Beginn ist das sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich schnell daran gewöhnen. Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant, es macht die vergangenen Jahrzehnte mit ihrem Zeitgeist lebendig und nachvollziehbar.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    03.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr französisch; Die Autorin…

    Sehr französisch; Die Autorin entpuppt sich als eine sehr gute Beobachterin und Analystin. Das Buch beschreibt ihr Leben in Frankreich beginnend mit der Kriegszeit (sie ist 1940 geboren). Jedes Jahrzehnt, jedes Ereignis – privat wie öffentlich – wird kommentiert und das Zeitgefühl soziologisch analysiert. Obwohl ich viel über Frankreich weiß, gab es viele Dinge (politische, literarische, etc. oder einfach nur Konsumprodukte) die mir neu waren und deshalb nicht immer einfach zu verstehen. Das eigentlich bemerkenswerte an diesem Buch ist der Schreibstil. Es gibt keine Kapitel oder irgendwelche Einteilungen oder ein übergeordnete Struktur. Anhand von Fotos und Erinnerungen werden die Jahrzehnte mehr oder weniger chronologisch erzählt und die einzelnen Themen ziehen sich über Seiten oder auch nur über ein bis zwei Sätze. Zu Beginn ist das sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich schnell daran gewöhnen. Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant, es macht die vergangenen Jahrzehnte mit ihrem Zeitgeist lebendig und nachvollziehbar.

  • Bewertung

    aus Vaihingen

    5/5

    24.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wiedergefunden

    Wenige Jahre jünger als die Autorin, spiegelten sich viele ihrer Erfahrungen und Sichtweisen in meinen. Ob aus französischer oder deutscher Sicht, meistens vollkommen identisch. Fast wäre mir dieses Leseerlebnis entgangen, da ich in den ersten rund 20 Seiten nicht in das Buch hineinfand und es erst einmal weglegte. Nachdem ich mich aber das 2. Mal daran gewagt hatte, kam ich fast nicht mehr davon los. Inzwischen wartet das nächste Buch von ihr, um gelesen zu werden.

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  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Grenzübergreifende Chronik der Jahre 1940-2008

    Beeindruckende Chronik eines Lebens, einer Generation und der französischen Gesellschaft seit 1940. Annie Ernaux verspürte schon immer das Bedürfnis, Bücher zu schreiben und seit den 80ern geisterte in ihrem Kopf die Idee herum, ihr Leben aufzuschreiben. Aber nicht als gewöhnliche Biografie einer Französin, einer Lehrerin, einer Ehefrau und Mutter, sondern vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der französischen Gesellschaft. Nur über die Form war sie sich lange Zeit nicht klar. Als sie Anfang des neuen Jahrtausends, nun schon über 60 Jahre alt, an Krebs erkrankt, sieht sie ihre Zeit davonlaufen und verwebt ihre über Jahrzehnte gesammelten Notizen zu einem dichten chronologischen Zeugnis der letzten fast 70 Jahre. “Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird.” Der Schlusssatz ist das Motto dieses autofiktionalen Werkes. Ernaux’ Schilderungen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen jener Jahre sind überwiegend über längere Absätze ausformuliert, teils in einem Satz pointiert kommentiert, teils als Aufzählungen einzelner Besonder- und/oder Begebenheiten stichpunktartig festgehalten. Toll ist, wie Familienfeiern über die Jahre immer wieder als Referenzpunkt dienen. Wie haben sich die Gesprächsthemen verändert? Wer redet am meisten? Wie fühlt sich die Erzählerin inmitten ihrer Familie? Erst als Kind, dann als junge Erwachsene, als junge Ehefrau und Mutter und schliesslich als Mutter erwachsener Söhne, als Grossmutter? Wirklich genial ist dabei, dass durch die Erzählung in der dritten Person ihre Schilderung eine Allgemeingültigkeit erhält, die dem Buch eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung und generationenübergreifende Relevanz verleihen. Natürlich konzentriert sie sich vor allem auf Frankreich, doch sind viele politische und wirtschaftliche Entwicklungen weltweit bedeutsam (AIDS, Fall der Mauer, Ende der Sowjetunion, 11. September, …), sodass die Lektüre auch nicht-französische Leser*innen zum Nachdenken anregt. Ganz besonders spannend finde ich diese nationalitätenübergreifende Relevanz bei gesellschaftlichen Entwicklungen, wie dem aufkommenden Individualismus ab den späten 80ern, dem Altern, der Stellung von Frauen und ihrer Sexualität etc. Ebenfalls begeistert hat mich die Sprache. Ernaux zeichnet auch diese Entwicklung nach, wie Wörter aus unserem Wortschatz verschwinden und neue dazukommen, welche Lieder, Bücher, Filme prägend für welche Zeit waren. Die Übersetzerin, Sonja Finck, wechselt souverän zwischen den Elementen, die sie unübersetzt stehen lässt und solchen, für die sie passende Übertragungen im Deutschen findet (dies gerade hinsichtlich des sprachlichen Wandels). Sie erhält so das französische Flair und gibt den Erinnerungen zugleich auch einen deutschen Kontext. Es ist kein Buch, das ich in einem Rutsch weggelesen hätte, sondern für das ich mir Zeit genommen habe, auch, um die Eindrücke all dieser kompakt aufeinander folgenden Jahre zu verarbeiten. “Die Jahre” ist das erste Buch der Nobelpreisträgerin Ernaux, das ich lese, aber es wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein.

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