Wie ist es, seit fünfzig Jahren mit einem Pfeifton im Ohr zu leben? Und: Woher kommt er überhaupt? Wie kann eine Einladung zum »Literarischen Quartett« zu einer Knieverletzung führen? Wie bricht man sich beim Meditieren einen Knochen? Axel Hacke weiß es und erzählt in diesem Buch die Geschichte und Geschichten seines eigenen Körpers. Er sucht nach Antworten auf einige alte Fragen: Habe ich einen Körper oder bin ich mein Körper? Und wem gehört dieser eigentlich? Dem, der darin wohnt? Dabei gewährt er Einblicke in das Banale und das Geheimnisvolle, das Rührende und das Großartige, das Schöne und das Abstoßende seines eigenen und letztlich unser aller Körper.
Ungekürzte Autorenlesung mit Axel Hacke 1 mp3-CD | ca. 5 h 4 min
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Axel Hacke ist 67, sein…
VolkerM am 16.09.2024
Bewertungsnummer: 3011240
Bewertet: Hörbuch (Audio)
Axel Hacke ist 67, sein Körper ebenfalls. Man hat gemeinsam eine Menge durchgemacht, aber langsam blättert der Lack. Ich kenne das aus dem eigenen Freundeskreis: Je älter man wird, umso mehr drehen sich Gespräche um die kleinen und großen Wehwehchen, die sich im Lauf der Zeit ansammeln. Für mich ist das eher unangenehm, für Axel Hacke eine Gelegenheit für ein neues Buch. Einmal von Kopf bis Fuß durchchecken, bitte. Anfangs war ich wirklich irritiert und wusste nicht, ob diese Konfrontation mit Altern, Krankheit und Tod für mich noch als Unterhaltung durchgeht, oder doch eher Folter ist, aber die Zweifel haben sich sehr schnell gelegt. Axel Hackes unnachahmliche Art, die Dinge zu beschreiben, seine kreative Assoziationsfähigkeit und erst recht sein einmaliger Vortragsstil nehmen einem schnell die Berührungsängste, selbst an unappetitlichen Körperstellen. Er vermischt das eigene Schicksal (und notfalls das von Freunden und Bekannten) so geschickt mit Faktenwissen und einer augenzwinkernden Lebensphilosophie, dass gar nicht erst düstere Gedanken entstehen. Dank gesunder Lebensweise haben sich in seinem Körper überwiegend typische Verschleißerscheinungen breitgemacht, deren Auswirkungen zwischen lästig und mild einschränkend pendeln. Es gibt ein paar üble Unfälle und auch „nochmal-Glück-gehabt“-Momente, aber nichts wirklich Kritisches, was nicht zuletzt daran liegt, das Axel Hacke eher am hypochondrischen Ufer lebt. Obwohl er nach eigener Definition kein Hypochonder ist, denn ein echter Hypochonder antwortet auf die Frage, ob er einer sei, mit „nein“, da er sich die Krankheiten ja nicht nur einbildet. Egal, ob diese Definition nun weiterhilft oder nicht, Axel Hacke geht jedenfalls gerne zu seinem Lieblingsinternisten Prof. D., der mit untrüglicher Sicherheit die richtigen Diagnosen stellt und damit sie ihm sein Patient auch glaubt, gleich noch das verfügbare Arsenal technischer Untersuchungsmethoden auffährt. Zum Schluss hat er immer Recht und Hacke und seine Hörer haben viel dazu gelernt. Und es gibt so schöne Diagnosen: Transiente Globalamnesie, Ermüdungsbruch oder der ubiquitäre Schmalzbohrwurm sind Wörter, an denen sich Hacke richtig abarbeiten kann. Krankheiten können eben auch lustig sein. Wobei der Schmalzbohrwurm eigentlich keine Krankheit ist, nur vielleicht bei Menschen, die eine Arachnophobie haben, denn denen ist es in der Regel unangenehm, wenn sie erfahren, dass sie von Zigtausend Spinnentieren besiedelt sind. Ob sie wollen oder nicht. Insofern ist Axel Hackes Hörbuch auch ein bisschen Therapie, denn bei aller Ernsthaftigkeit, die hinter jedem einzelnen Thema steckt, wird doch erkennbar, was die moderne Medizin leistet und welche Möglichkeiten zur Linderung und Heilung bestehen. Nebenbei erfährt man praktischerweise auch noch, wozu einzelne Körperteile dienen, wie zum Beispiel ein Kopf. „Aua!“ ist natürlich kein enzyklopädisches Nachschlagewerk, aber solide recherchiert, pendelnd zwischen Allerweltskrankheiten und echten Kuriositäten. Interessant ist es jedenfalls immer und am Ende ist man mit den eigenen Wehwehchen einigermaßen versöhnt. Und man hat jede Menge Gesprächsstoff für das nächste Freundestreffen. (Das Hörbuch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)
Wollen Sie mal wieder so richtig lachen?
Bewertung am 08.02.2025
Bewertungsnummer: 2407217
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Aua von Axel Hacke hat mich sofort überzeugt. Der Autor beschreibt in einzelnen Kapiteln Teile seines Körpers und erzählt uns seine Geschichte und Erfahrung mit diesem Bereich. Dabei geht es zum Beispiel um das Herz, das Gehirn, aber auch um das beste Stück des Mannes. Das Besondere an dem Buch ist, dass Axel Hacke so humorvolle Wortwitze einbaut, dass ich Tränen gelacht habe und gleichzeitig versteht er es, den Ernst des Themas rüberzubringen. Man hat am Ende des Buches also nicht nur das Gefühl, dass man unglaublich viel über Knochen, Haut und Co. gelernt hat, sondern man hatte auch unerwartet viel Spaß dabei. Die kurzen Kapitel und das Buch mit seinen knapp über 200 Seiten gingen so flott, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe. Absolute Empfehlung und auch super zum Verschenken geeignet!
Meinung aus der Buchhandlung
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Axel Hacke betrachtet in diesem humorvollen, kurzweiligen Sachbüchlein den Körper, dieses Wunderwerk. Sein eigener Körper und Anekdoten aus seinem Leben dienen dabei als Anschauungsmaterial für Wunder, Wunderliches, Kränkelndes, Heilendes, Lebendiges und so weiter und so fort. Jedes Kapitel ist einem anderen Aspekt gewidmet und so blicken wir nach der Lektüre mit neuen Augen auf unsere Nasen, Lungen, Füsse, die Haut, Herz, - so wir darüber verfügen - den Penis uvm. Und wir entwickeln eine tiefe Dankbarkeit für unseren Körper und was er leistet. Hacke plaudert munter drauf los, doch die Werke, aus denen er beiläufig zitiert (fachlicher oder literarischer Natur), legen den Schluss nahe, dass die Arbeit an “Aua!” womöglich tatsächlich Arbeit war. Beim Lesen jedoch ist davon nichts zu spüren. Die Kapitel sind unabhängig voneinander lesbar, wobei es durchaus sein kann, dass er später nochmal auf zuvor erwähnte Narben, Gebrechen und Erkenntnisse zurückkommt. Zu gerne würde ich den Autor einmal live erleben - allein beim Lesen habe ich mich köstlich amüsiert.
Nishant Choksis hat die Kapitelüberschriften mit witzigen Figuren treffend illustriert.