Produktbild: Die Erfindung des Ungehorsams

Die Erfindung des Ungehorsams Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30443

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18.7/10.9/2.6 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Lachs / Weiß

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20940-4

Beschreibung

Rezension


»Martina Clavadetscher hat einen Roman über künstliche Intelligenz geschrieben, wie es ihn noch nicht gab: formal avanciert und hochgradig sinnlich. Keine Dystopie mit raunender Technologiekritik, sondern ein waghalsiger Text, der den künstlichen Wesen Leben einhaucht. Im Roman wird spürbar, wie erst unsere Sehnsüchte und Nöte den Maschinen Macht verleihen. Clavadetscher verschmilzt die Erzählkunst mit den Mitteln von Lyrik und Drama. Und sie unterläuft die kategoriale Trennung zwischen Mensch und Maschine.
Die Erfindung des Ungehorsams
ist eine Hymne an das Erzählen als emanzipatorische und urmenschliche Kraft.«
("Jury des Schweizer Buchpreises")
»Martina Clavadetscher nutzt das uralte Potenzial des Erzählens als Möglichkeitsraum und erschafft das Zusammenleben von Mensch und Maschine neu – nicht als angstbesetzte Dystopie, sondern als utopische Gegenwart (die künstlichen Frauen gibt es ja tatsächlich). Erzählt wird dies mit staunenswerter Lebendigkeit und Humor. Die Faszination dieses Romans verdankt sich nämlich nicht nur seinen außergewöhnlichen Geschichten, dem anschaulichen Einblick in die Fabrikwelt in Guandong und dem teils befremdlichen Personal, sondern zuallererst Clavadetschers Sprache. Es ist eine Sprache voller Dinge und Gedanken, voller Bewegung und Lichtwechsel. In ihrem realitätsgesättigten und zugleich kunstvollen Erzählen verschmilzt die 41–jährige Autorin Lyrik, Drama und Prosa. Die Zeilenbrüche geben der verdichteten Sprache Rhythmus und Raum – und führen ins Freie, in die offene Welt unerhörter Geschichten. Auch das beweist dieses Buch: Schweizer Gegenwartsliteratur kann auch anders, als von eigenen Befindlichkeiten zu erzählen.« ("NZZ – Bücher am Sonntag")
»Was empfindet ein Roboter? Wie denkt ein programmierter Kopf? Kann künstliche Intelligenz über sich hinauswachsen? Faszinierend, wie Martina Clavadetscher diesen Fragen auf neuen Wegen begegnet. Statt wie so oft das männliche Schöpfergenie und seine Kreatur oder ein martialischer Aufstand der Maschinen stehen bei Clavadetscher die erfundenen weiblichen Eigenwilligen im Zentrum. Ihr KI-Roman wird so zur poetischen Hommage an die älteste Programmiersprache von allen, die Fantasie.« ("WOZ Die Wochenzeitung")
»Martina Clavadetscher schreibt in einer hinreißend fiebrig melancholischen Sprache, die selbst den Smog in China poetisiert. Und immer wieder sind da Sätze, die sich einprägen: ›Neugier ist eine furchtlose Kriegerin‹.« ("Westfälischer Anzeiger")

»Martina Clavadetscher gewann den Schweizer Buchpreis. Zu Recht! Mit ihrem lyrischen Roman wandelt sie auf den Spuren von Mary Shelley und erweckt Puppen zu Leben – wie einst der Wissenschaftler sein Monster in Shelleys Roman
Frankenstein.
«
("Blick Magazin")
»Als Leserin kann man sich vom rhythmischen Erzählfluss mitreißen lassen – und, kaum ist die letzte Seite gelesen, wieder von vorne beginnen, da sich einige Geheimnisse erst im letzten Teil erschließen.« ("Kulturtipp")
»Die Schweizer Roman- und Theaterautorin Martina Clavadetscher legt einen Text vor, der durch seine ausgeprägt rhythmische Sprache, unterstrichen durch die Typografie, zu Recht beeindruckt.« ("ekz Bibliotheksservice")
»Der Roman ist spannend geschrieben, die Handlungsstränge sind geschickt ineinander verwoben und werden dadurch erst nach und nach erkennbar. Ein faszinierender und fesselnder Roman – sehr empfehlenswert.« ("Biblio")

Produktdetails

Verkaufsrang

30443

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18.7/10.9/2.6 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Lachs / Weiß

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20940-4

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
produktsicherheit@beck.de

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    Book Circle Community

    4/5

    11.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Frauen und der Ungehorsam

    Drei Frauen, drei Erzählstränge, spannend und eigenwillig erzählt. Die Autorin überrascht mit ihrer Sprache und dem Layout und macht es den Leser*innen am Anfang etwas schwer in den Lesefluss zu kommen. Was hat es auf sich mit Iris und ihren Dinners in England und Ling, die in China in einer Sexpuppenfabrik arbeitet und warum sind Iris und Ling Halbschwestern? Welche Rolle Spielt Ada, erste Programmierin einer Maschine für den Verlauf der Geschichte. Trotz Anfangschwierigkeiten hat mich die der Roman in den Bann gezogen und zum Nachdenken angeregt.

  • Bewertung

    1/5

    12.06.2022

    eBook (ePUB 3)

    Die Erfindung des Ungehorsams

    Die Autorin nimmt uns schnurstraks mit in ihre verwirrende, etwas groteske und skurrile Geschichte. Sie kokettiert mit unseren ureigensten Ekeln und Ängsten. Schauerlich und poetisch zugleich. Warum werde ich das Gefühl nicht los, hier in eine Art Schleichwerbung geraten zu sein? Ein Gruseln packt mich irgendwie, aber nicht wegen den Puppen, sondern wegen den echten Menschen die Abfall produzieren und Haar und Hautfetzen abstossen?!? Auf der 103-ten Seite beginnt mich das Ganze ärgerlich zu machen. Zumal wir schon lange von der Produktion dieser Puppen wissen. Wirkt für mich eher abstossend.

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    Phoebe Schärer Koch

    Orell Füssli Baden

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend und eigenwillig

    Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert und in den Bann gezogen. Raffiniert aufgebaut, die Sprache ist rhythmisch und eigenwillig. Die Geschichte erzählt von drei Frauen: Iris, Ling und Ada. Iris und Ling leben in der Gegenwart, Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin wurde 1815 geboren. Sie war die erste Frau, vielleicht der erste Mensch, der eine Programmierung für eine Maschine schrieb. Iris lebt mit Eric in England und Ling arbeitet in China in einer Fabrik in der Sexpuppen hergestellt werden. Was die drei Frauen verbindet, wieso Ling und Iris Halbschwestern sind und was es mit dem Ungehorsam, der im Titel vorkommt, auf sich hat, möchte ich nicht verraten. Ich möchte vielmehr dazu anregen das Buch zu lesen: ein so vielschichtiges, humorvolles und spezielles Buch ist mir schon lange nicht mehr in die Hände gekommen!
  • Zum Bewerterprofil von Linn Lieske

    Linn Lieske

    Orell Füssli Bahnhof Zürich Stadelhofen

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine aufwühlende Geschichte über die Freiheit

    Von Anfang an hat mich Martina Clavadetscher mit ihrer Sprache in ihren Bann gezogen. Sie schreibt flüssig, man hat das Gefühl, man fliesse durch das Buch, wird teilweise sanft durch die Geschichte geschaukelt und dann wieder von überraschenden Strömungen herumgewirbelt. Die Protagonistinnen sind drei Frauen, die auf verschiedene Art und Weise aus ihrem Alltag ausbrechen und dadurch die Freiheit entdecken, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Zudem spielt die Thematik, was uns Menschen zu Menschen macht oder was uns von heute entwickelten hochintelligenten Maschinen unterscheidet, eine wichtige Rolle. Wem steht Freiheit überhaupt zu? Am Ende erwartet die Leserschaft dann noch eine unerwartete Wendung, die schliesslich in einen der komplexen Geschichte würdigen Schluss überleitet.
  • Zum Bewerterprofil von S. Grubenmann

    S. Grubenmann

    Orell Füssli Wil

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mensch oder doch Maschine?! Ich...

    Mensch oder doch Maschine?! Ich konnte den Gedankengängen nicht immer folgen. Trotzdem hat mich das Buch in den Bann gezogen, weil die Worte, Satzkonstruktionen und Bilder einfach genial sind.
  • Zum Bewerterprofil von Raffael B

    Raffael B

    Orell Füssli Uster

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es gibt kein Ausserhalb des Textes

    Eher schwierig. Vielleicht hätte ich es langsamer lesen sollen. Öfters Pausen machen. Der Beginn, eher mühsam. Zumindest wirkte es so auf mich. Ein Bruch im letzten Drittel: Lovelace. Geschrieben wie ein Fieberwahn. Phantastisch. Meisterstück. Warum hat es wohl den Buchpreis gewonnen, fragte ich mich. An der Form allein kann es nicht gelegen haben. Dass ich das Buch am Ende am liebsten gleich nochmal gelesen hätte - vielleicht. Dass es ganz am Schluss, über die letzten Seiten hinweg, etwas anrührte. Und mich am Ende mit einem seltsamen, schwer erklärbaren Gefühl von Unbehagen oder Unruhe oder ... Grauen zurückliess. Ja, es rührte etwas an, irgendwo tief innen, vielleicht. Wie ein Höhle, die man erkundet und kartografiert. Und wenn du denkst, du hättest sie vollumfänglich erfasst. Taucht irgendwo ein Geheimgang auf und du stösst auf ein noch viel grösseres Höhlensystem. Und so fort. Bis an einen Punkt hin, an dem du zwar gerne weitergehen würdest, aber irgendetwas stösst dich ab. will nicht, dass du weiter gehst. Das "Ungeheuerliche", das zitiert wird. All die Leerstellen - in der Geschichte wie im Text. Ein "je ne sais quoi"...

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