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Feministischer Horror trifft auf gesellschaftskritischen Nervenkitzel
Monika Kims Sunday Times-Bestseller ist ein fesselnder feministischer Horrorroman über Wut, Obsession und die Grenzen der Moral.
Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben ins Chaos – und der neue, selbstgefällige weisse Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Jiwons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten?
Good for her? – Eine schockierende weibliche Rachegeschichte
Female Rage & Horror – Die blutige Geburt einer Serienmörderin
Ein Debüt , das Grenzen sprengt: Monika Kim verbindet gesellschaftliche Themen mit Gänsehaut-Horror !
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
29.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
4,5 Herzen für diesen Horrorroman
Ein ganz faszinierendes Buch. Ich war beim Lesen hin- und hergerissen zwischen Ekel, Faszination und Mitleid. Ein super geschriebener Horrorroman, ich bin in die Geschichte eingetaucht und habe sie verschlungen. Die Geschichte der Protagonistin ist spannend erzählt, ich weiss jetzt noch nicht, wie fest ich mit ihr mitfühlen kann. Ganz klare Leseempfehlung für dieses mitreissende Buch.
zwischenkapitelnundkaffee
aus Wien
5/5
18.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut faszinierend!
Nachdem der Vater die Familie verlässt, zerbricht für Ji-won, ihre Schwester Ji-hyun und ihre Mutter die bislang heile Welt. Doch kurze Zeit später bringt die Mutter George mit nach Hause, einen weißen Mann mit blauen Augen, der seinen Rassismus nicht einmal zu verbergen versucht. In seiner Vorstellung hat er mit drei asiatischen Frauen das große Los gezogen (Fetischisierung lässt grüßen), und so zieht er auch schon bald bei ihnen ein.
Ji-won ist von Anfang an alles andere als begeistert. Sie hat ein ungutes Gefühl bei George und das nicht ohne Grund. Die angespannte Situation zu Hause wird immer belastender und wirkt sich schließlich auch auf ihr Studium aus. Und das obwohl sie an der Universität sogar gerade beginnt, so etwas wie eine Freundschaft aufzubauen.
Welches Genre das Buch hat, ist schwer zu sagen. Ist es ein feministischer Roman, ein Horrorbuch oder eine Familiengeschichte? Wahrscheinlich von allem ein bisschen. Die Handlung ist packend, beinhaltet moralische Abgründe und enthält Szenen, die man besser nicht während des Essens liest (trust me). Besonders Ji-wons zunehmende Fixierung auf den Rat ihrer Mutter, dass das Essen von Fischaugen Glück bringt, nimmt dabei verstörende Ausmaße an.
Alle Figuren waren für mich durchweg unsympathisch, was den Roman irgendwie nochmal ganz besonders macht. Die kurzen Kapitel und der angenehme Schreibstil haben dafür gesorgt, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen.
Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen!
Vanessa
aus Braunschweig
5/5
21.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
widerlich, aber absolut spannend
• Das Beste sind die Augen •
Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben ins Chaos – und der neue, selbstgefällige weiße Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Jiwons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten?
Rezension:
Ein Roman hat mir seit langem nicht mehr so gefesselt und umgehauen.
Der Schreibstil war super und leicht zu lesen. Die Spannung baut sich von Anfang an auf und endet auf eine unerwartete und morbide Art, die man der Hauptfigur nicht zugetraut hätte.
Besonders beeindruckt hat mich, wie subtil die Autorin die Entwicklung der Hauptfigur zeichnet. Anfangs wirkt sie fast zerbrechlich und zurückhaltend, doch im Verlauf der Geschichte offenbaren sich immer mehr Abgründe, die einen gleichzeitig schockieren und faszinieren. Diese Wandlung passiert nicht abrupt, sondern schleichend und dadurch umso glaubwürdiger.
Es handel sich hier nicht um einen klassischen Horror-Roman, sondern geht tief in die psychologischen Abgrunde und gesellschaftskritische Richtung.
Viele Momente im Buch sind widerlich und dadurch etwas hart zu lesen.
Die Protagonistin schwebt zwsichen ihrer eigenen Wut, die Verzweiflung ihrer Mutter und die sorgen ihrer Schwester und versucht alles zu klären.
Insgesamt passt das Buch in kein klassisches Genre, da es werder ein richtiger Horror, keine richtige feministische Literatur noch ein richtig sozialkritisches Werk ist und doch hat es mich von Anfang bis Ende gefesselt.
Lea Louise
5/5
02.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Weird, Eklig und Originell
Ich habe dieses Buch verschlungen, für mich ein absolutes Jahreshighlight!
Es liest sich wie Butter - Kurze Kapitel, die den Spannungsbogen aufrechterhalten. Nach jedem Kapitel will man mehr und fragt sich, was gleich als nächstes passiert.
Die Idee ist originell und weird, weshalb es mich so in den Bann gezogen hat. Hinter all dem steckt eine feministische Message und das Bild von weiblichem Frust.
Die zweite hälfte des Buches habe ich so nicht kommen sehen.
Manche Stellen sind nichts für schwache Nerven, mir wurde beim Lesen teils etwas schlecht.
Am besten nicht beim essen Lesen!
Eine klare Leseempfehlung, besonders für Horror/Thriller fans.
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
05.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Horror trifft auf Feminismus
Meine Meinung
Horror trifft auf Feminismus
Es war einmal eine koreanische Familie, die in Amerika lebte und auseinanderbrach, als der Familienvater eine andere Frau kennenlernte. Die zwei Töchter mussten die Mutter trösten, die nun ständig weinte und bei jedem Fischgericht die Augen mitaß.
Bei den Verlassenen handelt es sich um die Mutter (Umma), die ältere von den zwei Töchtern Ji-won und deren jüngeren Schwester Ji-hyun. Ji-won steckt mitten im Studium und hat das Gefühl, es liegt an ihr, was jetzt aus der Familie wird und vernachlässigt darüber hinaus ihr Studium.
Die Mutter weint ständig und wartet darauf, dass ihr Ehemann zurückkommt. Sie möchte ihre Töchter dazu bringen, auch Fischaugen zu essen, da sie das Beste sind und ausserdem Glück bringen. Ji-hyun weigert sich vehement, die ekeligen Augen zu essen. Ji-won isst, ihrer Mutter zuliebe, die ekeligen, zähen und salzigen Fischaugen und findet sie gar nicht mal so schlecht. Lecker, wie die beim Kauen knacken!
Die Umma lernt den weißen Mann George kennen, der innerhalb kürzester Zeit bei der, vom Vater verlassenen Familie, einzieht. Mit drei asiatischen Frauen wähnt er sich im Schlaraffenland. Er verspricht der Umma die Ehe.
Handelt es sich dabei um die Glück bringenden Fischaugen oder beginnt jetzt, der vom Klappentext versprochene Horror?
Das hier ist weder ein normales Familiendrama, noch ein Märchen, das mit einem Happy End die Leserschaft beruhigt aufatmen lässt. Vielmehr betrachtet man jetzt die Augen seiner Mitmenschen, mit anderen Augen. Vor allem die, mit blauen ...
Monika Kim hat Feminismus mit Horror verwoben, und die Leser ziemlich lange in dem Glauben gelassen, es handle sich ja nur um eine Familiengeschichte, wie es sie zu Tausenden gibt. Dabei erzählt sie von Rassismus und dem Glauben vieler weißer Männer, Asiatinnen wären die idealen Frauen, die MANN unterdrücken kann. Sie betrachten sie als Objekte ihrer Begierden und begegnen ihnen selten auf Augenhöhe.
Apropos Augen! Ji-won entdeckt schon sehr bald, dass blaue Menschenaugen wesentlich schmackhafter als Fischaugen sind. Ihre Rache an Männern, die sie enttäuscht haben, kennt keine Grenzen.
Die Figur Ji-won ist wunderbar gezeichnet und legt eine Skrupellosigkeit an den Tag, die einigen Männern die ewige Nacht beschert. Das Beste sind dabei für sie die Augen.
Sämtliche Personen sind wunderbar in die Geschichte integriert und erleben mit Ji-won ihr blaues Wunder.
Durch Rückblenden habe ich versucht, etwas mehr Verständnis für Ji-won aufzubringen. Es ist mir einfach nicht gelungen.
Fazit
Ich mag normalerweise keine extremen Horrorbücher und bin blauäugig an diese Geschichte herangegangen. Als Appetitzügler kann ich sie wärmstens empfehlen.
Die Geschichte hat mich, sehenden Auges, in diesen intelligenten Horror hineingezogen. Das, obwohl der Ekelfaktor enorm ist und ich zum ersten Mal auf Naschereien beim Lesen verzichtet habe.
Auf diese Art und Weise Feminismus mit Horror zu verbinden, ist ein wahrer Geniestreich. Für mich war die Handlung nicht vorhersehbar und somit liefen, fast alle meiner Vermutungen, ins Leere.
Da ich blaue Augen habe, möchte ich mich keiner Gefahr aussetzen und vergebe 5 Sterne.
Danke, Monika Kim. Ich bin sehr glücklich darüber, dass Ji-won nicht in meiner Nähe wohnt.
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4/5
18.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Palja: Die vier Säulen der Fügung
Monika Kim‘s „Das Beste sind die Augen“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Manchmal habe ich extra langsam gelesen, sodass ich das Ende des Buches künstlich verzögern konnte, dann wieder musste ich einige Zeilen überspringen, da dmir die Thematik einfach eins zu unappettitlich war. Der rote Faden der Geschichte ist eine Sozialstudie in der die Studentin Ji-won teils aus Aberglauben, teils weil sie ihre Mutter Umma und ihre jüngere Schwester Ji-Hyun beschützen will zur Massenmörderin wird. Die psychopatische und auf der emphatischen Ebene gleichzeitig nachvollziehbare Entwicklung fühlt sich beim Lesen wie ein magischer, grauenvoller Sog an, da die Attribute Macht und Unterwürfigkeit von der Autorin geschickt so eingesetzt werden, dass das Motiv der Täterin beim Lesen durchaus auf Akzeptanz stösst.