Die Erfindung des Ungehorsams

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Roman

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Beschreibung


Hitze, Regen, beissender Gestank. Iris tigert in Manhattan durch ihr Penthouse und wartet voller Ungeduld auf die nächste Dinnerparty, die ihr wieder ein wenig Leben einhaucht. Ling, angestellt in einer Sexpuppenfabrik im Südosten Chinas, kontrolliert künstliche Frauenkörper auf Herstellungsfehler, bevor sie sich abends bei Filmklassikern in ihre Einsamkeit zurückzieht. Und im alten, düsteren Europa folgt Ada ihren mathematischen Obsessionen, träumt von Berechnungen und neuartigen Maschinen, das Ungeheuerliche stets im Kopf.

Drei Frauen in drei Welten: Sie alle sind auf der Suche nach einer Antwort – nach dem Kern der Dinge. Und sie alle sind, ohne es zu ahnen, miteinander verbunden.

»Martina Clavadetscher hat einen Roman über künstliche Intelligenz geschrieben, wie es ihn noch nicht gab: formal avanciert und hochgradig sinnlich. Keine Dystopie mit raunender Technologiekritik, sondern ein waghalsiger Text, der den künstlichen Wesen Leben einhaucht. Im Roman wird spürbar, wie erst unsere Sehnsüchte und Nöte den Maschinen Macht verleihen. Clavadetscher verschmilzt die Erzählkunst mit den Mitteln von Lyrik und Drama. Und sie unterläuft die kategoriale Trennung zwischen Mensch und Maschine. Die Erfindung des Ungehorsams ist eine Hymne an das Erzählen als emanzipatorische und urmenschliche Kraft.« ("Jury des Schweizer Buchpreises")
»Martina Clavadetscher nutzt das uralte Potenzial des Erzählens als Möglichkeitsraum und erschafft das Zusammenleben von Mensch und Maschine neu – nicht als angstbesetzte Dystopie, sondern als utopische Gegenwart (die künstlichen Frauen gibt es ja tatsächlich). Erzählt wird dies mit staunenswerter Lebendigkeit und Humor. Die Faszination dieses Romans verdankt sich nämlich nicht nur seinen aussergewöhnlichen Geschichten, dem anschaulichen Einblick in die Fabrikwelt in Guandong und dem teils befremdlichen Personal, sondern zuallererst Clavadetschers Sprache. Es ist eine Sprache voller Dinge und Gedanken, voller Bewegung und Lichtwechsel. In ihrem realitätsgesättigten und zugleich kunstvollen Erzählen verschmilzt die 41–jährige Autorin Lyrik, Drama und Prosa. Die Zeilenbrüche geben der verdichteten Sprache Rhythmus und Raum – und führen ins Freie, in die offene Welt unerhörter Geschichten. Auch das beweist dieses Buch: Schweizer Gegenwartsliteratur kann auch anders, als von eigenen Befindlichkeiten zu erzählen.« ("NZZ – Bücher am Sonntag")
»Was empfindet ein Roboter? Wie denkt ein programmierter Kopf? Kann künstliche Intelligenz über sich hinauswachsen? Faszinierend, wie Martina Clavadetscher diesen Fragen auf neuen Wegen begegnet. Statt wie so oft das männliche Schöpfergenie und seine Kreatur oder ein martialischer Aufstand der Maschinen stehen bei Clavadetscher die erfundenen weiblichen Eigenwilligen im Zentrum. Ihr KI-Roman wird so zur poetischen Hommage an die älteste Programmiersprache von allen, die Fantasie.« ("WOZ Die Wochenzeitung")
»Martina Clavadetscher schreibt in einer hinreissend fiebrig melancholischen Sprache, die selbst den Smog in China poetisiert. Und immer wieder sind da Sätze, die sich einprägen: ›Neugier ist eine furchtlose Kriegerin‹.« ("Westfälischer Anzeiger")
»Martina Clavadetscher gewann den Schweizer Buchpreis. Zu Recht! Mit ihrem lyrischen Roman wandelt sie auf den Spuren von Mary Shelley und erweckt Puppen zu Leben – wie einst der Wissenschaftler sein Monster in Shelleys Roman Frankenstein.« ("Blick Magazin")
»Als Leserin kann man sich vom rhythmischen Erzählfluss mitreissen lassen – und, kaum ist die letzte Seite gelesen, wieder von vorne beginnen, da sich einige Geheimnisse erst im letzten Teil erschliessen.« ("Kulturtipp")
»Die Schweizer Roman- und Theaterautorin Martina Clavadetscher legt einen Text vor, der durch seine ausgeprägt rhythmische Sprache, unterstrichen durch die Typografie, zu Recht beeindruckt.« ("ekz Bibliotheksservice")
»Der Roman ist spannend geschrieben, die Handlungsstränge sind geschickt ineinander verwoben und werden dadurch erst nach und nach erkennbar. Ein faszinierender und fesselnder Roman – sehr empfehlenswert.« ("Biblio")

Details

Verkaufsrang

8779

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

288

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

8779

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18.7/10.9/2.6 cm

Gewicht

302 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20940-4

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Die Erfindung des Ungehorsams

Bewertung am 12.06.2022

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Autorin nimmt uns schnurstraks mit in ihre verwirrende, etwas groteske und skurrile Geschichte. Sie kokettiert mit unseren ureigensten Ekeln und Ängsten. Schauerlich und poetisch zugleich. Warum werde ich das Gefühl nicht los, hier in eine Art Schleichwerbung geraten zu sein? Ein Gruseln packt mich irgendwie, aber nicht wegen den Puppen, sondern wegen den echten Menschen die Abfall produzieren und Haar und Hautfetzen abstossen?!? Auf der 103-ten Seite beginnt mich das Ganze ärgerlich zu machen. Zumal wir schon lange von der Produktion dieser Puppen wissen. Wirkt für mich eher abstossend.

Die Erfindung des Ungehorsams

Bewertung am 12.06.2022
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Autorin nimmt uns schnurstraks mit in ihre verwirrende, etwas groteske und skurrile Geschichte. Sie kokettiert mit unseren ureigensten Ekeln und Ängsten. Schauerlich und poetisch zugleich. Warum werde ich das Gefühl nicht los, hier in eine Art Schleichwerbung geraten zu sein? Ein Gruseln packt mich irgendwie, aber nicht wegen den Puppen, sondern wegen den echten Menschen die Abfall produzieren und Haar und Hautfetzen abstossen?!? Auf der 103-ten Seite beginnt mich das Ganze ärgerlich zu machen. Zumal wir schon lange von der Produktion dieser Puppen wissen. Wirkt für mich eher abstossend.

Experimenteller, sprachlich interessanter Roman

Lesendes Federvieh aus München am 28.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die Erfindung des Ungehorsams“ besticht durch eine ausgesprochen interessante Sprache und Erzählform, deren Rhythmus den Leser nach und nach in seinen Bann zieht. Martina Clavadetscher spielt hier so wunderbar locker und leicht mit ihren Sätzen, man kann immer wieder Neues entdecken und das hat mir beim Lesen eine große Freude bereitet. Auch die Verknüpfung der Lebensgeschichten drei so unterschiedlicher Frauen, die aber trotzdem eines gemeinsam haben, nämlich den Wunsch den Dingen auf den Grund zu gehen, ist wirklich gelungen. Sie beschäftigt sich dabei ebenso mit Beziehungsmustern, wie auch mit Themen wie Selbstverwirklichung und der Rolle der Frau in der Gesellschaft im Gestern mit Ada und heute mit Iris. Spannend und in kraftvollen Bildern beschrieben, durchleuchtet sie durch Ling vordergründig die Verbindung von Mensch und Maschine bzw. die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz. Ein fesselndes Thema, das mich an so mancher Stelle zu Nachdenken brachte. Für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen, damit es seine Wirkung so richtig entfalten kann. Ist dies einmal geschehen, legt man es nicht mehr aus der Hand. Es ist für mich eine Lektüre, die auf unterhaltsame Weise zeigt, dass Ungehorsam an der richtigen Stelle manchmal gar nicht so falsch ist.

Experimenteller, sprachlich interessanter Roman

Lesendes Federvieh aus München am 28.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die Erfindung des Ungehorsams“ besticht durch eine ausgesprochen interessante Sprache und Erzählform, deren Rhythmus den Leser nach und nach in seinen Bann zieht. Martina Clavadetscher spielt hier so wunderbar locker und leicht mit ihren Sätzen, man kann immer wieder Neues entdecken und das hat mir beim Lesen eine große Freude bereitet. Auch die Verknüpfung der Lebensgeschichten drei so unterschiedlicher Frauen, die aber trotzdem eines gemeinsam haben, nämlich den Wunsch den Dingen auf den Grund zu gehen, ist wirklich gelungen. Sie beschäftigt sich dabei ebenso mit Beziehungsmustern, wie auch mit Themen wie Selbstverwirklichung und der Rolle der Frau in der Gesellschaft im Gestern mit Ada und heute mit Iris. Spannend und in kraftvollen Bildern beschrieben, durchleuchtet sie durch Ling vordergründig die Verbindung von Mensch und Maschine bzw. die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz. Ein fesselndes Thema, das mich an so mancher Stelle zu Nachdenken brachte. Für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen, damit es seine Wirkung so richtig entfalten kann. Ist dies einmal geschehen, legt man es nicht mehr aus der Hand. Es ist für mich eine Lektüre, die auf unterhaltsame Weise zeigt, dass Ungehorsam an der richtigen Stelle manchmal gar nicht so falsch ist.

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Raffael B

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4/5

Es gibt kein Ausserhalb des Textes

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eher schwierig. Vielleicht hätte ich es langsamer lesen sollen. Öfters Pausen machen. Der Beginn, eher mühsam. Zumindest wirkte es so auf mich. Ein Bruch im letzten Drittel: Lovelace. Geschrieben wie ein Fieberwahn. Phantastisch. Meisterstück. Warum hat es wohl den Buchpreis gewonnen, fragte ich mich. An der Form allein kann es nicht gelegen haben. Dass ich das Buch am Ende am liebsten gleich nochmal gelesen hätte - vielleicht. Dass es ganz am Schluss, über die letzten Seiten hinweg, etwas anrührte. Und mich am Ende mit einem seltsamen, schwer erklärbaren Gefühl von Unbehagen oder Unruhe oder ... Grauen zurückliess. Ja, es rührte etwas an, irgendwo tief innen, vielleicht. Wie ein Höhle, die man erkundet und kartografiert. Und wenn du denkst, du hättest sie vollumfänglich erfasst. Taucht irgendwo ein Geheimgang auf und du stösst auf ein noch viel grösseres Höhlensystem. Und so fort. Bis an einen Punkt hin, an dem du zwar gerne weitergehen würdest, aber irgendetwas stösst dich ab. will nicht, dass du weiter gehst. Das "Ungeheuerliche", das zitiert wird. All die Leerstellen - in der Geschichte wie im Text. Ein "je ne sais quoi"...
4/5

Es gibt kein Ausserhalb des Textes

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eher schwierig. Vielleicht hätte ich es langsamer lesen sollen. Öfters Pausen machen. Der Beginn, eher mühsam. Zumindest wirkte es so auf mich. Ein Bruch im letzten Drittel: Lovelace. Geschrieben wie ein Fieberwahn. Phantastisch. Meisterstück. Warum hat es wohl den Buchpreis gewonnen, fragte ich mich. An der Form allein kann es nicht gelegen haben. Dass ich das Buch am Ende am liebsten gleich nochmal gelesen hätte - vielleicht. Dass es ganz am Schluss, über die letzten Seiten hinweg, etwas anrührte. Und mich am Ende mit einem seltsamen, schwer erklärbaren Gefühl von Unbehagen oder Unruhe oder ... Grauen zurückliess. Ja, es rührte etwas an, irgendwo tief innen, vielleicht. Wie ein Höhle, die man erkundet und kartografiert. Und wenn du denkst, du hättest sie vollumfänglich erfasst. Taucht irgendwo ein Geheimgang auf und du stösst auf ein noch viel grösseres Höhlensystem. Und so fort. Bis an einen Punkt hin, an dem du zwar gerne weitergehen würdest, aber irgendetwas stösst dich ab. will nicht, dass du weiter gehst. Das "Ungeheuerliche", das zitiert wird. All die Leerstellen - in der Geschichte wie im Text. Ein "je ne sais quoi"...

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Phoebe Schärer Koch

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5/5

Spannend und eigenwillig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert und in den Bann gezogen. Raffiniert aufgebaut, die Sprache ist rhythmisch und eigenwillig. Die Geschichte erzählt von drei Frauen: Iris, Ling und Ada. Iris und Ling leben in der Gegenwart, Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin wurde 1815 geboren. Sie war die erste Frau, vielleicht der erste Mensch, der eine Programmierung für eine Maschine schrieb. Iris lebt mit Eric in England und Ling arbeitet in China in einer Fabrik in der Sexpuppen hergestellt werden. Was die drei Frauen verbindet, wieso Ling und Iris Halbschwestern sind und was es mit dem Ungehorsam, der im Titel vorkommt, auf sich hat, möchte ich nicht verraten. Ich möchte vielmehr dazu anregen das Buch zu lesen: ein so vielschichtiges, humorvolles und spezielles Buch ist mir schon lange nicht mehr in die Hände gekommen!
5/5

Spannend und eigenwillig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert und in den Bann gezogen. Raffiniert aufgebaut, die Sprache ist rhythmisch und eigenwillig. Die Geschichte erzählt von drei Frauen: Iris, Ling und Ada. Iris und Ling leben in der Gegenwart, Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin wurde 1815 geboren. Sie war die erste Frau, vielleicht der erste Mensch, der eine Programmierung für eine Maschine schrieb. Iris lebt mit Eric in England und Ling arbeitet in China in einer Fabrik in der Sexpuppen hergestellt werden. Was die drei Frauen verbindet, wieso Ling und Iris Halbschwestern sind und was es mit dem Ungehorsam, der im Titel vorkommt, auf sich hat, möchte ich nicht verraten. Ich möchte vielmehr dazu anregen das Buch zu lesen: ein so vielschichtiges, humorvolles und spezielles Buch ist mir schon lange nicht mehr in die Hände gekommen!

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