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Die schönste Version Roman | Eine radikal ehrliche Anklage an toxische Beziehungen und das System, das sie ermöglicht

205

Fr. 34.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

11036

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.07.2024

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20.6/13.2/2.8 cm

Gewicht

332 g

Farbe

Messing

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00695-2

Beschreibung

Rezension

«[eine] Geschichte über eine junge Frau aus Ostdeutschland mit einer toxisch-gewaltvollen Beziehung. Jedes einzelne dieser drei Themen ist mittlerweile gut bearbeitet – aber kaum jemals so brutal anmutig, wie es sich Thomas vornimmt. Mit diesem Roman, der so mühelos die Erzählregister zwischen einer panisch atemlosen Sprache und einer ausgeruhten Sanftheit wechselt.» ("Die Zeit")
«Es ist eine ganz, ganz große Stärke dieses Debütromans die Nachwende- Nullerjahre-Stimmung eingefangen zu haben. [...] Ein deutscher Nachwenderoman.» ("Deutschlandfunk Kultur "Lesart"")
«Es ist sehr fein geschrieben, sehr stark und auch sehr klar. [...] Sie findet Worte für Dinge, für die es oft keine gibt.» Mona Ameziane, MDR ("MDR Fernsehen")
«Das Wunderbare ist dabei, dass der Roman nicht die Absicht hat, moralisch oder programmatisch zu sein [...], für das Problembewusstsein ist der Leser selbst zuständig. [...] Das Drama ist die Uneindeutigkeit, und ihre präzise Darstellung ist die große Kunst dieses Romans.» ("Die Zeit")
Dringlich, unmittelbar, höchst lohnend. ("Aachener Zeitung")
«Literarisch hervorragend.» ("RBB Radioeins")
«Thomas’ Sprache spiegelt die Ambivalenzen ihrer jungen Heldin.
«Eine Reflexion der Sozialisation als Frau, also das Frauwerden in einer Welt, die so stark von männlicher Vorstellung und männlicher Macht geprägt ist. [...] Es ist radikal hartnäckig, was Ruth-Maria Thomas macht.» ("Deutschlandfunk Kultur "Lesart"")
«In dem Versuch, die gesellschaftlichen Bedingungen von Gewalt gegen Frauen literarisch zu erforschen, stellt sich Thomas in eine Tradition, die von Ingeborg Bachmann bis Lana Lux reicht. Schonungslos wie einfühlsam erzählt Thomas eine Geschichte, die kein Einzelfall ist — und dennoch höchstpersönlich.» ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")

Produktdetails

Verkaufsrang

11036

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.07.2024

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20.6/13.2/2.8 cm

Gewicht

332 g

Farbe

Messing

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00695-2

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Bewertung

    5/5

    02.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    5/5 - jetzt schon Jahreshighlight?!

    Hab das Buch in zwei Tagen verschlungen und konnte es am ersten Tag nur zur Seite legen, weil ich so müde geworden bin und die letzten 70 Seiten aufmerksam und genussvoll mich aufsaugen wollte. Ich habe bereits auf der ersten Seite des Buches gemerkt, dass mir das wahrscheinlich besonders gut gefallen wird und ein Highlight werden könnte und ich wurde nicht enttäuscht! Besonders die erste Hälfte hat mir unglaublich gut gefallen: Der Schreibstil so besonders und so leicht zu lesen, dass man die Erzählungen wirklich vor dem inneren Auge selber erlebt und noch dazu sehr besonders. Ich mochte zudem das Setting und die Art, wie die Ruth-Maria Thomas jedes Detail der Umgebung und Personen beschrieben hat. Das Gefühl von Sommer und Badeluft und zwischen den Seiten trotzdem immer wieder ein heißes Sommergewitter (man darf selbstverständlich die emotionale und physische Gewalt in der gesamten Erzählung nicht romantisieren! Doch meiner Meinung nach wird durch diesen Wechsel von warmen Sommergefühlen und Unruhe perfekt die Ambivalenz von Jella getroffen, die sie gegenüber Yannick und auch ihrer Vergangenheit konfrontiert sieht) Nach dem Durchlesen der Kritiken hier kann ich jedoch auch durchaus verstehen, warum das Buch viele nicht abholen konnte. Für meinen persönlichen Geschmack gab es auch einige Handlungen der Protagonistin gegen Ende, die aufgedeckt wurden, die mich ein wenig enttäuscht haben (z.B. der Betrug mit Mert, Jellas eigene Taten ggü. Yannick). Auch wenn mich einzelne Entwicklungen gegen Ende irritiert oder kurzzeitig enttäuscht haben als jemand, der Jellas Geschichte gerne verfolgt hat, muss ich im Nachhinein sagen, dass genau diese Ambivalenz die Geschichte so authentisch macht. Menschen handeln nicht immer konsequent, nicht immer moralisch richtig – und genau das zeigt dieser Roman auf eindringliche Weise. Doch genauso überraschend war es für mich, wie gut ich der Protagonistin folgen konnte und ihre Gedanken besonders am Ende des Romans nachempfinden konnte. Die Erzählweise untermauert die Emotionen während des Lesens perfekt, man erlebt die Tragödie nahezu am eigenen Körper. So kontrovers und sensibel das Thema auch ist, meiner Meinung nach wurde es in dieser Erzählung wirklich gut aufgegriffen UND der Autorin ist es gelungen, die Komplexität einer solchen Situation den Lesern zu vermitteln - denn es ist nicht nur das schlichte „Ich verlasse ihn, nachdem mir Gewalt angetan wurde“. Denn wie kann man jemanden verlassen, den man liebt? Wie kann jemand, der einem liebt, einem selbst Gewalt antun? Wie kann man jemanden, der einem Gewalt antut, weiterhin lieben und wie Jella so gerne beschreibt, „dadurch noch näher kommen“ obwohl man ihn verlassen will und gleichzeitig näher zu ihm rücken möchte? Durch die eingestreuten Rückblicke versteht man hier auch immer besser, wie sich der komplexe Charakter von Jella zusammensetzt, ganz besonders geprägt von ihrer Vergangenheit. Am Ende geht es schließlich darum aufzuzeigen, welche Seiten Menschen von sich hervorbringen können. Denn auch eine Jella hat ihre moralisch graue Seite Lesern offenbart. Ruth-Maria Thomas hat wirkliches Talent dafür, kunstvoll und zugleich schonungslos menschliche Abgründe freizulegen, ohne ihre Figuren dabei eindimensional wirken zu lassen. Stattdessen erschafft sie Charaktere, die sich widersprüchlich, verletzlich, wütend und fehlbar zeigen – und gerade dadurch so erschreckend echt sind. Besonders beeindruckt hat mich, wie differenziert mit Schuld, Scham, Macht und Ohnmacht umgegangen wird. Es gibt keine einfachen Antworten, keine klaren Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Menschen sind nicht nur „gut oder böse“. Vielmehr bleibt man als Leser*in mit einem Gefühl der Unruhe zurück – und genau das macht dieses Buch für mich so stark. Es fordert heraus, zwingt zum Hinsehen und zum Aushalten. Und ja, das Ende finde ich beim Nachdenken über den Roman sehr gelungen! „Die schönste Version“ spielt darauf an, welche Version wir von uns selbst – oder von anderen – sehen wollen. Die ästhetisierte, erträgliche? Oder auch die unbequeme, moralisch graue? Der Roman entscheidet sich klar für Letzteres. Gerade weil das Buch nicht bequem ist, sondern irritiert und zum Nachdenken zwingt, ist es literarisch und gesellschaftlich bedeutsam.

  • Bewertung

    5/5

    30.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtige Message

    Sehr fesselnd und absolut nachfühlbar! Viele Red Flags werden beschrieben, was leider viele Frauen kennen. Sollte jeder gelesen haben, vor allem die jüngeren Generationen. Ich konnte mich in vielen Situationen wiederspiegeln.

  • Bewertung

    5/5

    24.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlich stark und emotional – ein Jahreshighlight

    Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an vollständig in ihren Bann gezogen. Die Sprache ist klar und direkt, gleichzeitig aber stellenweise poetisch. Besonders gelungen fand ich die komplexe Dynamik zwischen den Hauptfiguren, die sich im Verlauf immer weiter entfaltet und deren Entwicklung man unbedingt nachvollziehen möchte. Die Zeitsprünge in die Jugend von Jella verleihen ihrer Figur zusätzliche Tiefe und machen sie als Charakter noch greifbarer.

  • Bewertung

    5/5

    01.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesenswert

    Gehört nun zu meinen liebsten Büchern, habe viel markiert. Wichtige Themen. Es nimmt mich als Leserin mit, lässt mich Parallelen ziehen, den Kopf schütteln, reflektieren, nachdenken und einordnen.

  • Bewertung

    5/5

    17.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtiges Buch

    Das Buch begleitet einen auf Jellas Reise als junge Frau im Patriarchat aufzuwachsen. Wie es ist sich nicht genug zu fühlen und sich selbst zu hinterfragen. Dieses Buch tut beim lesen sehr weh und macht auch so wütend, doch genau das macht dieses Buch so lesenswert. Ich kann es nur empfehlen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (205)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungslos ehrlich

    Nachdem ich Ruth-Maria Thomas’ Debütroman in letzter Zeit mehrfach verkauft habe, wurde ich neugierig. Also, Buch geschnappt und losgelesen. Ich-Erzählerin Jella, Anfang 20, Mathematikstudentin, berichtet von einem Moment, in dem ihre Welt aus dem Gleichgewicht gerät – und wie es dazu kam. Es ist eine Geschichte von Erwartungen, vermeintlichen und tatsächlichen. Erwartungen, die wir mit unserem Bild von Männern/Frauen verknüpfen, und Erwartungen, die wir von romantischen Beziehungen haben. Jella schaut zurück auf ihre Kindheit, ihre Jugend, wie sich Freundschaften zusammen mit dem Hormonhaushalt veränderten, wie sich Interessenschwerpunkte verlagerten, wie sie begann, ihre Rolle als unverzichtbare Frau im Leben eines Mannes zu formen – und was es sie kostete. Thomas’ Umgang mit Sprache hat mich schon auf den ersten Seiten beeindruckt. Wie sie Jellas Emotionen verdeutlicht, mit Bildern, Satzfragmenten oder poetischen Umbrüchen, fand ich enorm stark. Jella ist schonungslos ehrlich mit sich und uns, explizite Sprache inbegriffen. Ihr Bericht liest sich wie eine Therapiesitzung, als wenn sie sich alles von der Seele redet. Da sie mehrere schwierige Erfahrungen gemacht hat, ist die Stimmung vielfach schwermütig, bedrückend, verzweifelt. Was mir daran etwas fehlte, waren positive Gegenentwürfe: Nicht alle Beziehungen sind schlecht, nicht alle Vorbilder/Wunschvorstellungen werden zwangsläufig toxisch. Mich hätte zudem noch die Perspektive ihres Freundes gereizt. Wie hat er die Beziehung wahrgenommen? Welche Gedanken, Wünsche etc. hat er verborgen, um liebenswert zu erscheinen? Inwiefern hat sein Selbstbild vom «Mann-Sein» die Entscheidungen in seinem Leben geprägt? Was nehmen wir daraus mit? Viel zum Nachdenken über uns selbst, die verschiedenen Beziehungen in unseren Leben und wie wir sie führen wollen. Für Fans von Franziska Schutzbach, Mareike Fallwickl, Emilia Roig, Julia Schoch und Katja Kullmann.
  • Zum Bewerterprofil von Luna Fé Bigl

    Luna Fé Bigl

    Orell Füssli Meissner Aarau

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unverblühmt und brutal ehrlich

    Für Jella ist Yannick die erste grosse Liebe. Sie möchte alles richtig machen, eine perfekte Freundin sein, ihre schönste Version für ihn sein. Sie verstellt sich um zu gefallen und verliert mehr und mehr den Bezug zu sich selbst. Die Spannungen innerhalb ihrer immer toxischer werdenden Beziehung spitzen sich zu. Doch wann ist der Punkt erreicht ab dem es kein zurück mehr gibt? Der Punkt der alles in ein "davor" und "danach" teilt? Thomas Schreibstil, so brutal und sanft zugleich, zieht die Lesenden bereits ab der ersten Seite in ihren Bann. Sie zeigt ehrlich und unverblühmt auf, wie unsere Gesellschaft vielen jungen Frauen nach wie vor ein falsches Bild von dem vermittelt, was sie zu sein haben und wie man mit ihnen umgehen kann. Die Zeitsprünge innerhalb der Geschichte sind passend gewählt und verleihen dem Plot zusätzliche Spannung.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah-Nina Huber

    Sarah-Nina Huber

    Orell Füssli Bahnhof St. Gallen

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein bitterschönes Buch...

    Der Stil ist leicht und einnehmend. Wir erleben die Geschichte aus Jellas Sicht und in ihren eigenen Worten. Obwohl ich Anfang der 2000er noch gar nicht lebte, konnte ich mich gut in Jellas Leben und ihre Erfahrungen hineinversetzen. Die Erzählweise ist so realitätsnah und nachvollziehbar, dass das Buch mich emotional durchgerüttelt hat: Ich habe gelacht, mir die Hand vor die Stirn geschlagen, war wütend und traurig. Manchmal wollte ich Jella schütteln, nur um sie wenige Seiten später wieder in den Arm nehmen und trösten zu wollen. Eine wahre emotionale Achterbahnfahrt, die sowohl bittere als auch schöne Momente umfasst und genau deshalb so eindrucksvoll ist. Obwohl das Buch ein schwieriges Thema behandelt, bleibt es dennoch sehr lesenswert und wirkt nicht zu schwerwiegend. Es findet die richtige Balance zwischen den ernsten Aspekten und der Leichtigkeit des Erzählens, was es zu einer fesselnden und zugänglichen Lektüre macht. Ich finde es schön, dass am Schluss nicht Heile Welt ist, denn das ist es im echten Leben selten. Ich finde es aber auch schön, dass der Schluss gleichzeitig auch ein Anfang symbolisiert. Die einzige Anmerkung, die ich habe, ist, dass die direkte Rede ohne Anführungs- und Schlusszeichen geschrieben wird, was gelegentlich etwas verwirrend sein kann.
  • Zum Bewerterprofil von Sandra Polachowski

    Sandra Polachowski

    Orell Füssli Frauenfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Leidenschaft die Leiden schafft.

    Die Geschichte beginnt als Jella flüchtet. Sie flüchtet vor Yannick der seine Hände um ihren Hals gelegt hat und zugedrückt hat. Rückblickend analysiert Jella ihre Vergangenheit. Anfangs scheint die Beziehung harmonisch, doch je länger die beiden zusammen sind, umso mehr kommen die Spannungen zum Vorschein. Gefühle werden verletzt, Grenzen werden überschritten – ein Drahtseilakt zwischen Liebe und Leiden. Durch den authentischen Schreibstil lässt uns Ruth-Maria Thomas Hautnah mitfühlen, durch welche Höhen und Tiefen Jella und Yannick gehen. Das späte Nullerjahre Setting macht die Geschichte greifbar und man fühlt sich, als Millennial, sehr gut zurückversetzt in diese Zeit. Ein Buch, dass nicht einfach nur an der Oberfläche kratzt und nichts romantisiert. Es geht um das Erkennen der eigenen Grenzen und um Selbstermächtigung. Eine wichtige literarische Stimme für alle die Gewalt in einer Beziehung erleben. Der Debütroman der auf viele weitere tiefgehende Bücher hoffen lässt.

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