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Produktbild: Mama & Sam
Artikelbild von Mama & Sam
Sarah Kuttner

1. Mama & Sam

Mama & Sam

22
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Anna Thalbach + weitere

Spieldauer

6 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

08.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

126

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422142

Beschreibung

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Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

6 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

08.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

126

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422142

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    5/5

    11.10.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein Roman, der bedrückt

    In ihrem Roman "Mama & Sam" greift Sarah Kuttner ein Thema auf, das schon einige Male für Schlagzeilen gesorgt hat, nämlich Romance Scamming. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört, eingelesen von der Autorin, Anna Thalbach und Julian Horeyseck. Eine Frau kommt in die Wohnung ihrer Mutter, die dort tot aufgefunden wurde. Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Eines ist jedoch sicher, es gibt kein Geld mehr, nur noch Schulden. So beginnt die Tochter auf dem Handy und dem PC der Verstorbenen nachzuforschen und stößt dabei auf die Chats ihrer Mutter mit Sam. Sie erfährt, wie sich ihre Mutter verliebt hat, wie sie einem Menschen, den sie nie persönlich getroffen hat, Geld zukommen lässt... viel Geld! Wie sie abhängig wird von der vermeintlichen Liebe von Sam und dabei immer tiefer in Schulden und Geldsorgen rutscht. Sarah Kuttner erzählt in der Ich-Perspektive aus der Sicht der Tochter. Die Tochter spricht sie selbst. Die Chats, die wir verfolgen können, werden von Anna Thalbach (Mama) und Julian Horeyseck (Sam) gesprochen. Es gelingt Kuttner sehr gut, durch Sprache Gefühle zu transportieren. Der Roman macht traurig und wütend, dass es das organisierte Verbrechen gezielt auf ältere und oft einsame Damen abgesehen hat. Sie so einzuwickeln, dass sie alle Warnungen der Familie ignorieren, sich sogar von der Familie distanzieren. Berührend fand ich, dass Tochter und Mutter sich trotz allem näher kommen können, leider erst posthum. Die Protagonistin hätte ihrer Mutter noch viel sagen können, wofür es aber zu spät ist. Sarah Kuttner schildert atmosphärisch dicht, es fühlt sich an, als sei man selbst die Tochter auf den Spuren ihrer Mutter. Im Nachwort des Romans gibt Kuttner Hilfestellungen für Angehörige, Kontaktadressen und Telefonnummern. Allein das zeigt, wie wichtig dieses Thema in der vom Internet und Fakes geprägten Welt geworden ist. Und es trifft nicht nur Frauen, sondern genauso auch Männer! Eine Lese- oder Hörempfehlung an Lesende, die sich einmal mit einer anderen Art des organisierten Verbrechens auseinandersetzen wollen. Volle 5 Sterne!

  • drawe

    aus Landau

    4/5

    06.11.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Love Scamming

    Mein Hör-Eindruck: Gestern in unserer Zeitung: Eine Frau aus einem Nachbarort will Elon Musk € 20.000 überweisen. Die Bankangestellte wird stutzig, aber die Frau besteht darauf. Elon Musk, ein mehrfacher Milliardär, braucht das Geld einer niederbayrischen Rentnerin? Als Leser schüttelt man den Kopf – aber Love Scamming gibt es häufiger, als man denkt. Sarah Kuttners Mutter wurde Opfer eines Love Scammers und verschuldete sich für ihren vermeintlichen Geliebten Sam Hugheon – Star aus der Outlander-Serie – bis über beide Ohren. Das Ausmaß der Verschuldung und auch der Abhängigkeit wird der Tochter erst nach dem Tod der Mutter klar, als sie den Nachlass sichtet. Sarah Kuttner stellt die Mechanismen schonungslos dar, aber sie fragt sich zugleich, wieso ihre Mutter einerseits die Ungereimtheiten im Chat durchaus erkennt, aber andererseits nicht von der Vorstellung abweichen kann, dass am anderen Ende tatsächlich ihr Sammy sitzt, der sie zu seiner Ehefrau machen will und dessen Geldnöte dies allerdings immer wieder verhindern. Erst im Nachhinein erkennt die Autorin die Einsamkeit und die Liebebedürftigkeit ihrer Mutter, beides in einem so großem Maß, dass die Mutter sogar mit ihrer Familie bricht. Die Auseinandersetzung mit dem Chat wird für die Tochter daher zugleich die Auseinandersetzung mit ihrer schon immer belasteten Beziehung zur Mutter. Die Autorin setzt sich nun das Bild ihrer Mutter neu zusammen und lernt, sie nicht in erster Linie als Mutter, sondern als Mensch zu sehen. Dieser Weg einer Neu-Entdeckung der Mutter geht nicht ohne Schmerzen ab, und alte Kränkungen werden wieder lebendig, teilweise werden neue Wunden geschlagen. Auf der anderen Seite wächst aber das Verständnis für die Frau, die ihre Mutter war, bei aller Wut und Enttäuschung: auch ihre Mutter ist nur ein Mensch. Sarah Kuttner erzählt die Geschichte in chronologisch verwürfelten Szenen, und obwohl der Leser das Ende schon kennt, bleibt die Geschichte spannend. Einige Straffungen hätten dem Roman gutgetan. Das Buch wurde eingelesen von der Autorin, von Katharina Thalbach als Mutter und Julian Horeyseck als Scammer. Die Stimmen sind sehr unterschiedlich und bringen gerade dadurch die verstörende Geschichte äußerst eindringlich zu Gehör.

  • Waldreiter

    aus Oldesloe

    5/5

    17.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überraschend!

    Krass, wie die psychologischen Aspekte des Phänomens Love Scamming herausgearbeitet wurden. Ich habe meine Sicht und Meinung komplett ändern müssen. Es wurden sehr gut die Beweggründe der Mutter thematisiert. Auch wenn es im Nachhinein nicht mehr möglich, zu erfahren, warum die Mutter so handelte, hat die Tochter aus dem Erbe plausible und aufschlussreiche Motivationen abgeleitet.

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    09.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    digitale Sehnsucht

    Ich bin durch eine Talkshow auf dieses Buch aufmerksam geworden, aber Sarah Kuttner war mir als Autorin natürlich ein Begriff. Ebenso wie der Sam, um den es auch ein wenig geht (ein bekannter und von mir geschätzter Schauspieler). Das Thema ist brisant und ein erschreckendes Beispiel für die neue Art, wie Menschen digital auf kriminelle Subjekte hereinfallen, die ihnen Aufmerksamkeit und Zuneigung vorgaukeln um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Vor allem einsame und ältere Menschen wie die Mutter der Autorin sind beliebte Opfer. Man darf auch nicht glauben, dass diese Menschen - vor allem Frauen - dumm wären. Aber die Betrüger wissen genau, wie sie die Gefühle Betroffenen aushebeln und ihnen auf perfide raffinierte Art vorgaukeln, am anderen Ende der Leitung säße ein Mensch aus Fleisch und Blut, der sich ebenso nach Nähe und Vertrautheit sehnen würde. Das Buch ist eindringlich geschrieben. Man merkt, dass die Autorin persönlich betroffen war, vor allem, weil sie erst nach dem Tod der Mutter herausgefunden hat, wie die Frau betrogen und ausgenutzt wurde. Man kann es schlecht ein schönes Buch nennen aber wie die Autorin sich den Gefühlen ihrer Mutter nähert und langsam versteht, was ihrer Mutter passiert ist, passiert vielen anderen Frauen auch. Als sie die ganze Struktur dieser Abhängigkeit und Sehnsucht nach einem Mann, den es so gar nicht gab, erkennt, da kann man als LeserIN spüren, wie nah es Frau Kuttner geht, wie nah man Frau Kuttner kommt. Ein Buch für alle Mütter und Töchter, für alle, die Online-Daten und eine große Sehnsucht nach Nähe im Internet suchen.

  • Bewertung

    5/5

    23.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das gnadenlose Geschäft mit der Liebe

    Wie ist es möglich, seine Mutter an einen Love Scammer zu verlieren? Was der Tochter nach dem Tod ihrer Mutter bleibt, sind unzählige Fragen und ein unendlicher Chat mit dem Betrüger. Love Scamming- eine Betrugsmasche, bei der durch gefälschte Onlineprofile schnell emotionale Bindungen aufgebaut werden, um an das Geld der Opfer zu kommen. Die Mutter wird zunehmend von Familie und Freunden isoliert. Obwohl das Opfer immer wieder Zweifel hat und ahnt, dass sie betrogen wird, macht sie weiter. Das Bedürfnis nach Zuwendung und Zweisamkeit wird gnadenlos ausgenutzt. Das Buch macht traurig, ist aber auch tröstlich und es ist wichtig, über dieses Thema zu schreiben.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Alexandra Kochanowski

    Alexandra Kochanowski

    Orell Füssli Bahnhof St. Gallen

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mama und Sam

    Die Mutter der Erzählerin ist plötzlich tot, zurück bleiben jede Menge offene Fragen. Vor allem die, was passiert ist und wie man die Mutter an einen Love Scammer verlieren konnte. Die Chats, die die Erzählerin Beim Durchsuchen der Wohnung findet, stimmen traurig. Alles ist genau dokumentiert und sie lernt eine Seite der Mutter kennen, die sie noch nie gesehen hat, erkennt vieles in sich selbst wieder. Dabei arbeitet die Protagonistin vieles aus der Vergangenheit auf, wieso die Beziehung zu Mutter so war, wie sie war. Und oft denkt man, wenn man so etwas hört: “wie kann jemand denn so doof sein und auf einen Heiratsschwindler hereinfallen?” Aber es ist so, wie Kuttner schreibt. Man merkt zwar, das etwas nicht stimmt. Aber man verschliesst die Augen, will nicht wahrhaben, dass es nur ein Scam ist. Und vielleicht schämt man sich auch, dass man eben auf so etwas hereinfällt. Es ist eine ungeschönt, wirklichkeitsnah und manchmal auch humorvoll erzählte Geschichte, die wichtige Themen aufgreift, das Buch ist eine grosse Empfehlung von mir!
  • Zum Bewerterprofil von Petra Graber

    Petra Graber

    Orell Füssli Wirz Aarau

    Buchhändler*in

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    4/5

    01.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Trauerbewältigung 

    Ausgangslage: Die Mutter ist verstorben und wird erst nach mehreren Wochen tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Neun Monate zuvor hat sie angefangen mit einer Person zu chatten, die sich als Sam Heughan ausgibt, dem Schauspieler aus Outlander. Nun muss die Tochter überlegen, ob sie das Erbe antreten und den Nachlass ihrer Mutter annehmen möchte. Die Tochter hat die Mutter damals vor dem Love Scammer gewarnt. Sie will herausfinden, was in den letzten Wochen vor dem Tod ihrer Mutter wirklich passiert ist. Also fängt die Tochter an, den Chatverlauf und die Handy-Nachrichten mit dem angeblichen Sam zu lesen.  Die Autorin Sarah Kuttner schreibt mit “Mama & Sam” einen autobiografisch angehauchten Roman. Auch ihre Mutter wurde von einem Heiratsschwindler hinters Licht geführt. Die Tochter im Buch weiss nicht, wie mit der Situation umzugehen. Sie konfrontiert ihre Mutter mit Fakten, mit Geschichten von Frauen, denen das Gleiche widerfahren ist. Das führt allerdings nur dazu, dass ihre Mutter sich noch mehr zurückzieht. Indem sich die Tochter danach mit den teils sehr intimen Gesprächen ihrer Mutter mit Sam auseinandersetzt, lernt sie eine ganz andere Seite von ihr kennen. Nicht die Mutter von früher, die überfordert und wütend war und sie schlug. Sondern einen Menschen, der sich nach Nähe und Liebe sehnte, der klug und lustig war.  Die Geschichte hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Der Text ist gefühlvoll und mit einer Prise Humor geschrieben. Auch ich habe mich schon gefragt, wie es sein kann, dass Menschen auf Heiratsschwindler hereinfallen. Eigentlich geht es immer um Gefühle. Das Gefühl nicht allein zu sein oder auch das Gefühl der Angst abgewiesen zu werden. All das hat Sarah Kuttner wunderbar in diesem Buch zusammengefasst.  Am Schluss gibt es sogar noch einige Tipps, wie man sich verhalten kann, falls jemand aus der Familie oder aus dem Freundeskreis einem Love Scam zum Opfer fällt.

Unsere Meinungen

Bewertungen (2)

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  • Produktbild: Mama & Sam