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Botanik des Wahnsinns Roman | »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« Siri Hustvedt

189

Fr. 34.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6466

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2025

Abbildungen

Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20.8/14.2/2.6 cm

Gewicht

365 g

Farbe

Champagner / Grau

Auflage

12

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0053-8

Beschreibung

Rezension

»Ein atemberaubendes, zum Nachdenken und Selbstforschen anregendes Leseereignis«
Jule Zemke, EVANGELISCHER BUCHPREIS
»Ich hab mich total verliebt in dieses Buch«
Elke Heidenreich, SRF LITERATURCLUB
»Botanik des Wahnsinns« von Leon Engler.
»Eine[r] der inspirierendsten Debütromane der letzten Zeit«
Gabriele Summen, ND
»Einmal abgesehen von den schreiberischen Qualitäten dieses Romans, Leon Engler hat hier mit großer Sorgfalt und mit viel Verständnis […] die eigene Familiengeschichte in eine Ordnung gebracht. Allemal heldenhaft.«
Mia Eidlhuber, DER STANDARD
»Ein Buch […], was mich umgehauen hat, was mich total berührt hat.«
Albrecht Schuch
»Der pure Wahnsinn«
Seraina Schöpfer, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
»Voller Gefühl, ohne gefühlig zu sein.«
Laura de Weck, SRF LITERATURCLUB
»[Leon Engler] trifft einen zwischen träumerisch und distanziert changierenden Ton, der über die Härten des Lebens hinwegzuschweben scheint, ohne gleichgültig zu werden. Damit ist Engler ein psychologisches Kunststück gelungen.«
Lena Karger, WELT AM SONNTAG
»Engler […] hat einen heiteren, sehr menschlichen Roman geschrieben.«
Birgit Schmid, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
»Faszinierend«
Frank Meyer, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR LESART

»Seine Sprache: zärtlich und brutal zugleich. Dieses Buch ist ein stilistisches Glanzstück.«
Katja Schönherr, SRF BESTENLISTE SEPTEMBER
»Sich ein Buch sprichwörtlich von der Seele schreiben, das trifft bei seinem Roman vielleicht noch mehr zu als bei anderen Schriftstellern.«
Uwe Sauerwein, BERLINER MORGENPOST
»[Ein] literarische[r] Wundergarten«
Linda Stift, DIE PRESSE
»Engler ist das Unmögliche gelungen. Der Roman ist hochanspruchsvoll, dringt vor zu den existenzialistischen Grundfragen, steckt voller Anregungen, tiefer einzusteigen in die Seelenkunde. Trotzdem macht er gute Laune, seine Sprache ist konkret und hochpoetisch zugleich, und er kommt so beschwingt und kurzweilig daher, dass er sich hervorragend als Urlaubslektüre eignet.«
Bernhard Albrecht, STERN
»In der Sprache so was Zärtliches und gleichzeitig Direktes, das habe ich noch nie gelesen. […] Ich bin wirklich begeistert.«
Katja Schönherr, SRF BUCHZEICHEN
»Lohnt sich für alle, die neugierig sind auf Erzählungen, die unser Verständnis von ›normal‹ und ›unnormal‹, ›gesund‹ und ›krank‹ hinterfragen. […] Scharf, sarkastisch und genau beobachtend.«
Paula-Marie Dröger, WDR WESTART
»Ein fantastischer Debütroman!«
Jens Dirksen, NEUE RUHR-ZEITUNG
»[E]ine wunderbar leichte und doch zugleich sehr tiefgründige Unterhaltung. [...] [E]in ausgesprochen gelungenes Werk.«
Tina Fritzsche, THÜRINGER ALLGEMEINE
»Mit ›Botanik des Wahnsinns‹ hat [Leon Engler] sein Meisterstück abgeliefert.«
Welf Grombacher, RHEIN-NECKAR ZEITUNG
»Der Schriftsteller und Psychologe Leon Engler hat einen großartigen, sehr menschlichen Roman über eine verrückte Familie geschrieben.«
Jürgen Kanold, SÜDWEST-PRESSE
»›Botanik des Wahnsinns‹ [...] ist voll von Sätzen, die ein ganzes Leben auf den Punkt zu bringen scheinen.«
Martin Thomas Pesl, BUCHKULTUR
»Selbsttherapie, Entwicklungsroman, Autofiktion, Psychiatriehistorie – das alles steckt in diesem nachdenklichen und herzzerreißenden Debüt.«
Kirsten Böttcher, BR24
»Engler führt die Leserin dabei sicher über emotional schwieriges Terrain, mit Sätzen, die man sich gern ausschneiden und einrahmen würde: klar, klug und trotz aller Traurigkeit lebensbejahend.«
Andrea Kathrin Kraus, LOGBUCH
»Leon Engler […] ist ein fantasievoller Roman gelungen, der mit viel (Selbst-)Ironie und zudem sehr belesen daherkommt.«
Andrea Zuleger, AACHENER ZEITUNG ONLINE
»Ein Buch für Alle«
Petra Hartlieb, FALTER PODCAST
»Der Erzähler versteht es, seine Gefühls- und Gedankenwelt spannend zu schildern.«
Achim Schneider, APOTHEKEN UMSCHAU
»Ein Buch, in dem ich Sätze lese, die hängen bleiben, die sich tief eingraben. Ein Buch, das zu verstehen hilft!«
Gallus Frei, LITERATURBLATT
»Leon Engler nähert sich dieser schweren Thematik mit erstaunlicher Leichtigkeit und Empathie. Wunderbarer Roman.«
Franziska Trost, KRONEN ZEITUNG
»[Ein] Debütroman, der auf fantasievolle Weise Fiktion mit Faktenwissen vermengt.«
Ingeborg Jaiser, TITEL KULTURMAGAZIN

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2025

Abbildungen

Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20.8/14.2/2.6 cm

Gewicht

365 g

Farbe

Champagner / Grau

Auflage

12

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0053-8

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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  • TontoM

    aus Luxemburg

    5/5

    17.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es war ein weiter Weg hinaus aus der Sprachlosigkeit

    Mir gefällt, wie der Erzähler Leon seine Familiengeschichte psychisch Kranker mit der Geschichte von Psychiatrie und Psychoanalyse verknüpft. Die Handlung spielt deshalb hauptsächlich in München (Kraepelin - Wegbereiter der Psychiatrie) und Wien. Leon möchte dem Schicksal seiner Familie entgehen, um nicht in der Psychiatrie zu landen. Er arbeitet dort als Psychologe und lernt die verschiedenen psychischen Erkrankungen kennen. Wie in der Botanik reicht die Klassifizierung in der Psychologie bis ins 18. Jh. zurück. Nur der Erzähler Leon, seine Freundin Ellen und die Großmutter Lotte werden im Roman namentlich genannt. Leon stammt aus einer Arbeiterfamilie und diese hat weder eine Sprache für das Erlebte noch eine Geschichte. Spannend finde ich, wie Leon der Frage nachgeht, warum es seiner Großmutter und seiner Mutter trotz mutiger Versuche nicht gelang, mit der Familientradition zu brechen. Die Männer der Familie wirken eher schwach. Symptomatisch erreicht Leon immer noch im letzten Moment Bus und Bahn, sodass er den Anschluss ans Leben nicht verpasst. Das eher triste Leben wurde in seiner Familie gelebt, nicht besprochen. Leon rettet sich, indem er seine Familiengeschichte aufschreibt und dadurch die Sprachlosigkeit verlässt. Ihm gelingt ein beeindruckende Befreiungsschlag!

  • maison.tania

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Wahnsinn und Wahrheit – ein Buch, das mehr ist als ein Roman

    Dieses Buch hat mich auf eine ganz besondere Weise berührt – und ehrlich gesagt auch überrascht. Ich habe es als Hörbuch erlebt und war von Anfang an gefangen in dieser Mischung aus Tiefe, kluger Beobachtung und einer Sprache, die gleichzeitig zart und schonungslos ist. Im Kern ist es eine Familiengeschichte – aber keine „normale“. Es ist eher eine Art Spurensuche durch Generationen, geprägt von psychischen Erkrankungen, Brüchen und der großen Frage: Was nehmen wir eigentlich aus unserer Herkunft mit? Und genau das macht dieses Buch so besonders: Es bleibt nicht bei einer Geschichte stehen, sondern öffnet immer wieder neue Ebenen – persönliche Erinnerungen, psychologische Einordnungen, fast schon kleine Exkurse in die Welt der Psychiatrie. Und genau hier liegt für mich auch der kleine Wermutstropfen – allerdings wirklich nur auf ganz persönlicher Ebene: Ich hätte dieses Buch unglaublich gern gelesen statt gehört. Es ist eines dieser Bücher, in denen so viele Gedanken, Sätze und Denkanstöße stecken, die man eigentlich markieren, nachlesen, weiterdenken möchte. Denn man spürt auf jeder Seite dieses fundierte Wissen – fast, als würde in diesem Roman auch ein kleines Sachbuch mitschwingen. Beim Hören geht einem da zwangsläufig etwas verloren. Aber: Das ändert nichts daran, wie gut dieses Hörbuch gemacht ist. Die Stimme trägt die Geschichte unglaublich angenehm, schafft genau die richtige Balance zwischen Distanz und Nähe und lässt einen tief eintauchen in diese oft schwere, aber nie hoffnungslose Welt. Was mich besonders beeindruckt hat, ist diese ständige Gratwanderung: zwischen Tragik und leiser Ironie, zwischen Schwere und einem fast tröstlichen Blick auf das Menschsein. Es geht um Angst – vor Vererbung, vor dem eigenen „Abgleiten“, vor dem, was in einem selbst steckt. Und gleichzeitig auch um Verständnis. Für sich selbst. Für die eigene Familie. Für all das, was uns geprägt hat. Dieses Buch ist kein klassischer Roman, den man einfach so „wegliest“. Es fordert. Es regt zum Nachdenken an. Und es bleibt. Und genau deshalb werde ich es ganz sicher nochmal lesen – diesmal mit Stift in der Hand.

  • Bewertung

    5/5

    30.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unfassbar gutes, reflektiertes, lehrreiches, Fesselndes Buch

    fühlte sich fasst wie Therapie an, habe den podcast auf Spotify gehört und wusste garnicht das dieses Buch inzwischen bestseller ist! Kein Wunder! Als Junges Mädchen das sich viele Fragen zu Familie, Schicksal, psychologie und abhängigkeit stellt, ein sehr heilendes auch wenn schmerzendes buch wo man abunzu schmunzeln muss, wie das Leben..❤️‍

  • Bewertung

    5/5

    16.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine sprachgewaltige Erkundung menschlicher Abgründe

    Leon Englers Botanik des Wahnsinns verbindet persönliche Familiengeschichte mit einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit menschlicher Psychologie. Im Mittelpunkt steht ein Protagonist, der Psychologie studiert und später selbst als Psychologe arbeitet. In der psychiatrischen Einrichtung, in der er tätig ist, setzt er sich zunehmend mit den psychischen Erkrankungen seiner eigenen Familie auseinander – insbesondere mit denen der Eltern- und Großelterngeneration. Dadurch entsteht eine vielschichtige Erzählung über familiäre Prägungen, Krankheit und den Versuch, menschliches Verhalten und Leiden besser zu verstehen. Schritt für Schritt verbindet das Buch persönliche Erinnerungen mit psychologischen Perspektiven und eröffnet dem Leser tiefe Einblicke in die Dynamiken psychischer Erkrankungen. Besonders eindrucksvoll ist, wie Engler den Menschen und seine Psyche in den Mittelpunkt stellt. Die psychologischen Themen wirken dabei nie trocken oder rein theoretisch, sondern sind eng mit der emotionalen Realität der Figuren verbunden. Gerade die Verbindung aus persönlicher Familiengeschichte und professionellem Blick auf psychische Erkrankungen verleiht dem Buch eine besondere Tiefe. Herausragend ist außerdem der Sprachstil des Autors. Engler schreibt äußerst präzise, sprachgewandt und mit einer bemerkenswerten Ausdruckskraft. Viele Formulierungen sind so klug und treffend, dass man sie am liebsten direkt markieren möchte. Der Text entfaltet schnell eine Sogwirkung und macht die Lektüre auch sprachlich zu einem besonderen Erlebnis. Botanik des Wahnsinns ist ein intensives, kluges und sprachlich beeindruckendes Buch über Familie, Psychologie und das menschliche Verständnis von Krankheit. Eine klare Empfehlung für Leserinnen und Leser, die literarische Texte mit psychologischer Tiefe schätzen.

  • Lana

    aus Wien

    5/5

    27.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Botanik des Wahnsinns – Wurzeln schlagen, ohne zu ersticken

    Botanik des Wahnsinns ist ein außergewöhnlich kluger Roman über die Weitergabe psychischer Verletzungen innerhalb einer Familie – und über den Versuch, sich aus dieser Geschichte zu lösen, ohne sie zu verleugnen. Im Zentrum steht ein namenloser Protagonist, der seinen Weg im Leben sucht. Er ist dieser ruhige, intellektuelle Mensch, den vermutlich jede:r im Freundeskreis hat. Ein guter Zuhörer. Reflektiert. Beobachtend. Und gleichzeitig tief geprägt von seiner Familie: einem schwer depressiven Vater, einer aufbrausenden Mutter, die sich aus Sucht und sozialer Unterschicht „nach oben“ gearbeitet hat – nur um später wieder daran zu zerbrechen. Die Figuren sind keine Karikaturen psychischer Erkrankungen, sondern komplexe psychologische Gebilde. Besonders eindrücklich ist, wie subtil der Roman zeigt, dass psychische Erkrankungen nicht nur genetisch, sondern atmosphärisch weitergegeben werden: durch Haltungen, unausgesprochene Erwartungen, durch Loyalität und Scham. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die intellektuelle Dichte. Dieses Buch analysiert – Psychotherapie, Psychologie, Beziehungsmuster, familiäre Verletzlichkeit. Es liest sich stellenweise wie eine literarisierte Fallstudie, fast wie eine verschriftlichte Biografie, so nah und authentisch wirkt es. Und doch bleibt es Literatur – mit Ambivalenzen, Brüchen und offenen Fragen. Der Protagonist versucht zunächst, vor seiner Herkunft wegzulaufen. Er beobachtet, denkt, distanziert sich. Doch am Ende geht es nicht um Flucht, sondern um Integration. Um die schmerzhafte Erkenntnis, dass man die eigene Geschichte nicht abschütteln kann – nur verstehen. Das ist kein Buch für Menschen, die leichte Unterhaltung suchen. Es ist anspruchsvoll, reflektiert, intellektuell fordernd. Wer jedoch Freude an psychologisch tiefgehender Literatur hat, wird hier reich belohnt.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (189)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Valentin Messmer

    Valentin Messmer

    Orell Füssli Bahnhof Winterthur

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.03.2026

    eBook (ePUB)

    Botanik des Wahnsinns oder die Blumenwürfe der Psyche

    Leon Engler bewegt sich mit diesem Roman zwischen einer literarischen Verarbeitung psychischer Dysfunktionen in der eigenen Familiengeschichte und gesellschaftskritischen Reflexionen über die Auffassungen psychischer Gesundheit und Krankheit. Mit einem Schreibstil ganz in der Tradition der Wiener Moderne kommen existentielle Fragen, die uns alle betreffen, zur Sprache. "Mit ihr sehe ich Wien von oben, sehe alles von oben. ich schaue sie gerne an und mag, dass sie mich anblickt, als wäre ich jemand, der es wert ist, angeblickt zu werden. Ich sage ihr, dass ich nicht bereit für eine Beziehung bin. Klingt besser als: Etwas in mir kann das Gute nicht aushalten." Wortgewandt findet eine existentielle Dimension des Menschseins in diesem Buch Ausdruck. Wer dieses Buch gelesen hat, kann besser verstehen, wieso Leiden zum Leben gehört, und dass darin auch eine Gelassenheit gefunden werden kann. Dieses Buch bietet neue Perspektiven, um sich selbst und die Welt, in der wir leben, zu betrachten.
  • Zum Bewerterprofil von Vivien Eilinger

    Vivien Eilinger

    Orell Füssli Rösslitor St.Gallen

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.02.2026

    eBook (ePUB)

    Leon Engler - Botanik des Wahnsinns

    Der namenlose Ich-Erzähler führt die Leserinnen und Leser durch seine eigene Herkunft, ohne jemals preiszugeben, wie er heißt – ein Umstand, der zunehmend irritiert und zugleich passt. Seine Familiengeschichte ist geprägt von psychischen Erkrankungen aller Art. Er beschreibt sie als ein regelrechtes Sammelbecken psychiatrischer Diagnosen: bipolare Störungen, Depressionen sowie Alkohol- und Medikamentenabhängigkeiten ziehen sich durch die Generationen. Aus der ständigen Furcht heraus, selbst nicht verschont zu bleiben, entscheidet er sich für ein Psychologiestudium. Dieses wird für ihn nicht nur zur akademischen Laufbahn, sondern auch zu einer persönlichen Spurensuche. Während er die Geschichte seiner Familie aufarbeitet, eröffnet sich dem Leser parallel ein Blick auf die Entwicklung der Psychiatrie insgesamt. Dabei zeigt der Erzähler, wie sich der Umgang mit psychischen Krankheiten im Laufe der Jahrhunderte verändert hat: Wurden sie früher noch systematisch wie Naturphänomene eingeordnet, sind sie heute in Diagnosesysteme mit klaren Bezeichnungen und Codes überführt. Besonders eindrucksvoll sind seine sprachlichen Bilder, mit denen er innere Zustände greifbar macht. Depression erscheint bei ihm nicht als plötzlicher Zusammenbruch, sondern als langsames Erstarren – ein Zustand zwischen Leben und Tod. So entsteht ein eindringliches Buch, das ein komplexes und sensibles Thema mit grosser Klarheit behandelt. Es hinterfragt gängige Vorstellungen von Normalität und kommt zu einem einfachen, aber wirkungsvollen Schluss: Nicht der Mensch ist verrückt, sondern das, was aus ihm gemacht wird.
  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    4/5

    20.02.2026

    eBook (ePUB)

    Tiefgründig, vielseitig, aber manchmal mit Längen

    Kontrovers wurde Leon Englers Romandebüt in meinem Buchclub diskutiert. Sprachlich fanden es alle toll, jedoch hatten einige Mühe mit dem Ich-Erzähler, der Schwermütigkeit und bei uns allen gab es Momente, bei denen wir uns durchbeissen mussten. Und dann blieb noch die Frage: Was möchte uns der Autor damit sagen? Diejenigen von uns, die das Buch gelesen hatten, waren froh, dran geblieben zu sein. Wie liebevoll/versöhnlich/verständnisvoll der Erzähler trotz allem Schwierigen auf seine Eltern blickt, sie in Erinnerung ruft/behält und damit die ganz allgemeine Frage beantwortet, was am Ende eines Lebens bleibt, fanden wir berührend. Dass er parallel die Geschichte der Psychologie nacherzählt, das Menschliche hinter den Symptomen deutlich macht und auch, wie fest die Krankheitsbilder ein Zeugnis und ein Symptom ihrer jeweiligen Zeit sind (wer legt bspw. fest, was normal und was nicht mehr normal ist?), hat uns ebenfalls gefallen. Aber es ist ein Buch, das Kontroversen aufruft, das nicht von allen gemocht werden wird, sei es vom Stil, vom Aufbau und/oder vom Inhalt. Also die perfekte Buchclublektüre :-)
  • Zum Bewerterprofil von Andri Herger

    Andri Herger

    Orell Füssli Bahnhof Aarau

    Buchhändler*in

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    4/5

    08.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Blick in die menschliche Psyche

    «Und ich höre ihn. Die Wände sind dünn. Wie falsch adressierte Briefe landen seine Selbstgespräche bei mir. Es stört mich nicht. Mir gefallen seine Gedanken. Sie sind interessanter als meine. Ich beginne sie aufzuschreiben und meine Ideen durch seine zu ersetzen. Ein kleines Notizbuch lege ich an.» Während der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter werden die Kartons vertauscht und all ihre Habseligkeiten landen im Feuer. Übrig bleibt nur der Abfall. Der namenlose Protagonist blickt auf den Stammbaum seiner Familie zurück: eine Linie voller Wahnsinn, Depression, Alkoholismus und Verzweiflung. Er fürchtet, selbst verrückt zu werden und landet schließlich in der Psychiatrie, jedoch nicht als Patient, sondern als Psychologe. Dort beginnt auch seine persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Erbe. Besonders spannend fand ich, wie intensiv diese Angst vor dem eigenen Absturz beschrieben wird. Der Protagonist beobachtet die Kranken, behandelt sie und sieht in ihnen immer auch ein Stück seiner selbst. Die Kapitel wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Familiengeschichte und Arbeitsalltag. Anfangs erfordert das viel Konzentration, doch je weiter man liest, desto stärker zieht einen der Text in seinen Bann. Ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Manches hat mich tieftraurig gemacht, etwa die Geschichte seiner Mutter, die einst ein erfolgreiches Leben führte und dennoch irgendwann den Weg ihrer Vorfahren ging. Botanik des Wahnsinns ist poetisch, dicht und anspruchsvoll geschrieben. Es liest sich wie ein innerer Fluss aus Gedanken und Erinnerungen und belohnt alle, die aufmerksam lesen. Ein intensives, literarisch starkes Buch über familiäre Prägung, psychische Erkrankungen und die Frage, ob man dem eigenen Schicksal entkommen kann. Sehr empfehlenswert für alle, die sich für die menschliche Psyche interessieren.
  • Zum Bewerterprofil von Naomi Schweingruber

    Naomi Schweingruber

    Orell Füssli Zürich Hauptbahnhof

    Buchhändler*in

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    3/5

    26.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    starkes Buch

    Von einigen Seiten wurde mir den Roman von Engler empfohlen. Es lohnt sich, es war spannend, unterhaltsam und philosophisch... manchmal ein bisschen zu sehr so das man die Charakteren nicht ganz "spüren" konnte was schade ist. Ich würde das Buch empfehlen, jedoch entsprach es nicht meinem favorisierten Schreibstil.

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