Rosenemil Ein Berliner Milieuroman über Außenseitertum, jüdisches Bürgertum und soziale Ausgrenzung im Berlin um 1900
Aus der Reihe
Georg Hermann. Werke in Einzelbänden
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.05.2023
Verlag
E-artnowSeitenzahl
314 (Printausgabe)
Dateigröße
830 KB
Sprache
Deutsch
EAN
4066339509108
Georg Hermanns "Rosenemil" ist ein Berlinroman, der das gesellschaftliche Leben der Reichshauptstadt mit genauer Beobachtungsgabe und feiner psychologischer Zeichnung entfaltet. Im Mittelpunkt steht Emil, dessen Weg durch unterschiedliche soziale Milieus führt und dabei Fragen nach Zugehörigkeit, Aufstieg, Begehren und moralischer Selbstbehauptung sichtbar macht. Der Roman verbindet realistische Milieuschilderung mit impressionistischer Wahrnehmung: Strassenszenen, Umgangssprache und atmosphärische Details verdichten sich zu einem vielstimmigen Bild des wilhelminischen Berlin. Damit steht das Werk im Kontext der modernen Grossstadt- und Gesellschaftsliteratur, ohne sich auf naturalistische Erklärungsmuster zu beschränken. Georg Hermann, 1871 als Georg Hermann Borchardt in Berlin geboren, war Schriftsteller, Journalist und Kenner der Kunstgeschichte. Seine intensive Vertrautheit mit der Berliner Kultur- und Alltagswelt prägte sein literarisches Werk ebenso wie seine Sensibilität für soziale Spannungen und jüdisch-bürgerliche Lebensformen. Als assimiliert-jüdischer Autor erlebte er die Widersprüche zwischen kultureller Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung aus eigener Perspektive. Diese Erfahrungen verleihen "Rosenemil" seine historische Genauigkeit und seine zugleich kritische, menschenkundige Haltung. "Rosenemil" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Stadtgeschichte, differenzierte Charaktere und die Übergänge zwischen Realismus und Moderne schätzen. Der Roman eröffnet einen eindrucksvollen Zugang zu einer vergangenen Berliner Gesellschaft und bewahrt dabei eine bemerkenswerte Gegenwartsnähe.