Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.»Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.»Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.»Danke. Probieren Sie es trotzdem.«»Wir haben so viel Spass wie 2006 bei Daniel Glattauers Riesenerfolg ›Gut gegen Nordwind‹.« Elke Heidenreich, BUNTE»Einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur« DER SPIEGEL über ›Gut gegen Nordwind‹
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Klaus Effing
aus Köln
5/5
17.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Kammerspiel
Daniel Glattauer gelingt mit „In einem Zug“ etwas, das zunächst unspektakulär wirkt und gerade deshalb überzeugt: Er erzählt eine Geschichte, wie sie vermutlich viele von uns schon einmal – zumindest in Ansätzen – selbst erlebt haben.
Der 2025 erschienene Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe gut 200 Seiten. Im Mittelpunkt steht Eduard, ein erfolgreicher Autor von Liebesromanen, dessen größte Erfolge bereits einige Jahre zurückliegen. Er ist klug, selbstironisch und nicht frei von Zweifeln – an seinem Schreiben, am Älterwerden und vielleicht auch an seinen Vorstellungen von Liebe. Auf einer Zugfahrt nach München begegnet er Catrin. Aus einer zufälligen Unterhaltung entwickelt sich ein intensiver Austausch über das Leben, die Liebe und das Schreiben.
Über weite Strecken liest sich der Roman wie ein Kammerspiel. Fast ausschließlich tragen zwei Personen die Handlung, nur kurz unterbrochen durch einen weiteren Fahrgast, der die wachsende Vertrautheit der beiden stört. Glattauer zeigt dabei einmal mehr, wie viel Spannung allein durch gute Dialoge entstehen kann.
Besonders beschäftigt hat mich jedoch ein anderer Gedanke. Wie oft passiert es, dass wir einem völlig fremden Menschen Dinge erzählen, die wir unseren engsten Vertrauten nie anvertrauen würden? Vielleicht gerade deshalb, weil wir keine gemeinsame Vergangenheit haben und keine gemeinsame Zukunft erwarten. Die Anonymität einer Begegnung schafft eine Offenheit, die im Alltag oft verloren geht. Genau dieses Phänomen macht Glattauer zum Kern seines Romans.
Dass dabei auch etwas Alkohol die Distanz abbaut, wirkt ebenso glaubwürdig wie die zunehmende Nähe zwischen Eduard und Catrin. Als beide schließlich gemeinsam in München aussteigen, öffnet Glattauer auf den letzten Seiten das Bild noch einmal auf überraschende Weise, ohne dass ich diese Wendung vorwegnehmen möchte.
Nicht alle Leser:innen werden sich auf dieses dialogreiche Kammerspiel gleichermaßen einlassen können. Wer vor allem Handlung erwartet, wird manche Passagen vielleicht als zu ruhig empfinden. Für mich liegt die Stärke des Romans jedoch gerade in den Gesprächen und der Erkenntnis, dass Begegnungen manchmal in wenigen Stunden eine größere Nähe entstehen lassen als Beziehungen, die seit Jahren bestehen.
„In einem Zug“ ist für mich ein leiser, kluger Roman über Zufall, Vertrauen und die Offenheit zwischen zwei Fremden. Wer Freude an dialogstarken Büchern hat und sich gern auf Figuren und ihre Gedanken einlässt, dem kann ich diesen Roman sehr empfehlen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
12.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Für mich ein Lesevergnügen
Eduard, Autor von Liebesromanen, aber schon lange kein neues Buch veröffentlicht, teilt sich im Zug das Abteil mit einer jungen Dame, Catrin.
Diese versucht Eduard in ein Gespräch zu verwickeln. Eduard, alte Schule, ist zu höflich, um die Fragen unbeantwortet zu lassen. Diese gehen recht schnell in eine persönliche Richtung. Catrin möchte wissen, was er von der Liebe hält (sie weiß, dass er Liebesromane schreibt). Eduard hält sich (trotz oder wegen des Alkohols) tapfer und verteidigt selbstbewusst seine Sicht zu dem Thema “Liebe”.
Ich mag den Hauptdarsteller in dem Roman sehr. Ich finde er hat sich gut gegen den Beschuss von Catrin zur Wehr gesetzt. Sie finde ich sehr unsympathisch. Teilweise übergriffig und überheblich.
Auch wenn in dem Buch tatsächlich nicht viel passiert, hat es mir wahnsinnig viel Spaß bereitet es zu lesen. Dank Eduard!
Bewertung
5/5
29.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bahnfahrer fühlen die Situation
Was ein unterhaltsamer Roman! Wer regelmäßig mit dem Zug fährt, kann sich in die ausweglose Situation des Protagonisten reinfühlen… Geschrieben ist es mit viel Humor. Ich habe oft laut gelacht, obwohl ich in der Bahn saß! Das Ende überrascht umso mehr.
Bewertung
aus Marsberg
5/5
21.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
In einem Zug durchgelesen
In einem Zug ist ein unterhaltsamer, lustiger, aber auch berührender und tiefsinniger Roman. Es geht um eine Zufallsbegegnung im Zug. Ein Mann, eine Frau, beide mittelalt, auf dem Weg zu einem fernen Ziel. Zwei Fremde.
Die Frau fängt eine Unterhaltung an. Er – ein bekannter Liebesromanautor – hat keine Lust auf dieses Gespräch. Er anitizipiert ihre Antworten und wird doch einige Male überrascht. Das ist echt witzig und unterhaltsam geschrieben. Und so lebensecht.
Die beiden lernen sich kennen. Sie werden vertrauter. Eine Freundschaft beginnt? Mehrmals treten überraschende Wendungen ein. Hin und wieder glaubt man als Leser, beide zu durchschauen. Dann tut man es doch nicht.
Oft musste ich schmunzeln, hin und wieder lachen. Dann denkt man, man weiß was kommt und dann ist alles doch ganz anders.
Das Buch hat mir sehr sehr gut gefallen. Anspruchsvolle und gute Unterhaltung der besten Art!
Bewertung
5/5
27.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein ganz wundervolles Buch
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Minute (ich habe es gehört) unterhalten.
Worum gehts? Ein Schriftsteller fährt mit dem Zug nach München und macht Bekanntschaft mit einer Therapeutin, die in seinem Abteil sitzt.
Sie kommen ins Gespräch, zu Beginn noch recht verhalten, entwickelt sich eine ganz amüsante Unterhaltung. Beide fahren bis nach München, sodass viel Zeit für intensive und unbequeme Geschichten bleibt. Glattauer gibt eine Art Gerüst vor, benennt die Bahnhöfe auf dem Weg bis nach München, sodass der Leser dies zeitlich (und örtlich, wenn genügend Wissen über die Gegend vorhanden ist) einordnen kann.
Eindruck und Fazit: Ich mochte dieses Buch so gern! Von mir erhält es 5/5 Sternen und auf jeden Fall ist es eine große Empfehlung! Ich wüsste nicht mal. wem ich es genau empfehlen würde -ich glaube allen. Glattauer schreibt unglaublich schön. Ich habe viel gelacht und geschmunzelt, mochte den Sarkasmus und die Art des Denkens. Das Ende habe ich kommen sehen, auch wenn ich mir eine andere Auflösung gewünscht hätte. Dennoch ein sehr starkes Buch!
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5/5
24.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Zug um Zug genial
Er ist Liebesroman-Autor und glaubt nicht an die Liebe. Sie setzt sich zu ihm ins Zugabteil und löchert ihn mit gezielten Fragen. Die humorvollen, teils tiefgründigen Dialoge und die Geschichte dahinter bieten ein grossartiges Lesevergnügen. Wer Repetitio amüsant findet, Situationskomik mag und in einfachen Gesprächen einen Reiz sieht, wird diese Geschichte lieben. Eine ideale Lektüre für eine Zugfahrt.
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4/5
07.03.2026
eBook (ePUB)
solide aber nicht mein Favorit
In einem Zug von Daniel Glattauer konnte mich persönlich nicht gleichermassen fesseln wie andere Bücher des Autors. Die Figuren und Handlung sind schlüssig aber irgendetwas hat mir gefehlt ohne dieses etwas wirklich benennen zu können.
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4/5
11.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
In einem Zug durchgelesen
Dieses Buch handelt, wie dem Titel zu entnehmen ist, von einer Zugfahrt. Eine Zugfahrt von Wien nach München. Das Buch handelt aber auch von einer Liebesgeschichte. Und zwar der Liebesgeschichte von Eduard Brünhofer und seiner Frau Regina (auch Gina genannt). Eduard Brünhofer schreibt Liebesromane. Besser gesagt er hat Liebesromane geschrieben, denn seinen letzten Roman hat er vor dreizehn Jahren veröffentlicht. In Eduards Abteil im Zug von Wien nach München sitzt noch eine weitere Person, eine Frau. Die Frau stellt sich irgendwann als Catrin vor und stellt ganz schön viele Fragen zu Eduards Leben und Regina. Dies ist ihm zu Beginn gar nicht recht, mit der Zeit findet Eduard aber gefallen an dem Gespräch und der Gesellschaft von Catrin.
"In einem Zug” ist mein erster Roman von Daniel Glattauer und hat mir sehr gut gefallen. Die Sprache ist luftig und der Text immer mit einem Augenzwinkern formuliert. Die ganze Zugfahrt sehen wir alles nur aus Eduard Brünhofers Perspektive. Er denkt sich einiges und erzählt viele Anekdoten aus seinem Leben. Auch den Schluss fand ich clever gemacht. Ich wusste die ganze Zugfahrt über nicht richtig, auf was dieses Zusammentreffen von Eduard und Catrin hinauslaufen wird.
Für alle, die etwas Leichtes und Unterhaltendes für Zwischendurch lesen möchten.
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4/5
21.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
"In einem Zug" auf dem Schiff gelesen
...habe ich dieses Buch, obwohl ich anfangs skeptisch war, ob mir das Ganze mit den Gedankengängen des Protagonisten nicht zu konstruiert ist. Überzeugt haben mich der Wortwitz, das Liebesthema und der Plot.
Die Gedanken von Eduard Brünhofer (erfolreicher Liebesromanautor mit Schreibblokade), im Zug schräg gegenüber sitzend von Catrin Meyr (Therapeutin) haben mich immer mehr in den Bann gezogen. Ich musste schmunzeln und konnte lachen und staunte im Nachhinein, wie mich der Wortwechsel der beiden selber hat grübeln lassen, was es mit dem Gegenüber von Edi auf sich hat, bzw. welche Absichten diese Frau damit verfolgt, wie sie den Protagonisten ausfrägt. Raffiniert und unterhaltsam zugleich!
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4/5
17.02.2025
eBook (ePUB)
Spannendes Gespräch während Zugfahrt
Eduard Brünhofer, ein Schriftsteller, reist zu seinem Verlag, da sein letzter Bestseller lange zurückliegt. Im Zug trifft er eine Frau, die ihn zu bewundern scheint, und er lässt sich auf ein Gespräch ein. Die Kritikerin Sternburg sieht in Glattauers Werk eher eine ausführliche Selbstreflexion des Protagonisten über kleine Nöte. Obwohl sie es nicht als Meisterwerk betrachtet, bezeichnet sie es als "Wohlfühlroman" mit witzigen Dialogen.