Produktbild: Wir gehen mal los

Wir gehen mal los

10

Fr. 27.00

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

21397

Erscheinungsdatum

20.05.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

779 KB

Auflage

01. Auflage

Originaltitel

Respira con me

Übersetzt von

Peter Klöss

Sprache

Deutsch

EAN

9783257616125

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

21397

Erscheinungsdatum

20.05.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

779 KB

Auflage

01. Auflage

Originaltitel

Respira con me

Übersetzt von

Peter Klöss

Sprache

Deutsch

EAN

9783257616125

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  • Gela

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend - wie geht man mit Trauer um

    Der sechzehnjährige Amedeo hat sich nach dem Tod seiner Mutter hinter seiner Haartolle und seinen Kopfhörern mit lauter Musik verschanzt. Er lebt in seiner eigenen kleinen Welt, ist in der Schule praktisch unsichtbar und seine Leistungen werden immer schlechter. Auch zu Hause zieht er sich zunehmend zurück. Gleichzeitig erlebt man mit ihm, wie er sich zum ersten Mal für ein Mädchen interessiert. Dieses vorsichtige, beinahe scheue Interesse wird sehr zart und glaubwürdig beschrieben. Für einen Jungen ist vieles neu und verunsichernd – und zusätzlich muss Amedeo mit seiner Trauer umgehen, für die ihm selbst die Worte fehlen. Amedeos Vater hofft, dass eine gemeinsame Wanderung auf den 3453 Meter hohen Gipfel der Punta Liberté sie wieder näher zusammenbringen kann. Amedeo ist davon allerdings nicht begeistert. Ein Handy- und Musikverbot sowie die Trennung von seiner Katze Oliver machen ihm zu schaffen. In den Bergen fühlt er sich unwohl und hat Angst vor den steilen Wegen und Abgründen. Ohne seine Musik ist er hilflos und den Erinnerungen an seine Mutter ausgesetzt. Während der Wanderung verbringt Amedeo zum ersten Mal seit langer Zeit wieder bewusst Zeit mit seinem Vater. Die beiden nähern sich nur langsam an, und der anstrengende Aufstieg steht sinnbildlich für die Anstrengung, die es sie kostet, wieder aufeinander zuzugehen. Die Autorin versteht es Gefühle zu erzeugen, die deutlich spürbar sind. Als Vater und Sohn beim Abstieg nach dem Gipfelkreuz zum ersten Mal wieder miteinander lachen können, geschieht etwas völlig Unvorhergesehenes und Dramatisches. Amedeo muss über sich hinauswachsen und Stärke zeigen. Dieser Moment wird zum Wendepunkt der Geschichte und macht deutlich, wie entscheidend ein einziger Augenblick sein kann. Amedeo muss allein auf sich gestellt durch die dunkle Bergnacht und erlebt Dinge, die er sein Leben lang nicht vergessen wird. Diese Momente sind intensiv voller Angst und gleichzeitig wunderschön beschrieben – vor allem die Begegnung mit einem Uhu und dem Abgrund unter seinen Füßen ist mir im Gedächtnis geblieben. Hier wächst Amedeo über sich hinaus und erkennt, was im Leben wirklich zählt. Durch den wunderschönen Schreibstil, durch den Amedeo für mich sofort greifbar wurde, obwohl ich selbst schon lange nicht mehr sechzehn bin, konnte ich mich sehr gut in seine Gedanken und Gefühle hineinversetzen. Seine Ängste, seine Trauer und seine Unsicherheit werden authentisch und berührend dargestellt. Nichts davon wirkt übertrieben oder aufgesetzt. ️ Dieser Roman macht feinfühlig deutlich, dass jeder Mensch anders trauert und dass man sich gegenseitig helfen muss, um weitergehen zu können. Der Verlust eines Familienmitglieds zwingt alle dazu, ihre Beziehungen und ihre Rolle innerhalb der Familie neu zu finden.

  • Eva

    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dichtes Erzählen von Schmerz und Verantwortung

    Empathisch und realistisch erzählt Raffaela Romagnolo von Amedeo, der sich nach dem Tod seiner Mutter in seine eigene Welt unter Kopfhörern zurückzieht. Musik. Er geht nicht mehr zur Schule, rezitiert den Einkaufszettel seiner Mutter als Einschlaflied. Abwechselnd heißt er Ame oder der Junge. Sein Vater ist der Ingenieur, oder einfach der Mann. Er funktioniert, hält den Schein aufrecht, klammert sich an die alten Floskeln seines eigenen Vaters. Den Zugang zu Amedeo hat er verloren. So geht es nicht weiter. Er verordnet eine gemeinsame Bergtour auf die Punta Liberté. Ame hasst es. Alles daran. Doch das Ziel scheint trotzdem erreicht. In Wut, Trauer und Flucht nach vorne konfrontiert Ame seinen Vater mit dessen emotionaler Unzulänglichkeit. Und als der Berg abgeht, sind von Amedeo noch ganz andere Fähigkeiten gefordert. Raffaela Romagnolo ist eine brillante Erzählerin. Fortlaufend kontrastiert sie die erlebte Gegenwart mit den Gedanken, Gefühlen und Assoziationen der Protagonisten. Sie bleibt so nah an den Figuren, dass die Trauer, die Verzweiflung, die Hilflosigkeit aber auch die Sinneseindrücke deutlich spürbar werden. Im fliegenden Perspektivwechsel entsteht ein komplexes Familienportrait, selbst der kleine Bruder und der Kater sind als Projektionsflächen und Erinnerungsfetzen immer mit dabei. Die Bergwelt bekommt eine eigene Stimme, wird Spiegel der Emotionen, beobachtet selbst, spielt die Wahrnehmung zurück, verdichtet sich mit Klang, Atmosphäre, wird Bedrohung und Rettung. Sensibel portraitiert Raffaela Romagnolo die verschiedenen Aspekte der Trauer. Der Erwachsene überlädt die eigenen Schultern mit Verantwortung, hinter dem das eigene Gefühl zurückbleibt, der Junge verliert die Orientierung und wendet sich vom Leben ab. Ohne Klischee webt Raffaela Romagnolo einen Teppich der Emotionen, lässt vieles unausgesprochen, lässt den Figuren Raum zur Entwicklung. Eindrucksvoll gelingt der Spagat zwischen literarischem Anspruch und spannender Intensität. Das ist große Erzählkunst!

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hervorragend ...

    WIR GEHEN MAL LOS Rafaella Romagnolo ET: 20.05.26 Seit dem Tod seiner Mutter hat Amedeo auf nichts mehr Lust. Er verschanzt sich hinter seinem langen Pony, zockt, hört laut Musik und spricht nur das Nötigste. Als sein Vater ihn beim Schuleschwänzen erwischt, gibt es keine Diskussion: Gemeinsam sollen sie auf die Punta Liberté wandern. Widerrede lässt sein Vater nicht gelten, also packt Amedeo widerwillig seinen Rucksack und beide kehren der Zivilisation den Rücken. Ohne Musik auf den Ohren – sein Handy musste im Auto bleiben – versucht Amedeo, das unermüdliche Gerede seines Vaters auszublenden. Zu allem Überfluss muss er sich auch noch seiner Höhenangst stellen, um den Gipfel zu erreichen. Doch dann kommt alles anders als geplant, und Amedeo ist zum ersten Mal in seinem Leben gezwungen, eigene Entscheidungen zu treffen … Da habe ich doch glatt eine weitere Lesepraline in diesem Monat gefunden. Besonders gefallen haben mir die ruhige, intensive Atmosphäre und die stimmige Sprache. Amedeo, der versucht, den Verlust seiner Mutter zu verdrängen – eine Last, die für eine Kinderseele ohnehin kaum zu tragen ist – und gleichzeitig mit den Herausforderungen der Pubertät kämpft, wirkte auf mich durchweg authentisch. Fazit: Ein schmales, feines Buch, das einen so in seinen Bann zieht, dass man es kaum noch aus der Hand legen möchte. Für mich war es ein Roman, dessen Protagonisten ich gerne noch ein Stück länger begleitet hätte. Leise, berührend und rundum gelungen.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    03.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    einfach spannend

    Die italienische Schriftstellerin Raffaella Romagnolo hat ein besonderes Talent, ergreifende Romane zu schreiben. Wir gehen mal los, ist der zweite Roman, den ich von ihr gelesen habe. Es ist fesselnd und spannend. Amedeos Mutter ist gestorben und er hat keine Lust mehr zur Schule zu gehen. Sein Vater nimmt sich Zeit für ihn und sie machen eine Bergwanderung. Amadeo hat eigentlich keine Lust und er ist auch ängstlich. In Gedanken spricht er mit der Mutter, sie hat ihm immer Mut gemacht. Sie erreichen das Gipfelkreuz. Beim Abstieg gibt es einen Erdrutsch und der Vater ist unter einem Fels eingeklemmt. Trotz seiner Ängste geht Amadeo los. Es ist eine gefährliche Partie, aber er macht alles so, wie der Vater ihm beim Aufstieg gesagt hat Erst das linke Bein, dann den linken Arm, dann das rechte Bein und die rechte Hand. Die Autorin hat ihn dabei eine besondere Atmosphäre gegeben. Ich zitterte mit Amadeo mit. Der Roman ist einfach grandios geschrieben und umgesetzt.

  • SimoneF

    5/5

    24.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich habe mit Amedeo mitgeatmet!

    Angesichts des unscheinbaren Titels „Wir gehen mal los“ wäre dieses Buch beinahe an mir vorbeigegangen – und damit auch eine sehr eindrückliche und berührende Geschichte. „Respira con me“ ist der Originaltitel, und „Atme mit mir“ hätte auch im Deutschen sehr gut gepasst. Amedeo hat sich nach dem plötzlichen Tod der Mutter völlig zurückgezogen, die Augen hinter einem Vorhang aus Haaren verborgen, auf den Ohren Kopfhörer, aus denen der Heavy-Metal-Song „Just breathe“ tönt. Er hält sich vom Leben, von seinen Mitmenschen fern, kämpft mit Angstzuständen und reduziert sein Dasein auf das Minimum: Atmen, weiteratmen. Als sein Vater ihn zu einer Bergtour nötigt, sträubt er sich innerlich dagegen, ignoriert das angestrengte Geplauder des Vaters bei Aufstieg und bemüht sich, seine Höhenangst unter Kontrolle zu halten. Doch dann passiert etwas, das Amedeo zwingt, sich mit der Realität zu konfrontieren, eine Entscheidung zu treffen und seine Ängste zu überwinden. Raffaella Romagnolo gelingt es, mit präzisen, leisen Worten Amedeos Gefühlswelt spürbar zu machen. Auch die Hilflosigkeit des Vaters und die Unfähigkeit der beiden, miteinander zu kommunizieren und ihren Schmerz zu teilen, wird deutlich. Wie sie in Amedeos Gedanken Gegenwart und Erinnerungen miteinander verwebt, ist grandios. Ich habe in jedem Satz mit Amedeo mitgefühlt, mit ihm mitgeatmet und bin mit ihm Schritt für Schritt mitgegangen. Besonders beeindruckt hat mich, wie in Rückblicken auf den Schulalltag deutlich wird, dass Amedeo, hinter seiner Haarlocke verborgen, seine Umwelt durchaus sehr sensibel wahrnimmt und, durch die Beobachtung seiner Mitschülerin Lucilla Colombo, einen differenzierten Blick auf seine Klassenkameraden entwickelt. Ich möchte dieser Roman nicht nur Erwachsenen, sondern auch Jugendlichen ab ca. 16 Jahren wärmstens empfehlen.

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

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    5/5

    22.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von der Kraft der Berge und Natur

    Wie weiterleben nach dem Unfalltod der Mutter? Amedeo weiss es nicht, aber so wie sein Vater, den er nur «Der Ingenieur» nennt, es anpackt, erfüllt ihn mit nie gekannter Wut. Er zieht sich zunehmend zurück, isoliert sich. Der Vater wiederum weiss sich keinen anderen Rat, an seinen Ältesten heranzukommen, als eine zweitägige Wanderung auf die Punta Liberté zu unternehmen. Mir hat unheimlich gut gefallen, wie Romagnolo ihren Roman aufbaut, wie sie mit Perspektiven spielt, kleine Zeitreisen in die Vergangenheit einflicht, die in starkem Kontrast zur Gegenwart stehen und den Schmerz um den Verlust der Mutter greifbar machen, ohne ihn in Worte zu fassen. Wie sie mit Namen spielt und so Distanz und Nähe verdeutlicht, ebenfalls ganz ohne weitere Worte. Wie sie ihre Erzählung auf dieses eine Wochenende beschränkt und auf ruhige Weise die innere Erstarrung ihrer Figuren aufbricht. «Wir gehen mal los» ist ein Roman von stiller Wucht. Herausragend! Aus dem Italienischen von Peter Klöss.

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