Produktbild: Kairos

Kairos Roman. Ausgezeichnet mit dem International Booker Prize 2024

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4441

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

1 - 5 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18.4/11.6/3.1 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Wollweiß / Mokka

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10934-1

Beschreibung

Rezension

»Jenny Erpenbeck erzählt in ›Kairos‹ von der existentiellen Verlorenheit einer ganzen Generation.« ("Deutschlandfunk ›Büchermarkt‹, Maike Albath")
»Jenny Erpenbeck ist mit diesem Roman ein sprachliches Meisterstück gelungen.« ("MDR Kultur, Claudia Ingenhoven")
»Liebe weicht der Angst, Behauptung der Enttäuschung. Und alles steht in einem großen Zusammenhang in dieser virtuosen Komposition aus Sprache, Psychologie und Geschichte.« ("Hannoversche Allgemeine Zeitung")
»Ein vom Anfang bis zum Ende überzeugender Roman, weil er mit großer Kunstfertigkeit eine Liebesgeschichte zu überschreiten versteht und zum Roman über einen historischen Umbruch wird.« ("MDR Sachsen "Aufgefallen", Michael Hametner")
»Das Buch hat einen Sog, wer es liest, wird es lange in Erinnerung behalten.« ("Rhein-Neckar-Zeitung, Roland Mischke")

Produktdetails

Verkaufsrang

4441

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

1 - 5 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18.4/11.6/3.1 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Wollweiß / Mokka

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10934-1

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • MarieOn

    5/5

    28.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sensationelles Zeitzeugnis

    Zwei Kartons hat sie, mit Aufzeichnungen, Rechnungen, Postkarten, Briefen, Fotos und Einkaufszetteln. Erinnerungen an ihn, den Hans. 1986 sind sie sich begegnet, zufällig. Da war Katharina neunzehn und Hans älter als ihr Vater. Er stieg hinter ihr aus der Bahn und sie blieb mit ihrem Pfennigabsatz in einem Gully stecken. Er lud sie auf einen Kaffee ein. Danach konnten sie sich nicht mehr voneinander lösen. Ob sie einen Vater sucht, hat Hans gefragt. So ein Quatsch. Als seine Frau mit seinem Sohn weggefahren war, ludt er sie in seine Wohnung ein, spielte ihr Mozart und Brahms vor, las Gedichte und erinnerte sie an ein niedliches Eichhörnchen. Dann durfte sie ausreisen aus dem Osten Berlins, zu ihrer Großmutter nach Köln, weil die Geburtstag hatte. Die Omi hatte sich für Katharina Einhundertfünfundzwanzig Mark vom Mund abgespart, damit die sich was kaufen konnte. Und das machte Katharina, lief von morgens bis zum Nachmittag die Friedrichstraße hoch und runter und schaute dabei zu, wie die Preise purzelten. Die Bluse, die am Morgen noch 45 Mark kostete, gab es später für 2,50. Einen Salat Nicoise hat sie auch gegessen, weil der Hans ihr den empfohlen hat. Während Katharina in Köln die Friedrichstraße erkundete, hoch und runter, hoch und runter, rief Hans sie nicht an. Omis Telefon schwieg still, ob er sie schon vergessen hatte? Fazit: Eine Ausnahmegeschichte, die Jenny Erpenbeck hier geschaffen hat. Einerseits werde ich Zeugin einer Ära Honecker, die zu Ende geht und ein Land zerreißt. Jede Sicherheit und Verlässlichkeit, all das Bekannte bricht haltlos in sich zusammen und löst Existenzen auf. Plötzlich soll man sich zufrieden zeigen mit einer Entwicklung, die so nicht vorstellbar war. Andererseits lässt mich die Autorin dabei zusehen, wie eine sehr ungleiche Beziehung sich in eine intensive Obsession verwandelt. Sie sehnt sich danach gesehen und geliebt zu werden, danach, mit dem anderen zu verschmelzen. Er sonnt sich in ihrer Unerfahrenheit, ihrer aufrichtigen Bewunderung. Sie geraten in gegenseitige Abhängigkeit, schaffen es nicht mehr sich gut zu tun und können sich doch nicht voneinander lösen. Vor dem Hintergrund einer Epoche musste ich hilflos dabei zusehen, wie zwei Menschen sich in einer toxischen Beziehung verstricken, geriet mitten hinein, entwickelte eine tiefe Wut auf Hans, der es besser hätte wissen müssen. Was für ein Konflikt. Und die Schreibweise ist völlig unaufgeregt. Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle, keines würde ich streichen wollen. Die Gebräuche dieser Zeit, die Sprache ist so gut wiedergegeben. Das hat mir sensationell gut gefallen.

  • www.susanne-eichholz.de

    aus Frankfurt

    4/5

    26.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Kairos lohnt sich meines…

    Kairos lohnt sich meines Erachtens aus mehreren Gründen, nämlich aufgrund der Perspektivenverlagerung auf die andere Seite der Mauer, der packenden, wenn auch oft befremdlichen Liebesgeschichte und der mitreißenden Sprache der Autorin.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    21.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    eindringliche Liebesgeschichte

    Eine schöne und eindringliche Liebesgeschichte, gut geschrieben, in die Details gehend, die Gefühle sind plastisch beschrieben, alles ist nachvollziehbar. Der zweite Teil, in welchem es um die Verarbeitung der Enttäuschung geht, irritiert manchmal, da man sich mit Hans nur noch mit Mühe identifizieren kann und die Tendenz verspürt, dass Katharina ihm endlich den Laufpass geben möge, diesem schwierigen Mann. Er scheint auf SM-Praktiken zu stehen. Bei ihr weiss man nicht, wie es damit steht. Da hätte die Autorin meiner Ansicht nach etwas mehr erzählen müssen. Neben der Liebes-Geschichte ist es auch eine Geschichte des Mauerfalls und des Endes der DDR. Es war wohl nicht einfach, beide Geschichten, die Liebes- und die Politik-Geschichte, ineinander zu verweben. Aber der Autorin gelingt dieses Kunststück sehr gut. Bravo!

  • Juti

    aus HD

    4/5

    03.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    politische Beziehungsgeschicht…

    politische Beziehungsgeschichte Dieser Roman schildert die Beziehung zwischen der jungen Katharina und dem älteren Hans, der wohl verheiratet ist, aber trotzdem das junge Ding nicht missen will. Katharina ist dagegen total verknall in Hans und erlaubt dem Bonusfreund Vadim nicht sie zu küssen, so dass er mit ihrem Busen vorlieb nehmen muss. Das ganze wäre nichts Besonderes, wenn nicht eine deutsch-deutsche Geschichte hinzukäme. Beide leben in Ost-Berlin, Katharina hat entfernte Verwandtschaft im Westen und Hans muss dort gelegentlich arbeiten. So zeichnet der Roman das Bild der DDR-Kulturszene in allen Facetten und das ist es auch, was es preiswürdig macht. Ich fand es aber gerade anfangs schwer, den roten Faden zu behalten. Dies kann aber daran liegen, dass ich es im Urlaub lesen musste und nie zusammenhängend Zeit fand. 4 Sterne Zitat: Warum fährt Honecker nicht gerne U-Bahn? Weil bei der Abfahrt des Zuges immer „zurücktreten“ gerufen wird. (293)

  • Leselöwe

    aus Dresden

    2/5

    30.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Kunstwerk vielleicht - Lesevergnügen NEIN

    Diese außergewöhnliche Liebesgeschichte verwoben mit DDR Geschichte könnte interessanter Lesestoff sein, wenn dieser anstrengende und „verkopfte“ Schreibstil nicht wäre, schade eigentlich.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (40)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Maik Eckenstein-Nassian

    Maik Eckenstein-Nassian

    Orell Füssli Basel

    Buchhändler*in

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    3/5

    14.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch zwischen „lesenswert“ und „grenzwertig“

    Wie bewerte ich ein Buch, dass ich zwischen genial (Sprache) und langweilig (Story) und sogar irritierend (die Beziehung der beiden Hauptpersonen) einordnen würde? In jedem Fall weit weg von einer moralisierenden Sichtweise auf H. und K. Diese Beziehung ist eher eine untypische und irritierende Spielform (natürlich bewusst so angelegt), obgleich eine fatale und wohl weitgehend entfernte von der Realität im zeitgeschichtlichen Kontext des Romans, der Handlungen. Warum lese ich weiter und weiter und letztlich bis zum Schluss, obwohl mir spätestens nach dem erste Viertel die Lust am Lesen nahezu vergangen war? Vielleicht sind es drei Gründe, sehr individuelle? 1. Ich möchte gern hinter das “Geheimnis” kommen, warum die Buch einen Preis in England erhalten hat. 2. Leider habe ich derzeit im Urlaub keine wirklich bessere Lektüre mit, es sei denn, ich wende mich aktueller “politischer Literatur” zu (im Urlaub eher nicht so prickelnd). 3. Zeitachsen, Sichtweisen (politische und zeithistorisch kontextualisierte) sowie Orte (alle !!), die im Roman - oft im Detail - beschrieben werden, kenne ich aus dem eigenen Erleben. Vielleicht setzte das einen Reiz zum Weiterlesen? Die “Story” - also die Konkretheit und Dynamik der Beziehung zwischen H. und K. oder K. und H. - ist romantypisch eher konstruiert als es zu den nachvollziehbaren bzw. dargelegten Sozialisationen beider passt. Der eingangs gesetzte Spannungsbogen versandet bereits nach dem ersten Viertel der Seiten. Das zweite Viertel verflacht zunehmend und bremste die Leselust nahezu auf Null (langatmig). Erst nach der Hälfte setzt offensichtlich und nahezu mit Brachialgewalt ein zweiter Spanungsbogen neue Leselust und Energie frei. Zwar kann ich am Ende immer noch nicht das Geheimnis der Gründe für den Preis erkennen, aber es verfestigt sich der eigene Zwiespalt zwischen “lesenswert” (für Mutige und Literaturexperten) oder grenzwertig (für Neugierige auf den Schluss). Eine Frage bleibt: Hätte das Buch ebenfalls einen Preis bekommen (oder bekommen müssen / sollen), wenn die Handlung zwar zur gleichen Zeit spielen würde, auch die Beziehung der beiden Hauptpersonen die gleiche Dynamik gehabt hätte, jedoch vielleicht im damaligen “West-Berlin” oder in Köln, Hamburg, München….Hannover, Bielefeld usw. verortet gewesen wäre?

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