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Produktbild: Zuleika

Zuleika Roman

10

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

3539 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

EAN

9783608122459

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

3539 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

EAN

9783608122459

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  • seitenmusik

    5/5

    17.03.2024

    eBook (ePUB 3)

    Antikes Drama in Prosaform trifft auf Feminismus des 21. Jahrhunderts: Ein wahrer Lesegenuss!

    Wer ist sie? Bin ich die echte nubische Prinzessin von Mama Africa? Hab ich den Nil im Blut in diesem materfutuo Großstadtdschungel namens Londinium? Fühl ich mich mangelhaft, nur weil ich dunkel bin? Oder bin ich doch die hippe Chica und lebe im Schoß des Luxus? Bin ich Sklavin oder Sklavenhalterin? Bin ich Londinia oder Nubierin? Sind meine Kinder mal Römer oder Nubinetten? Was waren meine Eltern, Vasallen, Pharaonen? Und ist das alles nicht eigentlich scheißegal? - Zuleikas Gedicht "Identitätskrise" (S. 173) In "Zuleika" entführt uns Bernardine Evaristo in das pulsierende London des Römischen Reichs, wo die junge und ungestüme Zuleika gegen die Zwänge einer patriarchalen Gesellschaft ankämpft. Die Autorin, bekannt für ihre tiefe Auseinandersetzung mit Identität, Feminismus und Rassismus, webt in diesem Roman gekonnt historische Fakten mit fesselnder Fiktion. Für mich war es das zweite Buch von ihr, nachdem mich "Mädchen, Frau etc." schon schwer begeistert hat. Und auch dieses mal wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch erzählt die Geschichte der widerspenstigen Zuleika, die mit nur elf Jahren an einen reichen Patrizier verheiratet wird. Doch Zuleika, mit nubischen Wurzeln, lässt sich nicht so leicht in ihr Schicksal fügen. Sie kämpft für Freiheit und Leidenschaft in einer Stadt, in der Geld, Sex und Macht regieren. Als sie eine leidenschaftliche Affäre mit dem Kaiser Septimius Severus beginnt, gerät ihr Leben endgültig aus den Fugen. Die Mischung aus historischem Stoff und moderner Stimme macht "Zuleika" zu einem spannenden und außergewöhnlichen Leseerlebnis. Evaristo gelingt es, eine starke und lebendige Hauptfigur zu schaffen, die mich mit ihrer unkonventionellen Art sofort für sich eingenommen hat. Die Sprache, obwohl in Versform gehalten, ist überraschend leicht zugänglich und verleiht der Geschichte eine ganz eigene Dynamik: mein Schicksal schon besiegelt durch einen Mann, dreimal so alt und breit wie ich, und ich erst zarte elf – schon da fand Dad, ich würde langsam ranzig. Ich kam dann zu Clarissa, einer arroganten Römer-Bitch, die mir Benimmstunden erteilte, ich lernte reden, essen, furzen, mein amo amas amat runterbeten und mein Plebejer-Kreolisch in die Tonne treten. Zuleika accepta est. Zuleika delicata est. Zuleika Scheiß-Musterkind vom Dienst est. (S. 14/15) Der Roman besticht nicht nur durch seine packende Handlung, sondern auch durch seine tiefgreifenden Themen, darunter Armut, Gewalt, Patriarchat, Rassismus und Queerness. Evaristo schafft es, diese komplexen Aspekte auf eine unterhaltsame und zugleich nachdenklich stimmende Weise zu behandeln: Schon vor scheißvielen tausend Jahren glaubten die alten Ägypter an solche Sparringspartner, an die Mr.-und-Mrs.-Happy-Nummer, ich bin für dich da, amore, wenn du für mich da bist. (S. 45) "Zuleika" ist ein Buch voller Leidenschaft, Witz aber auch Tiefe und Tragik, das die Leser:innenschaft in die faszinierende Welt des antiken Londons entführt und einmal mehr aufzeigt, wie Frauen viele Jahrhunderte lang unterdrückt wurden und immer noch werden. Trotz einiger sprachlicher Herausforderungen am Anfang konnte mich die Geschichte von Zuleika von Anfang bis Ende fesseln. Daher vergebe ich volle 5 Sterne und empfehle dieses Buch allen, die auf der Suche nach einem fesselnden und außergewöhnlichen historischen Roman mit einer starken weiblichen Hauptfigur sind. Bei dem Buch handelte es sich um ein Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

  • Bewertung

    5/5

    03.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toll

    Zuleika ist vieles, Tochter, Geliebte, Frau, Freundin. Doch vor allem ist sie eines. Frech. Als Zuleika mit elf Jahren von ihrem Vater verheiratet wird beschließt sie noch in ihrer Hochzeitsnacht sich niemals unterdrücken zu lassen und sich vom Leben alles zu nehmen was sie will. Doch für ihre Aufmüpfigkeit, ihre freche Art und ihre wehemente Weigerung sich unterzuordnen bezahlt sie am Ende einen sehr hohen Preis. Der Roman hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Zuleika ist eine geradezu schillernde Protagonisitn voll von Witz, geistreichen Einfällen und einer Erzählstimme die sich sehen lassen kann. Man fühlt sich Zuleika einerseits nahe und andererseits schafft sie durch ihre Art des Erzählens eine gewisse distanziertheit die für mich vermittelt hat das sie zwar versucht nicht aufzugeben allerdings nicht mehr viel Hoffnung hat mit ihrem Freiheitsdrang durchzukommen. Eine Junge Frau die versucht sich nicht unterzuordnen, jedoch den zwängen ihrer Zeit letztlich ausgeliefert ist, die mit aller Kraft versucht sich nicht fügen zu müssen jedoch letztlich daran zu zerbrechen droht. Ein wirklich sehr kraftvoller, gelungener Roman. Großartig Geschrieben und von Tanja Handels gekonnt übersetzt.

  • LG

    5/5

    16.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wild poetisch

    "Zuleika" ist ein faszinierendes, wildes und poetisches Versepos, das den Leser in eine fiktive Welt des römischen Londons um 200 n. d. Z. entführt. Die ungewöhnliche Erzählform in Versen, die eine Mischung aus Slang, aktuellen Anspielungen, hochgestochener Sprache der Oberschicht und Latein ist, macht beim Lesen großen Spaß und wirkt trotz der großen Künstlichkeit erstaunlich leichtfüßig und authentisch. Ich bin mir sicher, dass die Übersetzerin hier ganze Arbeit geleistet hat. Tipp: Ich musste tatsächlich ab und zu lateinische Vokabeln nachschlagen, Grundkenntnisse des Lateinischen schaden also bei der Lektüre definitiv nicht. Dennoch ist der Mix aus Altem und Aktuellem der für mich faszinierendste Aspekt des Romans. Die Hauptfigur, Zuleika, ist eine fesselnde Protagonistin, die als Schwarzes Mädchen in den Straßen des multikulturellen Londons lebt. Als ihr Vater sie im Alter von elf Jahren an einen reichen Patrizier verheiratet, lernt sie zwar finanzielle Sicherheit kennen, sie fühlt sich aber bald eingesperrt und beginnt, inspiriert durch die Lektüre der griechischen Klassiker, selbst zu schreiben - die Versuche sind eher naiv, aber durch diesen Kontrast wirkt die Erzählweise des Romans dann noch einmal umso interessanter. Den Kontakt zum Leben jenseits der Konventionen verliert Zuleika durch ihre Freundinnen nicht, besonders gut hat mir hier die queere Figur der Venus gefallen. Und schließlich findet Zuleika durch die Begegnung mit dem römischen Kaiser auch noch Leidenschaft - doch wie lange wird die Affäre gut gehen? Die Geschichte von Zuleika ist geprägt von Widerspenstigkeit, Schlagfertigkeit und wilder Schönheit. Die Autorin hat es geschafft, eine Inter Welt zu erschaffen, die mich sprachlich als auch inhaltlich in ihren Bann gezogen hat und der man die Freude der Autorin am Schreiben anmerkt. Das war mein erster Roman der Autorin, aber definitiv nicht mein letzter!

  • Lu

    aus Hamburg

    5/5

    16.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Zuleika" ist ein faszinierend…

    "Zuleika" ist ein faszinierendes, wildes und poetisches Versepos, das den Leser in eine fiktive Welt des römischen Londons um 200 n. d. Z. entführt. Die ungewöhnliche Erzählform in Versen, die eine Mischung aus Slang, aktuellen Anspielungen, hochgestochener Sprache der Oberschicht und Latein ist, macht beim Lesen großen Spaß und wirkt trotz der großen Künstlichkeit erstaunlich leichtfüßig und authentisch. Ich bin mir sicher, dass die Übersetzerin hier ganze Arbeit geleistet hat. Tipp: Ich musste tatsächlich ab und zu lateinische Vokabeln nachschlagen, Grundkenntnisse des Lateinischen schaden also bei der Lektüre definitiv nicht. Dennoch ist der Mix aus Altem und Aktuellem der für mich faszinierendste Aspekt des Romans. Die Hauptfigur, Zuleika, ist eine fesselnde Protagonistin, die als Schwarzes Mädchen in den Straßen des multikulturellen Londons lebt. Als ihr Vater sie im Alter von elf Jahren an einen reichen Patrizier verheiratet, lernt sie zwar finanzielle Sicherheit kennen, sie fühlt sich aber bald eingesperrt und beginnt, inspiriert durch die Lektüre der griechischen Klassiker, selbst zu schreiben - die Versuche sind eher naiv, aber durch diesen Kontrast wirkt die Erzählweise des Romans dann noch einmal umso interessanter. Den Kontakt zum Leben jenseits der Konventionen verliert Zuleika durch ihre Freundinnen nicht, besonders gut hat mir hier die queere Figur der Venus gefallen. Und schließlich findet Zuleika durch die Begegnung mit dem römischen Kaiser auch noch Leidenschaft - doch wie lange wird die Affäre gut gehen? Die Geschichte von Zuleika ist geprägt von Widerspenstigkeit, Schlagfertigkeit und wilder Schönheit. Die Autorin hat es geschafft, eine Inter Welt zu erschaffen, die mich sprachlich als auch inhaltlich in ihren Bann gezogen hat und der man die Freude der Autorin am Schreiben anmerkt. Das war mein erster Roman der Autorin, aber definitiv nicht mein letzter!

  • Bewertung

    4/5

    10.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ganz besonderes Buch

    Zuleika - Bernardine Evaristo aus dem Englischen übersetzt von Tanja Handels Im London des Römischen Reichs, 211 nach Christus, regiert unter Kaiser Sevva, lebt eine schwarze Migrantenfamilie aus Nubia, Sudan. Deren Tochter, Zuleika erlebt ein abenteuerliches Leben mit ihrer Freundin in Londons Gassen. Im Alter von 11 Jahren wird sie durch ihren Vater an einen reichen und alten Patrizier verheiratet. Für Ihre Familie sichert es den sozialen Aufstieg, für sie ist es das Ende ihrer Kindheit. „Von Verlangen durchtränkt treiben seine Pupillen im kaltblauen Januarhimmel, zeigen kein Erbarmen, so sehr auch meine auf Unschuld plädieren“. Der abstoßende, gruselige, zu alte Mann wird immer wieder aus Sicht ihrer eigenen kindlichen Unschuld beschrieben, obwohl wohlhabend, verachtet sie ihre Lebensumstände und leidet unter ihrer Einsamkeit. Sie wird im wahrsten Sinne zu seinem Objekt. Die Begegnung mit dem Kaiser Serverus beschert ihr sinnliche Erlebnisse („Spürte ich, dass mich jemand ganz macht“) doch das Glück währt nicht lange. Dieses Buch ist ein sprachliches Meisterwerk, ein Versepos, mal eindringlich poetisch, gespickt mit lateinischen Vokabeln, dann in moderner schnoddriger Sprache. Es gelingt der Autorin wunderbar, die Gedankenwelt dieses jungen Mädchens, die Atmosphäre der Stadt, die Lebenssituationen der Menschen einzufangen und dabei eine gedankliche Mischung zwischen Römischem Reich und Neuzeit herzustellen. Und dabei bricht sie Traditionen und Erwartungen an Literatur auf. Evaristo hat dieses Werk bereits vor 20 Jahren geschrieben, es wurde nun, angesichts ihres Erfolges als Booker-Preis-Gewinnerin von Tanja Handels hervorragend übersetzt. Auch wenn es zunächst weit hergeholt erscheint, bezieht sich die Autorin auf historisch belegte Erkenntnisse, dass auch bereits zur Zeit der römischen Besatzung Menschen aus Afrika in Großbritannien lebten.

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    3/5

    29.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Versroman aus dem 3. Jh. in moderner Sprache

    Bernardine Evaristo hat mich erneut überrascht. Nach «Mädchen, Frau etc.» und «Mr Loverman» ist dies das dritte Buch von ihr, das ich lese, und bisher gleicht keines dem anderen – zumindest sprachlich nicht. Denn während «Mädchen, Frau etc.» ohne Punkt und Komma aus verschiedenen weiblichen Perspektiven geschrieben war, war die Interpunktion bei «Mr Loverman» gewährleistet und Evaristo wechselte zwischen der Sicht der männlichen Hauptfigur und seiner Frau, wobei sie auch durch die Zeiten sprang. In «Zuleika» hingegen lässt sie ihre ca. 18-jährige Protagonistin in der ersten Person erzählen. Die Clous: Zuleika lebt in London zur Zeit des Römischen Imperiums, schreibt in Versform und nutzt dabei eine moderne, vielseitige Sprache. Hier werden lateinische Ausdrücke mit lateinisch klingenden Wörtern gemischt, es werden spanische Wörter und Slang verwendet und vieles mehr, das ich schon wieder vergessen habe. Wie auch in ihren bisherigen Büchern eint die Schwarzen Hauptfiguren ihr Bemühen, ihre Geschichten selbst zu schreiben, sich somit zu emanzipieren von der bisherigen Wahrnehmung. Das ist auch Zuleikas Anliegen, die der Welt ihren Stempel aufdrücken möchte durch ihre Gedichte. Der vorliegende Versroman ist quasi das Ergebnis, doch weiss Zuleika nicht, ob ihr Bemühen von Erfolg gekrönt und ihre Geschichte uns geläufig sein wird. Die Sprache ist, wie erwähnt, modern, Reime gibt es in der Regel nicht, aber es klingt rhythmisch und durch die Versform auch komprimiert, sodass wir förmlich durch Zuleikas Geschichte fliegen. Sieben Jahre umspannt sie, aufgeteilt auf zehn Teile, die wiederum in mehrere Unterkapitel unterteilt sind. Hätte ich jetzt bei meinem Lyrikkurs besser aufgepasst, könnte ich womöglich noch sagen, inwiefern Evaristo hier mit welchen lyrischen Formen spielt. Aber für das Verständnis der Geschichte ist dieses Wissen nicht relevant. Der Anfang hat mich begeistert, doch ab der Hälfte wurde ich etwas müder. Ich bin nicht sicher, woran es lag. Vielleicht an der bedrückenden Atmosphäre von Zuleikas Geschichte, einer jungen Frau, die schon als Kind verheiratet wurde mit einem alten Mann, die wie ein Vogel im goldenen Käfig gehalten wird, sowie an der herrschenden Brutalität und Vulgarität in ihrem Leben. «Zuleika» wird vermutlich nicht mein Lieblingsroman von Bernardine Evaristo, aber ihre Vielseitigkeit erstaunt mich einmal mehr. Tanja Handels hat den bereits 2001 erstmals erschienen Roman nun aus dem Englischen übersetzt.

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