Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem großen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Großmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los – sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Europeantravelgirl
5/5
03.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Traurig schön
Billie wächst mit ihrer Mutter in einfachsten Verhältnissen, aber voller Glück auf. Doch mit der Ankunft ihrer Großmutter aus Ungarn verändert sich alles in ihrem Leben, und das ist eigentlich mehr als eine Vierzehnjährige verkraften kann.
Billies Geschichte reiht sich nahtlos in klassische Coming-of-Age-Romane ein und sticht doch heraus. Auf nicht einmal 350 Seiten schafft es die Erzählung, sich tief in mein Herz zu graben. Anfangs sind es die sozial schwierigen Verhältnisse, die mich betrüben und die doch mit viel Herz und Hoffnung geschildert sind. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und die Dramatik des Geschehens hätte die Handlung leicht in eine tragische Richtung abtauchen lassen können, doch Billie unternimmt einen Roadtrip, der ihrem Leben eine wunderbare Wendung verleiht.
Natürlich sind die Motive der Geschichte nicht neu. Sie sind aber auf einzigartige Weise und klug erzählt, und so schafft es die Autorin, dass ich dieses Buch nahezu in einem Rutsch gelesen habe und mir Billie auch noch Tage nach dem Zuklappen des Buchs im Kopf herumgeisterte. Ich mochte die Sprache, ich mochte die besondere Sichtweise der Vierzehnjährigen, ich liebe die Charaktere und gebe gerne eine Leseempfehlung ab.
Europeantravelgirl
5/5
03.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Traurig schön Billie wächst…
Traurig schön Billie wächst mit ihrer Mutter in einfachsten Verhältnissen, aber voller Glück auf. Doch mit der Ankunft ihrer Großmutter aus Ungarn verändert sich alles in ihrem Leben, und das ist eigentlich mehr als eine Vierzehnjährige verkraften kann. Billies Geschichte reiht sich nahtlos in klassische Coming-of-Age-Romane ein und sticht doch heraus. Auf nicht einmal 350 Seiten schafft es die Erzählung, sich tief in mein Herz zu graben. Anfangs sind es die sozial schwierigen Verhältnisse, die mich betrüben und die doch mit viel Herz und Hoffnung geschildert sind. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und die Dramatik des Geschehens hätte die Handlung leicht in eine tragische Richtung abtauchen lassen können, doch Billie unternimmt einen Roadtrip, der ihrem Leben eine wunderbare Wendung verleiht. Natürlich sind die Motive der Geschichte nicht neu. Sie sind aber auf einzigartige Weise und klug erzählt, und so schafft es die Autorin, dass ich dieses Buch nahezu in einem Rutsch gelesen habe und mir Billie auch noch Tage nach dem Zuklappen des Buchs im Kopf herumgeisterte. Ich mochte die Sprache, ich mochte die besondere Sichtweise der Vierzehnjährigen, ich liebe die Charaktere und gebe gerne eine Leseempfehlung ab.
Thomas
aus Weisslingen
5/5
25.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine mitreissende Story
Sehr schön geschrieben, ohne die Ort konkret zu nennen, kann man schnell nachvollziehen, wie das junge Mädchen denkt, tickt und sich letztendlich auf die Suche nach ihrer Herkunft macht. Empfehlenswert für den, der gerne in Romenen in Geschichten eintaucht, um der derzeitigen Realität zu entfleuchen.
Bewertung
5/5
15.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein stilles Meisterwerk über Herkunft, Verlust und die Kraft der Fantasie
Elena Fischers Roman „Paradise Garden“ ist eine tief berührende Erzählung, die auf zurückhaltende, aber eindringliche Weise von einer Kindheit an der gesellschaftlichen Peripherie erzählt – und von der unermüdlichen Kraft der Liebe und der Vorstellungskraft.
Im Mittelpunkt steht Billie, ein junges Mädchen, das in denkbar bescheidenen Verhältnissen aufwächst. Ihre Mutter Marika – eine Frau mit Herz, Haltung und einem ausgeprägten Gespür für das Schöne im Alltäglichen – schafft es, ihrer Tochter mit Wärme, Geschichten und grenzenloser Fantasie eine Kindheit zu schenken, die reicher scheint als manch materiell gesättigtes Leben. Die Mutter-Tochter-Beziehung ist das leuchtende Herzstück des Romans, zart beschrieben und von tiefer Menschlichkeit getragen.
Doch der Zauber endet abrupt, als Marika nach einem Unfall plötzlich stirbt. Zurück bleibt Billie – allein, verletzt, entwurzelt. Die Zurückweisung durch das Umfeld, das ihre Mutter stets als Außenseiterin belächelt oder gar verachtet hat, trifft sie doppelt hart. Besonders die scheinbare Freundschaft zu einem wohlhabenderen Mädchen und deren Familie entpuppt sich als Fassade – die gesellschaftlichen Gräben sind tief.
In ihrer Trauer begibt sich Billie auf die Suche nach ihrem Vater, einem Mann namens Ludger. Die Begegnung zwischen diesen beiden Menschen, die jeweils mit ihrem eigenen Schmerz und ihren offenen Fragen ringen, ist der zweite große emotionale Anker des Romans. Fischer lässt sie einander tastend näherkommen – ohne Pathos, aber mit großer Wahrhaftigkeit. Es ist ein leiser Prozess der Heilung, des gegenseitigen Anerkennens und der gemeinsamen Trauerverarbeitung.
Erzählstil: Mit Sogkraft und Feingefühl
Elena Fischer gelingt es mit beeindruckender erzählerischer Klarheit, den Leser unmittelbar in die Welt Billies hineinzuziehen. Der Stil ist schnörkellos, aber voller Atmosphäre. Zwischen den Zeilen schwingt stets ein liebevolles Staunen mit – über die kleinen Dinge, über menschliche Zuneigung, über kindliche Widerstandskraft.
Es ist eine Sprache, die sich nicht aufdrängt, aber tief wirkt. Man fühlt, leidet und hofft mit Billie. Die Erzählweise erinnert daran, wie kraftvoll Literatur sein kann, wenn sie uns nicht belehren, sondern verstehen lassen will.
Ein Plädoyer für Menschlichkeit
Paradise Garden ist mehr als ein Coming-of-Age-Roman. Es ist ein leiser Aufruf zum Umdenken – über unsere (Vor-)Urteile gegenüber Menschen, die nicht in die gesellschaftliche Norm zu passen scheinen. Fischer zeigt, dass es für ein erfülltes Leben nicht Reichtum oder Prestige braucht, sondern Nähe, Vertrauen, Liebe – und eine gute Portion Fantasie.
Der Roman wirkt lange nach – weil er die Frage stellt, wie viel wir eigentlich wirklich brauchen, um glücklich zu sein. Und weil er uns auffordert, hinzuschauen, wo wir sonst vielleicht vorschnell wegsehen würden.
Fazit:
Ein berührender, fein komponierter Roman über das, was das Leben im Kern ausmacht. Elena Fischer schreibt nicht laut – aber sie trifft mitten ins Herz. Paradise Garden ist ein Buch, das bewegt, hinterfragt und Mut macht. Unbedingt lesenswert.
Yvonne
aus Frankfurt am Main
5/5
22.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein bisschen Glitzer im Leben
Die 14 jährige Billie wächst bei ihrer Mutter in der Hochhaussiedlung auf. Ihren Vater kennt sie nicht, ihre Mutter erzählt nichts über ihn. Nur wenig weiß Billie über das frühere Leben ihrer Mutter, aber beide sind mit dem Wenigen, was sie zum Leben haben, sehr glücklich. Sie machen es sich schön, wenn dazu auch ein bisschen Fantasie notwendig ist. Ihre schöne Zweisamkeit bekommt erste Risse, als ihre Großmutter aus Ungarn bei ihnen einzieht, wenn auch nur vorübergehend. Die Großmutter ist sehr traditionell und konservativ. Die Zeit mit ihrer Mutter verändert sich und das Leben von Billie ändert sich vollends, als ihre Mutter plötzlich stirbt. Billie ist alleine, will nicht mit ihrer Großmutter nach Ungarn und beschließt ihren Vater zu suchen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, in der Billie auch zu sich findet.
Eine wundervolle Geschichte, die sehr nachdenklich macht. Trotz der traurigen Stellen, die mich tief berührt haben, hat das Buch sehr viele heitere, bezaubernde Seiten. Es macht nachdenklich, wenn man von dem Leben im Hochhaus liest, mit dem wenigen was Billie und ihre Mutter haben. Sie machen aber das Beste daraus und lieben sich als kleine Familie und erleben viel Glück. Auch wenn die Großmutter die Beziehung stört, muss Billie lernen damit umzugehen. Man spürt förmlich wie sie reifer wird. Zunächst dachte ich, dass mit Billie‘s Roadtrip (sie fährt mit 14 das Auto) die Geschichte sicher merkwürdig wird, da ich das wenig glaubwürdig fand, aber es war völlig anders beim Lesen für mich als erwartet. Vielmehr konnte ich es nachvollziehen, es war genauestens erklärt. Natürlich gehörte auch etwas Glück dazu nicht erwischt zu werden, aber es hat Spaß gemacht davon zu lesen. Als Billie an ihrem Reiseziel angekommen ist, fand ich die Geschichte nur noch schön. Ob Billie ihren Vater findet, verrate ich natürlich nicht. Zu Beginn des Buches hätte ich es nicht gedacht, aber dieses Buch hat mich wahrlich verzaubert und es ist mein erstes Jahreshighlight in 2025. Wer ein wenig Glitzer im Leben braucht, sollte zu diesem Buch greifen.
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5/5
22.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wahnsinnig gelungenes Debüt!
Ein sehr sanftes Buch über Trauer und Verlust. Während dem Lesen wird man durch sehr viele verschiedene Gefühlslagen getragen: Wut, als die Grossmutter plötzlich auftaucht und das Leben von Billie und ihrer Mutter Marika umkrempelt; Verlust, Trauer, ebenfalls Wut, Unverständnis und auch ein bisschen Angst, als Marika plötzlich stirbt (da war ich beim Lesen so überrascht, obwohl wir ja von Anfang an wussten, dass sie sterben wird), und wir schliessen den «Gefühlskreis» wieder am Schluss von Billies Reise, als es in ihrem Kopf wieder ruhig wird.
Mir hat das Buch sehr gefallen, es ist trotz den schweren und traurigen Themen ein leichtes Buch. Elena Fischer schafft es realistisch die Trauer und den Verlust der einzigen Bezugsperson so zu beschreiben, dass ich als lesende Person zwar Billie in ihrer Trauer und so zu verstehen, aber ohne das Buch tieftraurig zu machen.
Als ich gesehen habe, dass sie allein im Auto losfährt, musste ich unwillkürlich an ‘Tschick’ von Wolfgang Herrndorf (auch ein sehr empfehlenswertes Buch, übrigens) denken. Es ist, genauso wie ‘Tschick’, ein wunderbarer Coming-Of-Age-Roman, wenn auch der Ausgangspunkt in den beiden Büchern nicht unterschiedlicher sein könnte.
Ein wahnsinnig gelungenes Debüt! Ich freue mich, (hoffentlich bald) mehr von Elena Fischer zu lesen!
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5/5
25.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die abenteuerliche Reise einer berührenden jungen Heldin
Das Buch ist lustig, traurig, macht nachdenklich und lässt uns mitfühlen mit der Protagonistin, die aus ihrem -zwar sehr einfachen, aber glücklichen - Leben gerissen wird und sich auf die Suche nach ihrem Vater und einer neuen Zukunft macht. Grosse Empfehlung!
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5/5
29.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Achterbahn der Gefühle!!!
Für unsere Orell Füssli Herbstkampagne habe ich mich für „Paradise Garden“ entschieden und habe ein Vorabexemplar bekommen… OMG ich habe es keine Sekunde bereut! Es erscheint zwar erst in zwei Wochen, aaaaber ihr könnt euch wirklich auf ein wundervolles Buch freuen!!!
Elena Fischer erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte der 14-jährigen Billie, einer naiven, irgendwie altklugen und eigensinnigen Protagonistin. Gleich zu Beginn erfahren wir, dass Billies Mutter gestorben ist, aber da die Autorin in Schleifen rückwärts erzählt tut das der Dramatik absolut keinen Abbruch. Wir erfahren aus Billies Sicht wie sie aufgewachsen ist, in einer kleinen Wohnung in einem Hochhauskomplex, die Mutter Marika versucht mit 2 Jobs ihnen „ein gutes Leben“ zu ermöglichen. Trotzdem ist das Geld immer knapp, Billie hat nicht viele Kleider und am Monatsende gibt es meist nur Nudeln mit Ketchup oder Kartoffelbrei aus der Tüte. Reich macht Billie aber die Fantasie ihrer Mutter, ihre starke Liebe und der Zusammenhalt unter den Nachbarn.
Über ihre Herkunft erzählt Marika Billie allerdings nichts, sie weiss nicht wer ihr Vater ist und hat auch keinen Kontakt zur Familie ihrer Mutter in Ungarn. Eines Tages steht allerdings die ungarische Grossmutter vor der Tür und bringt so einiges ins Rollen und die Vergangenheit an den Tag. Billie sieht plötzlich auch die Fehlbarkeit ihrer Mutter, dennoch möchte sie lieber wieder ihr Mutter-Tochter- Leben zu zweit zurück, bis ein schrecklicher Unfall Billies Mutter das Leben kostet. Völlig verloren macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater und ein verrückt, melancholischer Roadtrip zur Nordsee beginnt. Ob sie ihn findet, möchte man nicht verraten. Jedenfalls aber entwickelt sich Billie in ihrem Kokon der Trauer und findet die Bedeutung der Herkunft und ihren Platz im Leben und… Fischer schildert gekonnt aus der Sicht eines Teenagers wie soziale Ungerechtigkeit und Armut heute aussehen - besonders in den Szenen mit Billies Freundin Lea und deren Familie wird die Spalte zwischen Mittel- und Unterschicht deutlich - das alles wird aber nicht mit Zeigefinger erzählt. Gut gefallen haben mir auch Billies literarische Schreibambitionen, die gekonnt durch kurze Notizbucheinträge eingeflochten werden und die Schilderung der starken innigen Mutter-Tochter-Beziehung. Mit Billie wütend wurde ich aber auch über das Verschweigen von Billies Vater - das verantwortlich war für das grosse Loch in das sie nach dem Tod der Mutter gefallen ist.
Ich empfehle das Buch jedem der über den Verlust eines geliebten Menschen lesen will, jedem der gerne eine besondere coming-of-age-Geschichte lesen möchte und jedem der Bücher mit einem guten Ende mag…
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5/5
02.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vom Sommer, wo Billie ihre Kindheit hinter sich lässt
"Paradise Garden" ist die berührend-schöne Geschichte vom Sommer, wo die 14jährige Billie ihre Kindheit hinter sich lässt. Ihre Mutter stirbt, und ausgerechnet an der Beerdigung erhält Billie ihre erste Periode. Dabei hatte dieser Sommer so gut begonnen. Mit dem Preisgeld aus der TV Show wären einmal Ferien am Meer möglich gewesen. Anstatt der Ferienreise kam dann aber die strenge Grossmutter, ungebeten, und Billie erlebt die Herausforderung, zu dritt in einer kleinen Wohnung zu leben. Als dann ihre Mutter auch noch plötzlich stirbt, wir es Billie zu bunt und sie geht auf die Suche nach ihrem Vater. Originell und traurig-komisch geschrieben, ist dies ein Roman voller Lebensweisheit und Liebe zu den Protagonisten..
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5/5
04.09.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Geschichte über Verlust, Träume und Seinen-Platz-Finden
Zum Inhalt:
Billie lebt mir ihrer Mutter in einer Hochhaussiedlung nahe der Autobahn, am Anfang des Monats gibt es grosse Eisbecher und Ausflüge, am Ende Nudeln mit Ketchup. Über den Vater wird nicht gesprochen und wenn doch, blockt die Mutter ab. Für Billie ist dieses Leben das einzige, dass sie kennt und mehr als ihre Mutter braucht sie auch nicht. Doch dann kommt ihre Grossmutter aus Ungarn zu besuch - schwer krank. Dieser Besuch ändert alles in Billies Leben und wenig später sie beschliesst sie, ihren Vater, ihre Wurzeln und somit auch den Ursprung ihrer Träume vom Meer zu finden.
Für mich war dieser Roman eine Auszeit von allem. Denn auch wenn er tragisch und schmerzhaft ist, Elena Fischer schreibt so wunderschön, dass man alles ausblendet und hineingezogen wird in Billies Alltag und Hoffnungen, ihre Reise und die Beschreibungen der Umgebungen um sie herum. Die Aufarbeitung des Geschehenen ist sehr gut beschrieben.
Von mir ein klares Lese-Muss!